Autorenarchiv
Herbert Fromme, Jahrgang 1953, schreibt über die Versicherungs- und Rückversicherungsbranche. Er ist Versicherungskorrespondent der Süddeutschen Zeitung. Zu seinen Stationen gehören Reuters, Financial Times World Insurance Report, Lloyd's List und Insurance Day. Von 2000 bis Dezember 2012 war er Versicherungskorrespondent der Financial Times Deutschland. Er ist Herausgeber des Versicherungsmonitors.
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Oscar jetzt knapp vier Milliarden wert
Der US-Krankenversicherer Oscar expandiert kräftig und wird von Investoren – zuletzt von der Google-Mutter Alphabet – jetzt mit 3,75 Mrd. Dollar (3,3 Mrd. Euro) bewertet. Das Unternehmen will in weitere Bundesstaaten vordringen und künftig auch im staatlich unterstützten Medicare-Segment tätig werden. Das sagte Gründer Mario Schlosser im Interview mit Süddeutscher Zeitung und Versicherungsmonitor. Die politische Debatte um die Zukunft der Krankenversicherung beruhige sich, sagte Schlosser. Man könne die Uhr nicht zurückdrehen. … Lesen Sie mehr ›
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Allianz: Erfolg durch Vereinfachung
Die Allianz hat bei ihrem Investorentag Einzelheiten zu ihrem europäischen Direktversicherer genannt, den Konzernchef Oliver Bäte zum ersten Mal bei der Hauptversammlung im Mai 2018 angekündigt hatte. In einem ersten Schritt will der Konzern die Direktversicherung in vier Ländern bündeln: die deutschen und niederländischen Allsecur-Gesellschaften sowie die italienische Genialloyd mit Sitz in Mailand und den spanischen Anbieter Fenix Directo aus Madrid. Verantwortlich ist Vorstand Iván de la Sota (Bild). Erstes einheitliches Produkt des neuen europäischen Direktversicherers soll eine online abschließbare Kfz-Police werden. Konzernchef Bäte setzt dem Konzern hohe Ziele für Gewinnwachstum und Kostensenkung. … Lesen Sie mehr ›
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Bitte aufräumen, Munich Re
Herbert Frommes Kolumne Ergo ist mit dem Plan gescheitert, einen eigenen globalen Industrieversicherer aufzubauen. Das Geschäftsvolumen außerhalb der Hauptmärkte hätte die Fortdauer des Projektes nicht gerechtfertigt, heißt es. Aber möglicherweise haben die Chefs in München einfach nur erkannt, dass ihr Auftritt in der Industrie- und Gewerbeversicherung schon jetzt unübersichtlich genug ist – auch ganz ohne die Ergo International Corporate Solutions. Die Munich Re muss dringend darüber nachdenken, hier aufzuräumen und für die Industriekunden einen einzigen globalen Risikoträger zu schaffen. Das würde auch Investoren gefallen. … Lesen Sie mehr ›
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Buberl: Gute Chancen gegen Google
Axa-Chef Thomas Buberl sieht gute Chancen, dass sich traditionelle Versicherer gegen Internetkonzerne wie Google, Amazon oder Facebook behaupten. Sie müssen digitaler werden und Daten mit Firmen aus anderen Branchen teilen, sagte er im Interview mit Süddeutscher Zeitung und Versicherungsmonitor. Außerdem sucht Buberl die Zusammenarbeit mit den Online-Konzernen. Mit Uber ist ihm das bereits gelungen. Buberl erklärt auch, wie die Fusion mit XL läuft und warum eine Reihe ihm eigentlich wohlgesonnener Manager die Axa inzwischen verlassen haben. … Lesen Sie mehr ›
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Munich Re hochzufrieden, aber vorsichtig
Der Rückversicherer Munich Re erwartet ein Jahresergebnis zwischen 2,1 Mrd. Euro und 2,5 Mrd. Euro, ist aber etwas vorsichtiger als vor wenigen Wochen, wenn es um die präzise Gewinnsumme geht. Dafür sorgen die Waldbrände in Kalifornien und die niedrigeren Aktienkurse. Vorstandschef Joachim Wenning zeigte sich vor Journalisten sehr zufrieden mit dem Gesamtzustand des Unternehmens und äußerte sich zur Digitalisierung, zur Cyberversicherung und zu den Sanktionen gegen den Iran und Russland. … Lesen Sie mehr ›
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Allianz gewinnt Holding-Lizenz in China
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Politische Naivität wird teuer
Herbert Frommes Kolumne Da hatten die Chefs der Allianz Private Krankenversicherung (APKV) eine gute Idee, ganz im Sinne von „den Kunden begleiten“. Sie testen in vier Großstädten einen Notfalldienst – Kinderärzte machen nachts und am Wochenende Hausbesuche bei privat versicherten Kindern. Jetzt ist die Gesellschaft überrascht von der heftigen negativen Reaktion des Bundesverbands der Kinder- und Jugendärzte – und versteht überhaupt nicht, warum die Aktion in der politischen Auseinandersetzung sehr schädlich für die PKV sein kann. Die Naivität in politischen Dingen ist nicht auf die APKV beschränkt. … Lesen Sie mehr ›
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Peter Sitt verlässt Sitt & Overlack
Leute – Aktuelle Personalien Peter Sitt, seit 2009 Geschäftsführer der Ecclesia-Tochter Interassekuranz Sitt & Overlack, hat die Firma verlassen. Grund seien unterschiedliche Auffassungen über die strategische Ausrichtung, heißt es bei Ecclesia. Mit dem Streit zwischen Ecclesia und Gerd und Dirk Overlack über Untreuevorwürfe gegen den Gründer und seinen Sohn habe der Abgang Sitts nichts zu tun, heißt es in Unternehmenskreisen. Außerdem: Marcus Reichel geht als Risk Manager vom Pharmahersteller Merck zum Gipsplattenproduzenten Knauf. Sein Nachfolger bei Merck wird Stephan Schröder, der von der Axa Corporate Solutions kommt, dem Industrieversicherer der Axa. … Lesen Sie mehr ›
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Ergo legt Industrieversicherer auf Eis
Die Munich Re-Tochter Ergo hat den Aufbau des Industrieversicherers Ergo International Corporate Solutions auf Eis gelegt. Er sollte von Polen und Deutschland aus als virtueller Versicherer global aktiv sein. Doch offenbar findet sich außerhalb der beiden Hauptmärkte nicht genügend attraktives Geschäft, außerdem sorgt die komplexe Matrixstruktur für Probleme. Ob Ergo-Chef Markus Rieß sein Prestigeprojekt ganz beerdigt oder in den kommenden Jahren einen erneuten Anlauf macht, ist offen. Außerdem: Alexander Ankel, Chef der Ergo International, soll vor dem Absprung stehen. … Lesen Sie mehr ›
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Nagler: AIG will rasch wachsen
Der US-Versicherer AIG hat ambitionierte Ziele für den deutschen Markt. Alexander Nagler, Chef für die Region Deutschland, Österreich und Schweiz, kündigt im Interview mit dem Versicherungsmonitor an, das Unternehmen zum drittgrößten Industrieversicherer in Deutschland machen zu wollen. Bisher habe AIG seine Fähigkeiten nicht voll ausgenutzt, sagt er. Nagler gesteht auch Fehler in der Kundenkommunikation ein. Das habe AIG jetzt aber überwunden. Für 2018 erwartet er ein gutes Ergebnis. Sorgen bereiten ihm Cyberdeckungen, die in anderen Verträgen wie Sach- oder Haftpflichtpolicen enthalten sind. Die größte Herausforderung sei allerdings Industrie 4.0, sagt er. … Lesen Sie mehr ›
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Ping An übernimmt Anteile an Finleap
Der chinesische Versicherungsriese Ping An beteiligt sich an dem Berliner Firmengründer Finleap, der unter anderem den Makler Clark und den Versicherer Element auf den Weg gebracht hat. Gründer und Chef Ramin Niroumand sammelt weitere 41,5 Mio. Euro ein. Damit unternimmt Ping An einen vorsichtigen Schritt nach Europa. Ping An gehört zu den fortschrittlichsten Versicherern in der Technologieentwicklung. Käme es zu einem Markteintritt der Chinesen, könnte das die europäische Versicherungslandschaft erheblich durcheinanderwirbeln. … Lesen Sie mehr ›
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Axa baut um – Patrick Dahmen geht
Leute – Aktuelle Personalien Die Axa Deutschland baut die Struktur erneut um. Die Lebens- und Krankenversicherung werden in einem Ressort zusammengelegt, das Thilo Schumacher führt. Er gibt den Vertrieb ab, den Kai Kuklinski als neuer Vorstand leitet. Lebens-Chef Patrick Dahmen (Bild) verlässt nach 20 Jahren den Konzern. In der Schaden- und Unfallversicherung fällt die Trennung zwischen den Industriekunden und dem Privat- und Gewerbesegment weg, Chef wird Nils Reich. Vorstand Thierry Daucourt, bislang für die Industriekunden zuständig, wird sich auf seine Funktion als Chef der Axa Corporate Solutions Deutschland und die Integration von Axa und XL konzentrieren und scheidet aus […] … Lesen Sie mehr ›
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Brexit: Vom Drama zur Tragödie
Herbert Frommes Kolumne Das Drama um den britischen EU-Austritt hat einen Höhepunkt erreicht. In der regierenden Tory-Partei ist der offene Krieg ausgebrochen. Hätte Großbritannien nicht das Mehrheitswahlrecht, wären die beiden Flügel längst geschieden und in verfeindeten Parteien unterwegs. Bislang haben sich die Brexit-Befürworter vor allem durch Rücktritte hervorgetan, die Gestaltung des Austritts haben sie anderen überlassen. Der Brexit ist eine Tragödie für das Land, für Europa und für die Wirtschaft – auch für die Versicherungswirtschaft. Eine Lehre: Was im Meinungskampf vor Wahlen und Volksabstimmungen so einfach wirkt, ist in der Umsetzung sehr schwierig. … Lesen Sie mehr ›
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Buberls Rezept für den Wettbewerb mit Amazon
Axa-Chef Thomas Buberl glaubt nicht daran, dass Europa noch in der Lage sein wird, digitale Champions wie Google oder Amazon aufzubauen. Stattdessen sollte der Kontinent seine Stärken ausnutzen, zu denen die Existenz großer traditioneller Unternehmen gehört, sagte er beim Wirtschaftsgipfel der SZ in Berlin. In die Digitalisierung dieser Unternehmen müsse investiert werden. Buberl ist überzeugt davon, dass die Internetgrößen in den Versicherungsmarkt kommen werden. Mit ihnen müsse man kooperieren und aus den Rivalen von morgen Kooperationspartner von heute machen. Buberl trat für die Schaffung eines Datenpools verschiedenster Unternehmen ein, um den Internet-Riesen mit ihren Datenbeständen begegnen zu können. … Lesen Sie mehr ›
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Familienversicherung sagt Börsengang ab
Die Deutsche Familienversicherung (DFV) geht vorerst nicht an die Börse. Das teilte das Unternehmen am Freitagnachmittag mit. Der Versicherer, der sich als Insurtech sieht, begründet die Verschiebung auf ein unbestimmtes Datum mit dem schwierigen Kapitalmarktumfeld. Unternehmenschef Stefan Knoll sagte, Anleger hätten die Ausnahmestellung der Gesellschaft als Insurtech bestätigt, seien aber wegen des Umfelds zurückhaltend. Diese abwartende Haltung sei nicht auf die DFV beschränkt, fügte ein Sprecher hinzu. … Lesen Sie mehr ›
