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Buberl präsentiert gutes Abschluss-Geschäftsjahr

Die Axa Deutschland hat 2015 – dem letzten vollen Vorstandsjahr von Thomas Buberl – sowohl den Umsatz als auch das operative Ergebnis verbessert. Der Gewinn des Kölner Versicherers ging nach einem außergewöhnlich guten Vorjahresergebnis dagegen leicht zurück. Die Axa legte vor allem in der Schaden- und Unfallversicherung zu. Auch die Spezialsegmente Ärzte/Heilwesen und Öffentlicher Dienst entwickelten sich positiv. Während die Krankenversicherung ebenfalls einen Zuwachs bei den Beitragseinnahmen verzeichnete, gab es in der Lebensversicherung einen Rückgang.

De Castries: „Axa war nie gewöhnlich“

Thomas Buberl wird ab 1. September die Axa-Gruppe leiten. Henri de Castries geht früher als erwartet in den Ruhestand. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor sprachen beide über die Berufung eines Deutschen an die Spitze des französischen Konzerns, die anstehenden Aufgaben für den neuen Chef und die Rolle, die Axa bei der Konsolidierung der Branche spielen soll.

PKV in schwierigem Spagat

 Medienanalyse  Die privaten Krankenversicherer (PKV), insbesondere die DKV, sorgten im März mit teilweise drastischen Beitragserhöhungen in der Vollversicherung für negative Schlagzeilen. In der Berichterstattung wird deutlich, dass der Kostenapparat im Gesundheitswesen nicht der einzige Grund dafür ist, dass Privatpatienten für ihren Versicherungsschutz immer tiefer in die Tasche greifen müssen. Der neue Sündenbock der PKV heißt Mario Draghi: Seine Europäische Zentralbank (EZB) drückt die Zinsen auf ungekannte Tiefststände und schädigt damit nicht nur das gesamte Geschäftsmodell der Lebensversicherer nachhaltig, sondern in zunehmendem Maße auch das der PKV.

Axa: Buberl will Strategie am 21. Juni vorstellen

Am Montag hat der scheidende Axa-Chef Henri de Castries seinen Nachfolger Thomas Buberl offiziell der Öffentlichkeit präsentiert. Der Stolz, es an die Spitze eines der größten Versicherungskonzerne der Welt geschafft zu haben, ist Buberl anzusehen. Die Sanierung des Deutschlandgeschäfts sieht er noch nicht als abgeschlossen an, seine Strategie für den Gesamtkonzern will er am 21. Juni vorstellen.

Transportversicherer vor großen Risiken

Der Industrieversicherer Allianz Global Corporate & Specialty macht sich Sorgen um die Sicherheit der Schifffahrt. Die Totalverluste von großen Schiffen sind im vergangenen Jahr zwar wieder zurückgegangen, aber das ist kein Grund für Entwarnung, so das Unternehmen. Die schwierige finanzielle Lage vieler Reedereien wirkt sich auf die Instandhaltung von Frachtern aus. Dazu kommen Cyber-Risiken, schwere Stürme und die schwierige Bergung der immer größeren Schiffe. Die Branche müsse sich auf mögliche Schäden von mehr als 1 Mrd. Dollar einstellen.

Talanx erhöht Gewinnprognose

Der Hannoveraner Talanx-Konzern hat seine Gewinnprognose für 2016 angehoben. Der Versicherer rechnet jetzt damit, 750 Mio. Euro zu verdienen. Bislang hatte er „über 700 Mio. Euro“ als Gewinnziel genannt. Vorstandschef Herbert Haas setzt auf weiteres Wachstum aus dem Privat- und Geschäftskundengeschäft im Ausland, die vollzogene Sanierung in der Industrieversicherung und weiterhin gute Zahlen des Rückversicherers Hannover Rück. Im Privatkundengeschäft in Deutschland sollen 2016 zusätzlich zu den 600 Stellen aus der Beschäftigungsgesellschaft weitere Stellen in der Vertriebsgesellschaft wegfallen. Die Zahl will das Unternehmen Mitte des Jahres nennen.

Wegfall von Kartellrechts-Ausnahmen droht

Beim Austausch von Informationen zur Kalkulation von Risiken und bei der gemeinsamen Versicherung von Großrisiken waren Versicherer bisher von der Anwendung des Kartellrechts befreit. Ermöglicht hat das eine sogenannte Gruppenfreistellungsverordnung. Nun hat die EU-Kommission signalisiert, dass sie die Verordnung zum 31. März 2017 auslaufen lassen möchte. Sie hält die Zusammenarbeit der Versicherer bei Informationen und Mitversicherung zwar für sinnvoll. Dazu ist aber nach Ansicht der Kommission keine gesonderte Ausnahme vom Kartellrecht mehr nötig. Der GDV kritisiert den Vorschlag der EU-Kommission.

Rollinger wird R+V-Chef

 Leute – Aktuelle Personalien  Der zur genossenschaftlichen Finanzgruppe gehörende Versicherer R+V bekommt einen neuen Vorstandschef. Für die Nachfolge von Friedrich Caspers hat sich ein interner Kandidat durchgesetzt: Schaden- Unfallchef Norbert Rollinger wird ab 1. Januar die Geschicke des Unternehmens leiten. Ob der studierte Jurist und Betriebswirt erfolgreich sein wird, hängt unter anderem davon ab, wie er mit den Eignern der R+V, den Genossenschaftsbanken, zurechtkommt.

Kfz-Unfälle: Rechtsschutzversicherung unverzichtbar

 Legal Eye – Die Rechtskolumne:  Bei unklarer Sachlage neigen Kfz-Haftpflichtversicherer dazu, Ansprüche von Unfallgeschädigten vorschnell abzulehnen. Die Hoffnung, dass Geschädigte dann Abstand von einer weiteren Verfolgung ihrer Ansprüche nehmen, geht oft auf. Denn viele scheuen wegen der hohen Kosten den Gang vor Gericht, um die Frage nach der Unfallschuld und der Schadenhöhe zu klären. Um nicht in diese Falle zu laufen, ist der Abschluss einer Verkehrsrechtsschutzversicherung ratsam.

Thomas Buberl wird Welt-Chef der Axa

 Leute – Aktuelle Personalien  Der bisherige Chef der Axa Deutschland, Thomas Buberl, wird ab 1. September 2016 den globalen Axa-Konzern leiten. Das teilte das Pariser Unternehmen am Montag mit. Buberl folgt auf Henri de Castries, der dann in den Ruhestand geht – zwei Jahre eher als erwartet. Die Axa trennt künftig die Funktionen des Vorstandsvorsitzenden (CEO) und des Verwaltungsratspräsidenten (Chairman). Buberl wird CEO, Chairman wird Denis Duverne, bislang Finanzchef und stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Buberl arbeitet seit Montag als stellvertretender CEO in der Pariser Zentrale. Seine Funktion an der Spitze der deutschen Axa wird vorübergehend Finanzchef Etienne Bouas-Laurent wahrnehmen.

Viele Baustellen und ein Osterfest

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Bilanzpressekonferenzen bei Talanx und Baloise. Willis Towers Watson analysiert die Pensionsverpflichtungen der DAX-Konzerne.

Allianz Real Estate: Vorsicht vor der Immobilienblase

Investitionen in schicke Immobilien in angesagten Metropolen könnten für Versicherer ein Ausweg aus der Niedrigzinsfalle sein. Allerdings ist der Wettbewerb hoch, die Konkurrenz global und das Angebot in Europa begrenzt, warnt François Trausch, Vorsitzender der Geschäftsführung bei der Allianz Real Estate, im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Junge digital operierende Start-ups machen der Assekuranz auch in diesem Geschäftsbereich Konkurrenz. Trausch fürchtet diese Wettbewerber jedoch noch nicht. Im Moment könnten etablierte Gesellschaften viel von den Newcomern lernen.

Doppelspitze aus Donnet und Minali führt Generali

Die Spekulationen aus der vergangenen Woche haben sich bewahrheitet: Italien-Chef Philippe Donnet wird künftig den Versicherer Generali führen, ihm zur Seite steht Finanzchef Alberto Minali als Generaldirektor. Donnet ersetzt Mario Greco, der zum Konkurrenten Zurich gewechselt ist. Der von Greco bei der Generali eingeleitete Großumbau scheint erste Früchte zu tragen: Das Unternehmen verbuchte ein ordentliches Gewinnplus und will den Aktionären eine höhere Dividende zahlen.

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