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Hannover Rück profitiert von geringen Großschäden

Hannover Rück hat im ersten Quartal von geringen Großschäden in der Schaden-Rückversicherung profitiert, die Schaden- und Kostenquote lag bei nur 94,7 Prozent. Dass der Gewinn dennoch auf 271 Mio. Euro sank, erklärt der Rückversicherer mit Sondereffekten im zweistelligen Millionen-Bereich, von denen das Vorjahresergebnis profitiert hatte. Auf das laufende Jahr blickt Konzernchef Ulrich Wallin optimistisch. Er bestärkte das Gewinnziel von mindestens 950 Mio. Euro.

Munich Re reduziert Gewinnziel

Der Rückversicherer Munich Re hat seine Gewinnerwartungen für 2016 abgesenkt. Er rechnet jetzt mit einem Gewinn von 2,3 Mrd. Euro statt mit 2,3 bis 2,8 Mrd. Euro. Ein Grund dafür sind die anstehenden Restrukturierungen bei Ergo, die zu einer hohen Kostenbelastung führen werden. Im Juni wird Ergo-Chef Markus Rieß Details zum Umbau bekannt geben. In der April-Erneuerung für Rückversicherungsverträge musste Munich Re einen weiteren Preisrückgang von 1,5 Prozent hinnehmen, die lange vorhergesagte Stabilisierung der Preise hat sich noch nicht eingestellt.

Funk mit eigener Cyber-Deckung

Der Makler Funk bringt eine eigene Cyber-Police auf den Markt. Risikoträger sind vier nicht genannte Versicherungsgesellschaften. Damit will der Makler eine Alternative zu den existierenden Verträgen der Industrieversicherer anbieten. Die Police habe weitreichendere und kundenfreundlichere Bedingungen, sagt Funks Cyber-Experte Michael Winte.

Hofmann geht von Allianz zu Ergo

 Leute – Aktuelle Personalien  Markus Hofmann, für das Maklergeschäft zuständiger Vorstand bei der Allianz Versicherung, verlässt den Konzern. Nach Informationen des Versicherungsmonitors wird er zur Munich Re-Tochter Ergo in Düsseldorf wechseln. Der dortige Chef Markus Rieß kennt ihn gut aus gemeinsamen Münchener Tagen, wo Rieß bis im vorigen Jahr Landeschef der Allianz war. Bei der Allianz wird Rolf Wiswesser die Position Hofmanns übernehmen. Er war bis 2015 Vertriebschef der Ergo.

Protektor spricht nur noch mit Heidelberger

Der Lebensversicherer Protektor, der seit 2003 den Altbestand der Mannheimer Leben abwickelt, verhandelt nach Informationen des Versicherungsmonitors nun exklusiv mit dem Abwicklungsspezialisten Heidelberger Leben. Gespräche mit anderen Interessenten wurden nicht weitergeführt. Gelingt die Bestandsübertragung, hätte Protektor keine Verträge mehr unter Verwaltung, sondern würde nur noch als gesetzlicher Sicherungsfonds für notleidende Lebensversicherungsbestände agieren. Mit dieser Rolle hat der Bund das Unternehmen 2004 betraut.

Amazon wechselt Garantieversicherer

Der Online-Versandhändler Amazon hat sich einen neuen Risikoträger bei seinen Garantieversicherungen für Elektrogeräte gesucht. Kooperierte das Unternehmen früher mit der Munich Re-Tochter Ergo, ist jetzt die zur Warranty Group gehörende London General Insurance Company der Versicherungspartner. Kunden können mit einem Abschluss die gesetzliche zweijährige Herstellergarantie von Fernsehern, Waschmaschinen und anderen Produkten um bis zu drei Jahre verlängern. Handys und Fotokameras lassen sich zusätzlich gegen Diebstahl absichern. Verbraucherschützer sehen solche Angebote kritisch.

D&O-Versicherung: Folgenreiches Urteil

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Das Oberlandesgericht Hamburg hat im vergangenen Jahr eine folgenreiche Entscheidung für die D&O-Versicherung gefällt. Dabei ging es um zwei interessante Fragen: Das Gericht beschäftigte sich zum einen damit, unter welchen Umständen ein Insolvenzverwalter eine zugunsten eines Geschäftsführers abgeschlossene D&O-Versicherung kündigen darf. Außerdem entschied das Gericht über die Wirksamkeit einer Klausel, die eine Nachmeldung von Schäden für den Fall der Insolvenz vollständig ausschließt.

Dynamik in Asien stützt globales Prämienwachstum

Während die Lebensversicherer in Europa und den USA unter den Niedrigzinsen an den Kapitalmärkten ächzen, sorgt die Sparte aufgrund der geringen Durchdringung in Schwellenländern auf globaler Ebene für Wachstumsimpulse. Das schreibt Munich Re in einem aktuellen Ausblick. In Asien rechnet der Rückversicherer sogar mit zweistelligen Wachstumsraten. Die weltweiten Prämieneinnahmen in der Erstversicherung dürften nach der Prognose 2016 und 2017 um 4 Prozent zulegen.

Herbert Fromme

Harte Landung oder gute Aussichten?

 Herbert Frommes Kolumne  Munich Re und Standard & Poor’s haben sich in dieser Woche zu den globalen Aussichten der Versicherungswirtschaft geäußert – und kommen zu deutlich unterschiedlichen Aussagen. Für Allianz-Chef Oliver Bäte sind die Probleme der Weltwirtschaft so wichtig, dass er sie in der Hauptversammlung zur zentralen Herausforderung für sein Unternehmen erklärte, noch vor den Niedrigzinsen. Was steckt hinter diesen Einschätzungen? Außerdem: Noch einmal zu den Kosten in den Kfz-Sparten, ein Nachtrag zu meiner Kolumne vom 22. April zur Digitalisierung in der Kfz-Versicherung

Allianz: Bäte beruhigt Beschäftigte

Die Allianz wird die Digitalisierung ohne globalen Umbau vollziehen, weil das nur Unruhe und wenig Nutzen bringt. Das sagte Allianz-Konzernchef Oliver Bäte bei der Hauptversammlung in München. In Deutschland sollen keine Lebensversicherungsbestände verkauft werden, sagte Vorstand Maximilian Zimmerer. Das Unternehmen will seine Präsenz in kleineren Märkten wie in Osteuropa zu größeren Einheiten zusammenfassen. In Asien sucht die Allianz eine verstärkte Präsenz, ist aber vorsichtig, weil oft zu hohe Preise bezahlt werden.

UFR-Anpassung: Eiopa versucht den Spagat

 Meinung am Mittwoch  Kaum haben die europäischen Versicherer das Solvency II-Spielfeld betreten, kündigt Eiopa an, eine wichtige Spielregel ändern zu wollen: In einem Konsultationspapier vom 6. April 2016 schlägt die europäische Versicherungsaufsicht vor, die Methodik zur Herleitung der sogenannten Ultimate Forward Rate (UFR) zu ändern und sie jährlich neu zu berechnen. Damit könnte die UFR im Euroraum zunächst auf 3,7 Prozent von aktuell 4,2 Prozent gesenkt werden. Dieser Schritt würde sich in den Solvenzquoten deutscher Lebensversicherer bemerkbar machen, wäre aber verkraftbar.

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