Das Münchener Startup Finanzchef24 will in den kommenden Monaten in ein elektronisches Kundenkonto investieren, über das Gewerbetreibende ihr gesamtes Versicherungs-Vertragsmanagement organisieren können. Auch im Bereich Cyber versucht das Unternehmen, das seit 2013 auf dem Markt ist, aktuell zu punkten. Anders als im Privatkundengeschäft sei es beim Vergleich von Gewerbepolicen nicht mit Marketing getan, erklären die Gründer Felix Schollmeier und Hendrik Rennert. Stattdessen müssten sie die Rechenkerne der Versicherer in ihrem Rechner nachbauen.
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Industrieversicherung in München
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Das jährliche Symposium des Deutschen Versicherungs-Schutzverbands.
Carsharing belebt Flottenversicherung
Der Carsharing-Markt boomt. Immer mehr Menschen mieten sich über die Apps von Drivenow, Car2go und Co. ein Fahrzeug – ganz nach Bedarf und oft nur für einige Minuten. Die Industrieversicherer versprechen sich nach der langen Durststrecke in der Flottenversicherung viel vom Carsharing. Das Geschäft mit den Mietautos birgt jedoch neue Herausforderungen. Immer häufiger leihen sich junge Fahrer und solche mit Rennfahrerallüren die Wagen für waghalsige Wettfahrten, die oft Menschenleben fordern oder hohe Sachschäden verursachen.
Industrieversicherung: Digitales Chaos droht
Herbert Frommes Kolumne Die Ankündigung des Maklers Aon, eine eigene Platzierungsplattform für Industrieversicherungsrisiken einzurichten, wird die Plattform Inex24 noch weiter in Schwierigkeiten bringen. Für die Versicherer und für die Risikomanager der Industrie ist das keine gute Nachricht. Die Digitalisierung lässt sich auch in der Industrieversicherung nicht aufhalten. Wenn es keine marktneutralen Lösungen gibt, entstehen parallele Angebote mit entsprechendem Chaos, Schnittstellenproblematik und viel Ärger. Oder es setzt sich rasch ein Anbieter durch – und gewinnt dadurch an Marktmacht.
Lloyd’s: München ist die gefährdetste Stadt
Risiken wie Terrorangriffe, Börsencrashs oder Pandemien können ganze Volkswirtschaften lahmlegen. Der Versicherungsmarkt Lloyd’s of London hat gemeinsam mit dem Cambridge Center for Risk Studies eine Untersuchung veröffentlicht, die sich mit den möglichen wirtschaftlichen Einbußen für große Städte durch Katastrophen beschäftigt. Allein in Deutschland wären 120 Mrd. Dollar des Bruttoinlandsprodukts bedroht, so der „City Risk Index“ von Lloyd‘s.
Lohrmanns Verunsicherung CVIII
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Sisyphos-Arbeit der Industrieversicherer.
Zurich: Chefwechsel in der Schaden- und Unfallsparte
Leute – Aktuelle Personalien Mike Kerner, Chef der Schaden- und Unfallversicherung beim Schweizer Versicherer Zurich, verlässt das Unternehmen überraschend. Sein Nachfolger wird der bisherige Lebensversicherungschef Kristof Terryn. Außerdem: Die italienische Generali bekommt einen neuen IT-Chef und die Dialog Lebensversicherung gibt den Nachfolger für den scheidenden Vorstandsvorsitzenden Oliver Brüß bekannt.
Standard & Poor’s warnt Rückversicherer
Die Rückversicherer leiden unter niedrigen Preisen und einem Kapitalüberschuss im Markt. Darauf reagiert die Branche unterschiedlich, heißt es in einem aktuellen Report der Ratingagentur Standard & Poor’s. Während die meisten Unternehmen bei Katastrophenrisiken zurückhaltender geworden sind, übernehmen einige mehr Risiken in diesem Bereich. Das betrachtet die Ratingagentur mit Sorge. Vor allem, wenn es sich um wenig diversifizierte Anbieter handelt.
Allianz und Panasonic suchen Zukunftsmarkt
Der Versicherer Allianz und der Elektronikkonzern Panasonic bringen gemeinsam ein Angebot für die Absicherung von Häusern und Wohnungen auf den Markt. Allerdings geht es nicht um Versicherungen, Allianz ist nur als Assistance-Dienstleister beteiligt. Die digitale Vernetzung von Häusern gilt neben der von Autos und dem digitalen Umbruch im Gesundheitswesen als einer der wichtigsten Zukunftsmärkte. Auch die Axa ist in dem Segment aktiv und hat eine Vereinbarung mit RWE geschlossen.
GDV holt Generali-Manager
Leute – Aktuelle Personalien Der GDV erweitert seine Geschäftsführung und ernennt den ehemaligen Generali-Manager Klaus Wiener zum Chefvolkswirt. Der französische Stromerzeuger Alstom verliert seinen Finanzchef Nicolas Tissot an den Rückversicherer Scor. Tissot wird dort neuer Chief Operating Officer.
GDV: Keine Zinswende in Sicht
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft erwartet keine Zinswende in Europa, auch wenn die US-Notenbank die Zinsen erhöhen sollte. Das sagte GDV-Präsident Alexander Erdland am Dienstagabend vor Journalisten in Berlin. Erdland mahnte eine baldige Änderung der Mechanik für die Zinszusatzreserve an, hat aber wenig Hoffnung, dass in dieser Legislaturperiode noch etwas geschieht. 2015 werden die Prämieneinnahmen in der Lebensversicherung wohl zurückgehen, in der Schadenversicherung steigen.










