Sehr zum Unmut der Versicherer werden die jährlichen Berichte über die Solvenz- und Finanzlage der Unternehmen kaum gelesen. Zugleich müssen sie sich viel Kritik ob der mangelnden Vergleichbarkeit der sogenannten Solvency and Financial Condition Reports gefallen lassen. Der Versichererverband GDV plädiert deshalb für eine Standardisierung der Berichte. Wenn es nach ihm geht, sollen aus den durchschnittlich 90 Seiten umfassenden Analysen knappe Zusammenfassungen zwischen zwei und vier Seiten werden. Für die nächste Berichtsrunde am 23. April 2019 rechnet der Verband mit guten Solvenzzahlen. … Lesen Sie mehr ›
Sollte der vom Bundesfinanzministerium vorgelegte Entwurf für einen Provisionsdeckel für die Lebensversicherung Gesetz werden, könnte das Auswirkungen auf die Bonitätsbewertungen der Versicherer haben. Die hohen Vertriebskosten belasten die Erträge der Lebensversicherer, so die Ratingagentur Moody’s. Eine Begrenzung hätte deshalb positive Auswirkungen auf die Ratings der Gesellschaften. Allerdings könnte der Deckel dafür sorgen, dass das Wachstum der Versicherer im Neugeschäft in den kommenden Jahren zurückgehen wird, so Moody’s. … Lesen Sie mehr ›
Versicherungsmonitor O-Ton Jürgen Junker, seit zwei Jahren Chef der Wüstenrot & Württembergischen, macht im O-Ton-Interview mit dem Versicherungsmonitor klare Ansagen. Das seit zwei Jahren laufende Digitalisierungsprogramm macht gute Fortschritte, und man sei „verdammt stolz“ auf den eigenen Direktversicherer Adam Riese. Der Rückgang des Aktienkurses in den vergangenen 14 Monaten macht ihm keine Sorgen. Junker sieht positiv, dass die Wüstenrot-Stiftung die Mehrheit an der W&W hält, und spricht darüber, warum die Württembergische allein überlebensfähig ist. … Lesen Sie mehr ›
Deutsche Versicherer haben wenig Sinn für Soziales oder die Umwelt. Das ist das Ergebnis einer Analyse von Carsten Zielke. Er hat die Corporate Social Responsibility-Berichte (CSR) der 42 deutschen Anbieter mit mehr als 500 Mitarbeitern untersucht. Als beste Gesellschaften erreichten die Allianz und die Debeka nur sieben von 16 möglichen Punkten. Im Durchschnitt bekam die Branche sogar eine negative Bewertung von minus 3,3 Punkten. Zielke sieht in der Missachtung von CSR-Kriterien eine verpasste Chance für Versicherer, sich für junge Menschen attraktiver zu machen. Außerdem geht er davon aus, dass die EU bald strengere CSR-Vorgaben machen wird. … Lesen Sie mehr ›
Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert mehr Rechte für Lebensversicherungskunden, die von einem Run-off betroffen sind. Schließen Lebensversicherer einen Bestand für das Neugeschäft, sollen sie ihre Kunden nach Vorstellung der Verbraucherschützer über die Folgen informieren. Im Fall einer Bestandsübertragung sollen die Versicherten ein Sonderkündigungsrecht erhalten. Für Abflüsse an die Konzernmütter im Zuge von Gewinnabführungsverträgen sieht das Positionspapier eine unbefristete Nachhaftung vor. Außerdem sollen Kunden stärker als bisher an den Kostenüberschüssen beteiligt werden. … Lesen Sie mehr ›
Legal Eye – Die Rechtskolumne Das Bundesverkehrsministerium befindet sich mit der Schaffung neuer gesetzlicher Regelungen weiter auf der Überholspur. Im Februar wurde verkündet, dass demnächst auch E-Scooter und Hoverboards bundesdeutsche Straßen benutzen dürfen. Mitte März erklärte Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sodann bei der Vorstellung des Prototypen eines neuen Lufttaxi-Modells in Ingolstadt, dass er für den Betrieb solcher Fluggeräte schnell den Weg frei machen wolle. Aber damit nicht genug. Gut unterrichtete Kreise aus Berlin kolportieren, dass Andreas Scheuer bereits am nächsten Coup arbeitet: der Abschaffung des Gravitationsgesetzes. … Lesen Sie mehr ›
The Long View – Der Hintergrund Cyberrisiken spielen angesichts der Digitalisierung eine immer größere Rolle. Für die Versicherer bedeutet das eine Chance – nicht nur für eine neue Deckung. Sie haben hier die Möglichkeit, sich als Problemlöser zu positionieren und ein ganzes neues Ökosystem selbst zu besetzen. Dafür brauchen sie ein gutes Verständnis der neuen Bedrohungslage. Wenn sich die Branche aber bei der Deckung von Unternehmen im Onlinehandel oder der Softwareentwicklung weiter zurückhält, geben die Versicherer Gestaltungsspielraum ab. … Lesen Sie mehr ›
Leute – Aktuelle Personalien Stefan Lohmöller (Bild) wechselt von der Allianz zum Münchener Start-up Birkle IT AG. Lohmöller ist aktuell Ressortbereichsleiter bei der Allianz Deutschland. Bei Birkle soll er sich um Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Robotics mit dem Schwerpunkt Versicherungsgesellschaften kümmern. Außerdem: Der Vermögensverwalter der Allianz, Allianz Global Investors, bekommt eine neue Leiterin für das wichtige Europageschäft. Die Neue heißt Barbara Rupf Bee und kommt von der Schweizer Bank UBS. Sie verantwortet ab Mitte Mai den Vertrieb in der EMEA-Region. Sie ersetzt Tobias Pross, der die Stelle seit seiner Beförderung zum globalen Vertriebschef interimistisch verantwortet hatte. Außerdem: Die Axa […] … Lesen Sie mehr ›
Die Finanzaufsicht BaFin will die Überprüfung von Vorständen und künftigen Vorständen deutlich verschärfen. Schon jetzt führt die Aufsichtsbehörde einen so genannten „Fit & Proper“-Test durch. Dabei prüft sie die fachliche Eignung und Zuverlässigkeit für „Personen in Schlüsselfunktionen“. Künftig werden dafür auch die körperliche Fitness und der allgemeine Lebenswandel herangezogen, außerdem soll die Überprüfung permanent auch für Manager gelten, die schon Vorstandspositionen innehalten. Das geht aus einem Geheimpapier der BaFin hervor. Dafür wendet die Aufsichtsbehörde unter ihrer neuen Digitalisierungsinitiative Techniken an, die in der Versicherungswirtschaft bekannt sind: Sie finden in Systemen wie Vitality oder bei Zahlungsstromanalysen Anwendung. Wenn Kontoauszüge und Kreditkartenbelege […] … Lesen Sie mehr ›
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Bilanzpressekonferenz von Deutscher Familienversicherung und HUK-Coburg … Lesen Sie mehr ›
Der Bauspar- und Versicherungskonzern Wüstenrot & Württembergische hat 2018 bewusst eine Verschlechterung der Kostenquote hingenommen, um hohe Investitionen in die Digitalisierung zu finanzieren. Trotzdem stieg der Gewinn aus der Schaden- und Unfallversicherung, denn der Schadenaufwand entwickelte sich positiv. Der Gesamtgewinn ging allerdings zurück, weil das Unternehmen auf einen neuen Bilanzstandard umstellen musste. Konzernchef Jürgen Junker macht sich keine Sorgen wegen des Aktienkurses, der seit Anfang 2018 ein Drittel verloren hat. Der geplante Provisionsdeckel werde die Gesellschaft nicht besonders treffen, sei aber ordnungspolitisch falsch. … Lesen Sie mehr ›