An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Verbraucherschützer und Check24 – Großes Theater
Kommentare
Insurtechs: Digitaler Weckruf für Versicherer
Meinung am Mittwoch Versicherer und Investoren setzen zunehmend auf Insurtechs und Technologie-Start-ups. Zwischen 2010 und 2016 hat sich ihre Zahl verdoppelt. Aber bislang stellen die neuen Unternehmen noch keine große Gefahr für die etablierten Anbieter dar. Nur wenige wagen den großen Wurf und werden selbst Risikoträger. Die Versicherer sollten sich aber nicht darauf verlassen, dass das so bleibt. Denn das Potenzial für digitale Disruption wächst massiv. Die Versicherer müssen ihren Vorsprung nutzen und ihre Transformation beschleunigen.
IDD: Nicht übers Ziel hinausschießen
Legal Eye – Die Rechtskolumne Am Mittwoch wird eine öffentliche Anhörung des Wirtschaftsausschusses zum deutschen IDD-Umsetzungsgesetz stattfinden. Im Mittelpunkt werden voraussichtlich die zuletzt zwischen Bundesrat und Bundesregierung diskutierten Aspekte stehen, also das Honorarverbot für Vermittler im Privatkundengeschäft, das Provisionsabgabeverbot und der produktakzessorische Ausschließlichkeitsvermittler. Es sollte bei dieser möglicherweise letzten Gelegenheit vor der Gesetzesverabschiedung aber auch geklärt werden, welche Mitarbeiter der Versicherungsunternehmen künftig dem Vertrieb zuzuordnen sein werden. Die derzeit vorgesehene Regelung geht erheblich über die Mindestanforderungen der IDD hinaus und würde die deutschen Versicherer unangemessen belasten.
Berliner Politik im Fokus
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Nahles-Rente, IDD-Richtlinie, Provinzial Nordwest, Gothaer, Ergo
Solvency-Quoten: Mehr Transparenz nötig
Herbert Frommes Kolumne Jetzt ist es passiert. Fast alle deutschen Versicherer haben am 22. Mai 2017 ihre ersten Solvenzberichte vorgelegt. Die öffentliche Wirkung ist bislang überschaubar. Davon sollte sich niemand täuschen lassen: Die Berichte werden ihre Wirkung entfalten, und sie wird nicht in jedem Fall schön sein für die betroffenen Unternehmen. Klar ist schon jetzt, dass viele Versicherer ihre Berichte künftig nutzerfreundlicher gestalten müssen, wenn sie verhindern wollen, dass ihre Daten falsch interpretiert werden. Klar ist auch, dass Anbieter mit guten Werten mit ihrer Finanzstärke werben und solche mit schlechteren Zahlen unter Druck setzen.
Gothaer-Drohne sucht Bambi
Nachschlag – Der aktuelle Kommentar Drohnen retten niedliche Rehkitze vor dem sicheren Tod! Um den Verkauf ihrer Drohnen-Versicherung anzukurbeln, demonstriert die Kölner Gothaer angebliche Einsatzmöglichkeiten der Fluggeräte. Getreu dem Motto „Tiere gehen immer“ setzt der Konzern die unbemannten Fluggeräte bei einer Live-Rettungsaktion im Oberbergischen medienwirksam in Szene. Mit Erfolg: Die Presse rückt neugierig an und fiebert mit beim inszenierten Wildretter-Laienspiel.
Lohrmanns Verunsicherung CXCV
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Vermittlerrichtlinie IDD – Die süßen Träume des BVK-Präsidenten Michael H. Heinz
Branche muss sich an Extremwetter anpassen
Meinung am Mittwoch Sogenannte stationäre Wetterlagen, die für langhaltende Unwetter- oder Hitzeperioden sorgen, treten immer häufiger auf. Vieles spricht dafür, dass das eine Folge des Klimawandels ist. Wir werden uns an diese Wetterereignisse anpassen müssen, um Schäden zu vermeiden oder wenigstens zu vermindern. Gleichzeitig wird es auch immer wichtiger, dass sich die Menschen gegen finanzielle Verluste aus extremen Wetterereignissen versichern.
Vertragsrecht hemmt digitalen Binnenmarkt
Legal Eye – Die Rechtskolumne Es gibt zahlreiche Bemühungen des europäischen Gesetzgebers, einen digitalen Binnenmarkt auch im Finanzdienstleistungssektor zu etablieren. Dabei darf jedoch nicht aus den Augen verloren werden, dass ein solcher Markt nur dann erfolgreich implementiert werden kann, wenn die Rahmenbedingungen so ausgestaltet sind, dass ein grenzüberschreitendes Angebot beziehungsweise eine grenzüberschreitende Nachfrage attraktiv ist. Ein wesentliches Hindernis ist hierbei das internationale Versicherungsvertragsrecht.
Probleme und Lichtblicke
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Veröffentlichung der Solvency II-Berichte, Pressegespräch der Allianz Leben, Jahresbericht des Versicherungsombudsmanns und Rückversicherungs-Symposium
Kooperationswille dringend benötigt
Herbert Frommes Kolumne Es dringt wenig nach außen, die meisten Verhandlungen bleiben unter dem Radar der öffentlichen Wahrnehmung. Aber zwischen vielen Versicherern gibt es Gespräche über alle möglichen Formen der Kooperation. Das gab es zwar schon öfter, meistens waren die Ergebnisse aber mager. Das könnte in dieser Runde anders sein – wenn sich die Gesellschaften trauen. Es gibt erste Ergebnisse, zum Beispiel das Vergleichsportal KV Fux von Concordia, Debeka und HUK-Coburg. Doch viele Vorstände zögern.
Lohrmanns Verunsicherung CXCIV
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Veröffentlichung der Solvency II-Berichte – Der GDV verordnet Entspannungsübung.
Dünnes Eis
The Long View – Der Hintergrund Ende April füllte ein Urteil des Amtsgerichts Potsdam die Schlagzeilen. Die Richter hatten eine Prämienanpassung der Axa Krankenversicherung wegen einer angeblich fehlenden Unabhängigkeit des mathematischen Treuhänders für unwirksam erklärt. Meiner Meinung nach wurde über das Urteil in wesentlichen Punkten fehlerhaft berichtet. In dem Fall selbst kollidieren die Individual- mit den Kollektivinteressen des Verbraucherschutzes.
Solvency II-Berichte: Und sie sind doch vergleichbar!
The Long View – Der Hintergrund Am kommenden Montag steht die erstmalige Veröffentlichung der Solvency II-Berichte an. Im Vorfeld haben viele Versicherer, die Finanzaufsicht BaFin und die Aktuare bereits lautstark vor einem Vergleich der Berichte gewarnt. Dafür seien die Berechnungsmethoden und damit die Ergebnisse zu unterschiedlich, so die Warnung. Diese Herangehensweise ist falsch. Vergleiche von Solvency II-Berichten werden zwar nicht perfekt sein, aber sie stellen den Versuch dar, den größten Gläubigern der Versicherungsindustrie – den Versicherungsnehmern – eine Vorstellung davon zu geben, wie es um ihr Geld steht.
Care Ethik – Heilplan für die Führungsschwäche
Meinung am Mittwoch Bei vielen Führungskräften dominiert der Schein das Sein. Waschbrettbauch, Golfspielen, Marathonlaufen, Prädikatsexamen, Trophy-Frauchen mit drei bis fünf Kindern, Sportwagen und eine Allüren-fähige Persönlichkeit können schlechte Menschenkenntnis und Kommunikationsfähigkeit, ungenügendes Geschick, Krisen zu meistern, fehlende Teamfähigkeit und mangelnde Sozialkompetenz aber nicht kompensieren. Manager, die wirklich authentisch führen wollen, sollten sich die Lehren von Professor Gareth Jones zu Herzen nehmen.













