Allgemein rss

Hui BU – das Versicherungsgespenst!

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Ein Gespenst geht um in Deutschland – es ist das Gespenst der Arbeitskraftabsicherung. Selten sind sich alle Akteure am Markt so einig wie bei diesem Thema: Ein Must-have. Für jeden. Und alle. Gebetsmühlenartig wiederholen dann Versicherer, Vertrieb, echte und selbsternannte Experten, Verbände und immer mehr auch Politiker das Mantra der Arbeitskraftabsicherung: Versicherungsnehmer aller Länder, versichert Euch! Doch wie es so ist mit Gespenstern, so manches lässt einen gruseln. Ein solches Schreckgespenst ist die fondsgebundene Berufsunfähigkeitsversicherung.

Herbert Fromme

Spiel mit dem Feuer

 Herbert Frommes Kolumne  Vor zwei Jahren wurde das Lebensversicherungsreformgesetz beschlossen. Es beschränkt die Beteiligung von Kunden an den Bewertungsreserven und begrenzt die Höhe der Abschlussprovision, die Lebensversicherer bilanziell ansetzen können. Aber immer noch versuchen eine Reihe von Versicherern, Maklern und Großvertrieben, die alten Provisionshöhen mit Macht zu erhalten. Die Berliner Finanzpolitiker beobachten das mit Interesse, eine Gesetzesverschärfung erscheint möglich. Die beteiligten Makler unterminieren das Grundprinzip ihres Berufsstands: dass sie im Kundeninteresse handeln und sich beim Abschluss einer Versicherung nicht von der Höhe der Provision leiten lassen dürfen.

Morgen & Morgen sieht PKV stabil

Die privaten Krankenversicherer kommen mit den erschwerten Marktbedingungen bislang ganz gut zurecht. Zu diesem Ergebnis kommt das Analysehaus Morgen & Morgen (M&M) in einem aktuellen Rating. M&M verweist darauf, dass die Unternehmen nach wie vor gut mit Eigenmitteln ausgestattet sind. Bei der Nettoverzinsung schlägt die schwierige Lage am Kapitalmarkt durch. Sie sank von 2011 bis 2015 von 4,1 Prozent auf 3,7 Prozent. Die Analyse basiert auf den Bilanzkennzahlen von 31 Unternehmen aus den vergangenen fünf Jahren.

Nürnberger feuert Schreiweis

 Leute – Aktuelle Personalien  Knall auf Fall trennt sich die Nürnberger von ihrem Vorstand Hans-Jörg Schreiweis. Er war unter anderem für das Rechnungswesen und die Kapitalanlagen zuständig. Gründe nannte der Versicherer nicht. Die Chemie habe nicht mehr gestimmt, hieß es in Branchenkreisen. Außerdem: David Richard Cibis ist neuer Produktchef beim Start-up Knip, der Online-Versicherer Oscar hat einen neuen Chief Medical Officer und die Baloise hat einen Leiter für die neue Abteilung Group Strategy and Digital Transformation gefunden.

Erste Versicherer setzen Blockchain ein

Ein Schlagwort zieht in der Versicherungswirtschaft derzeit Kreise: Blockchain und die revolutionären Möglichkeiten dieser Technologie. Tatsächlichen Einsatz findet das digitale Register, das vor allem mit der virtuellen Währung Bitcoin bekannt geworden ist, indes bisher noch selten. Doch Schritt für Schritt werden neue Anwendungen erdacht, bei denen Blockchain zum Einsatz kommt.

Versicherer fordern besseren Hochwasserschutz

Hausbesitzer unterschätzen die Gefahr von Überschwemmungen, warnt der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Zwei Drittel der Eigenheimbesitzer glauben, nie von einem Hochwasser betroffen zu sein, so das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des GDV. Mehr als 90 Prozent der Hausbesitzer fühlten sich bereits gegen Naturgefahren abgesichert. Zudem halten viele Elementarschadenversicherungen für zu teuer. Die Umfrageergebnisse teilte der Verband auf seiner Naturgefahrenkonferenz in Berlin mit. Die Versicherer fordern die Regierung zu besserer Vorsorge auf, wehren sich aber gegen eine allgemeine Versicherungspflicht, wie sie der Bund der Versicherten befürwortet.

Simplesurance kooperiert mit Huawei

Das Berliner Start-up Simplesurance hat mit dem chinesischen Smartphone-Hersteller Huawei eine Kooperation geschlossen. Im Online-Shop von Huawei bekommen Kunden ab sofort exklusiv Policen des Start-ups beim Kauf eines neuen Gerätes angeboten. Das Insurtech sieht die Partnerschaft als wichtigen Schritt für die geplante Asien-Expansion.

PKV: Persönliche Beratung für die digitale Generation

Versicherungsvermittler brauchen zurzeit keine Angst zu haben, in der privaten Vollversicherung viel Geschäft an Konkurrenz im Netz zu verlieren. Nach einer Untersuchung des Marktforschungsinstituts YouGov informieren sich jüngere internetaffine Kunden zwar online, für den Abschluss einer privaten Krankenversicherung wünschen sie aber den persönlichen Kontakt. Vermittler und Versicherer sind dennoch gut beraten, sich besser auf die Kommunikationsbedürfnisse dieser Kunden einzustellen und ihnen passende Angebote zu machen, sagte Holger Geißler, Sprecher und Forschungsleiter von YouGov, auf dem PKV-Forum der Continentale in Köln. Dazu zählt er etwa die Beratung per Skype.

Vermittler verdrängen Pflegebedarf

Private Pflegezusatzversicherungen verkaufen sich nach wie vor eher schleppend. Die Marktdurchdringung in diesem Segment beträgt gerade einmal vier Prozent. Nach Einschätzung von MLP-Vorstand Manfred Bauer trägt eine „doppelte Verdrängung“ zu dieser Situation bei: Nicht nur die Kunden scheuen davor zurück, sich mit einer möglichen Pflegebedürftigkeit auseinanderzusetzen. Auch viele Vermittler widmen sich lieber anderen, angenehmeren Themen, sagte Bauer auf dem PKV-Forum der Continentale in Köln.

Versicherern droht Bedeutungsverlust

Schon seit einigen Jahren wachsen die Prämieneinnahmen nicht mehr so schnell wie das Bruttoinlandsprodukt. Das ist ein gefährliches Zeichen, sagte XL Group-Chef Mike McGavick (Bild) auf einer Podiumsdiskussion beim Rückversicherungstreffen in Monte Carlo. Sein Argument: Weil die Branche zu wenige Lösungen für die Versicherung neuer Risiken bietet, verliert sie an Relevanz für die Kunden. Die Versicherungswirtschaft läuft Gefahr, von neuen Konkurrenten überholt zu werden. Auch wenn Google nicht in den Markt eintreten sollte, werden andere Herausforderer kommen, sagte Nick Leeder, Managing Director von Google Frankreich.

Allianz will stärkere Regulierung von Drohnen

Der Allianz-Industrieversicherer AGCS will, dass der Einsatz von Drohnen stärker reglementiert wird. Der Einsatz von unbemannten Fluggeräten wird sich in den nächsten zehn Jahren massiv erhöhen, erwartet der Versicherer. Das bedeutet auch steigende Risiken, etwa für den Flugverkehr. Die Versicherung von Drohnen könnte sich deshalb zu einem Wachstumsmarkt entwickeln. Weltweit hält der Versicherer bis 2020 ein Prämienvolumen von bis zu 1 Mrd. Dollar für denkbar.

Swiss Re hofft auf die Trendwende

Die Preise in der Rückversicherungsbranche sinken schon seit Jahren. Nach Meinung der meisten Experten wird sich daran so schnell auch nichts ändern. Der zweitgrößte Rückversicherer Swiss Re ist da anderer Ansicht. Er glaubt fest daran, dass sich die Preise in den kommenden zwölf Monaten stabilisieren werden. Diese Hoffnung hatte das Unternehmen allerdings schon im vergangenen Jahr geäußert, ohne dass sie sich bewahrheitet hätte. Zudem hantiert der Rückversicherer mit neuen Technologien, die ihm selbst nicht ganz geheuer sind.

Wallin: Irrweg Industrieversicherung

Wegen sinkender Preise wird die traditionelle Rückversicherung bei manchen Anbietern zunehmend unbeliebter. Viele Rückversicherer forcieren deshalb die Industrieversicherung. Der Weltmarktdritte Hannover Rück hält das nicht für die richtige Strategie. Bei der Versicherung großer Industrieunternehmen gebe es ähnliche Probleme wie in der Rückversicherung, sagte Konzernchef Ulrich Wallin beim Branchentreffen in Monte Carlo. Die Talanx-Tochter will stattdessen mit der Rückversicherung von Cyberrisken, der amerikanischen Sachrückversicherung, im Kredit- und Kautionsgeschäft und mit Lösungen zur Entlastung der Erstversicherer bei Solvency II wachsen.

WordPress Cookie-Hinweis von Real Cookie Banner