Autorenarchiv

Christian Bellmann, geboren 1989, schreibt über die deutsche und internationale Versicherungsbranche.

  • Nord Stream 2 fehlen Versicherer und Zertifizierer

    Die umstrittene Gas-Pipeline Nord Stream 2 ist fast fertig und soll nach dem Willen des Betreibers Gazprom noch in diesem Jahr das erste Erdgas quer durch die Ostsee von Russland nach Deutschland transportieren, wo sie in Lubmin (Bild) endet. Woran es aber noch mangelt, sind Versicherer und Zertifizierungsfirmen, berichtet Bloomberg. Die US-Sanktionen gegen an dem Projekt beteiligte Unternehmen haben dafür gesorgt, dass Zertifizierungsfirmen, Ingenieurbüros und auch viele Versicherer ausgestiegen sind, beispielsweise Axa, Zurich und ein Lloyd’s-Syndikat der Munich Re. … Lesen Sie mehr ›

  • Angespannte Lage in der Industrieversicherung

    In der Industrieversicherung setzt sich – auch beeinflusst durch die Pandemie und die steigenden Schäden in vielen Bereichen – der Trend zu geringen Kapazitäten und hohen Prämien weiter fort. Zu diesem Ergebnis kommt der Makler Funk in seinem aktuellen Marktbericht. In vielen Sparten werde es immer schwieriger, die erforderlichen Deckungen zu erhalten. Dafür sei es zwingend erforderlich, dass die Unternehmen ihre Hausaufgaben machen – beispielsweise im Brandschutz oder bei Maßnahmen im Bereich Risk-Engineering für die Cyberversicherung. … Lesen Sie mehr ›

  • Wie geht es weiter mit der Elementarversicherung?

    In die Debatte um eine obligatorische Elementarschadenversicherung kommt immer mehr Bewegung. Nachdem Munich Re-Chef Joachim Wenning für ein Opt-out-Modell als Alternative zur expliziten Versicherungspflicht geworben hat, stellt HUK-Vorstand Jörg Rheinländer eine vom GDV erdachte Alternative vor: Nur extreme Ereignisse könnten verpflichtend und mit hohen Selbstbehalten abgesichert werden, zwischen sehr hohen Schäden und den niedrigen sei Raum für eine privatwirtschaftliche Lösung. Das Ifo-Institut plädiert für eine Pflichtversicherung – allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. … Lesen Sie mehr ›

  • Rückversicherern drohen neue Belastungen

    Die Halbjahresergebnisse der vier größten europäischen Rückversicherer Hannover Rück, Munich Re, Scor und Swiss Re haben sich gegenüber den Vorjahreszahlen deutlich verbessert. Für zusätzlichen Aufwind sorgen die nachlassenden Pandemieschäden und die steigenden Preise. Dennoch sind die Rückversicherer noch nicht über den Berg, glaubt die Ratingagentur Moody’s. Im zweiten Halbjahr drohen verschiedene Risiken. … Lesen Sie mehr ›

  • Aon: Versicherer verspielen ihre Relevanz

    Auch wenn sich die Lage in der Industrieversicherung gegenüber der Situation in den vergangenen anderthalb Jahren leicht gebessert hat: Für die Industrieunternehmen in Deutschland war es noch nie so schwierig, bezahlbaren Versicherungsschutz in erforderlichem Volumen zu bekommen. Davon zeigten sich die Aon-Geschäftsführer Kai-Frank Büchter und Hartmuth Kremer-Jensen im Gespräch mit dem Versicherungsmonitor überzeugt. Die Versicherer liefen zunehmend Gefahr, in wichtigen Sparten an Relevanz zu verlieren. Firmen mit ausreichender Kapitalstärke neigten dazu, immer mehr Risiken selbst zu tragen anstatt sich mit ihnen herumzuschlagen. … Lesen Sie mehr ›

  • Axa gibt Singapur-Geschäft an HSBC ab

  • Gallagher kauft Willis Re

    Arthur J. Gallagher übernimmt den Rückversicherungsmakler Willis Re – im zweiten Anlauf. Der US-Makler wollte die Gesellschaft schon im Rahmen des geplatzten Zusammenschlusses von Aon und Willis übernehmen, weil die Kartellbehörden in verschiedenen Ländern von den beiden Fusionspartnern Abspaltungen verlangt hatten. Gallagher konnte letztlich einen Teil des Deals retten. Die Amerikaner, die jetzt einer der großen Rückversicherungsmakler sind, lassen sich die Übernahme 3,25 Mrd. Dollar kosten. … Lesen Sie mehr ›

  • DFV will Vollsortimenter werden

    Stefan Knoll hat mit der Deutschen Familienversicherung (DFV) viel vor. Nach dem Markteintritt in Österreich will der Gründer und Firmenchef die Vertriebswege und das Produktangebot deutlich ausbauen. Einen Schwerpunkt bildet dabei ein „Globalprodukt“. Grundlage ist die bereits im Juni gestartete Kombipolice im Bereich Schaden und Unfall, die 2022 um eine Sparkomponente und später um biometrische Deckungen erweitert werden soll. Dafür will Knoll einen Lebensversicherer gründen. Mit dem Wachstum im ersten Halbjahr ist das Frankfurter Unternehmen zufrieden. … Lesen Sie mehr ›

  • Munich Re will Pandemie und Unwettern trotzen

    Die Munich Re sieht sich nach den ersten sechs Monaten 2021 auf gutem Weg, trotz der Pandemie und der jüngsten Unwetterereignisse die Jahresziele zu erreichen. Nach einem Halbjahresergebnis von 1,7 Mrd. Euro hält der Konzern an seinem Ergebnisziel von 2,8 Mrd. Euro für das Gesamtjahr fest. Mit der Juli-Erneuerung zeigte sich Konzernchef Joachim Wenning zufrieden, ebenso wie mit der Entwicklung bei der Tochter Ergo. In der Rückversicherung im Leben- und Gesundheitsbereich spürt Munich Re allerdings weiter deutliche Belastungen durch Corona. Die Schäden durch Sturm „Bernd“ bezifferte Wenning auf einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag. … Lesen Sie mehr ›

  • VZBV will Elementardeckungen unters Volk bringen

    Weniger als die Hälfte der Hausbesitzer in Deutschland sind gegen Elementarschäden versichert. Weil eine entsprechende Versicherungspflicht bislang nicht zustande gekommen ist, will der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) die Verbreitung von Elementardeckungen auf anderem Wege erreichen: Die Versicherer sollten Verbrauchern grundsätzlich eine Komplettdeckung anbieten – der Kunde muss den Elementarbaustein explizit abwählen. Zudem sollten die Anbieter verpflichtet werden, die entsprechende Umstellung von Altverträgen zu unterstützen. … Lesen Sie mehr ›

  • Berkshire mit durchwachsenem zweiten Quartal

  • Schwere Detonation im Chempark Leverkusen

    Im Chempark in Leverkusen hat es am Dienstagmorgen eine schwere Explosion mit anschließendem Brand gegeben. Mindestens zwei Personen kamen ums Leben, es gibt mehrere Schwerverletzte und Vermisste. Die Detonation ereignete sich aus bisher unbekannter Ursache im Tanklager eines Entsorgungszentrums, das vom Chemieunternehmen Currenta betrieben wird, einer früheren Tochter des Bayer-Konzerns. In den Tanks befanden sich Lösungsmittel. Das Schadenausmaß ist noch unklar. Angaben zum Versicherungsschutz konnte ein Currenta-Sprecher noch nicht machen. … Lesen Sie mehr ›

  • Astra Direct forciert Neuaufstellung

    Beim Versicherer Astra Direct gibt es diverse Neuigkeiten: Das Mannheimer Unternehmen streicht das „Direct“ im Namen und tritt künftig unter Astra Versicherung AG auf, weil es inzwischen über verschiedene Vertriebskanäle aktiv ist. Außerdem sollen künftig nicht mehr nur Schüler und ihre Eltern als Kunden im Fokus stehen, sondern auch Singles und junge Familien. Astra verjüngt auch seinen Vorstand. Philipp Langendörfer, 31, soll frischen Wind in das Management des Unternehmens bringen, das im vergangenen Jahr mit fragwürdigen Bündelpolicen in den Schlagzeilen war. … Lesen Sie mehr ›

  • Bahr sieht bKV im Aufwind

    Ende 2020 hatten erstmals mehr als eine Million Personen in Deutschland eine betriebliche Krankenversicherung (bKV) über den Arbeitgeber. Daniel Bahr, Vorstandsmitglied der Allianz Private Krankenversicherung, prognostiziert der Sparte weiteren Aufwind. Voraussetzung sei, dass sich auf der Produktseite einiges tut und die politischen Rahmenbedingungen stimmen, sagte er bei einer digitalen Fachkonferenz der Vereinigung der Versicherungs-Betriebswirte. Er zeigte sich davon überzeugt, dass Unternehmen mit der bKV ein schlagkräftiges Mittel bereitsteht, um die Mitarbeiterbindung zu erhöhen und die Fluktuation zu senken. … Lesen Sie mehr ›

  • Versicherte Schäden durch Naturkatastrophen steigen

    Die Versicherungsansprüche infolge von Schäden durch Naturkatastrophen haben sich in den ersten sechs Monaten des Jahres auf 42 Mrd. Dollar summiert. Sie liegen damit zwar nur leicht über dem Schnitt der vergangenen zehn Jahre, aber deutlich über den Durchschnittswerten seit der Jahrtausendwende beziehungsweise seit dem Jahr 1980. Zu diesem Ergebnis kommt der Makler Aon in einem aktuellen Bericht. Bei den gesamtwirtschaftlichen Schäden durch Naturkatastrophen zeigt sich ein leicht gegenläufiger Trend. … Lesen Sie mehr ›