Meinung am Mittwoch Viele Krankenhäuser in Deutschland arbeiten noch mit Papierformularen. Das ist nicht nur für die Patienten lästig, sondern auch für die Mitarbeiter. Beschäftigte im Pflegedienst in Akutkrankenhäusern verbringen über 30 Prozent ihrer Tätigkeit mit Verwaltungsaufgaben. Um dem Fachkräftemangel und der Bürokratie in der Pflege zu begegnen, brauchen wir in den Krankenhäusern mehr digitale Systeme und künstliche Intelligenz. So bleibt mehr Zeit für die Arbeit am Menschen.
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So werden Versicherer zukunftsfähig
The Long View – Der Hintergrund Viele Versicherer haben in den vergangenen Jahren zu wenig getan, um sich für Herausforderungen zu wappnen. Neue Technologien wie die Cloud oder der Einsatz künstlicher Intelligenz bieten ein riesiges Geschäftspotenzial für neue Geschäftsmodelle. Wenn die hiesige Branche nicht rasch umdenkt, wird sie von der Konkurrenz aus Übersee und Asien oder von den digitalen Newcomern aus dem Inland überholt.
Wie Eiopa den Run-off sieht
Legal Eye – Die Rechtskolumne In Deutschland kommt der Run-off-Markt in der Lebensversicherung gerade richtig in Fahrt. Nach der Zurich hat sich auch die Axa entschieden, Bestände an einen Abwickler weiterzugeben. Deshalb lohnt sich ein Blick in das Supervisory Statement, das die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa Ende Mai zur Beaufsichtigung von Run-off-Versicherern veröffentlicht hat. Es ist ein guter Anfang zu einer einheitlichen Aufsicht über solche Unternehmen, lässt aber auch noch einige Fragen offen.
Keine Sommerpause
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Run-off in der Lebensversicherung und eine Studie zu weltweiten Schäden in der Industrieversicherung von AGCS
Die Inflation zeigt Zähne
Herbert Frommes Kolumne Am Donnerstag verloren die Aktien britischer Autoversicherer heftig. Anlass war die Analyse des Versicherers Sabre, dass er in diesem Jahr rund zwölf Prozent mehr für Schäden ausgeben muss. Die Sabre-Aktie rauschte 40 Prozent nach unten. Anleger reagieren so heftig auf Meldungen über die Schadeninflation, weil das Phänomen in der jüngsten Vergangenheit kaum eine Rolle spielte. Doch jetzt werden die Preissteigerungen für die Schaden- und Unfallversicherer ein echtes Problem. Für sie wird entscheidend sein, ob sie mit Prämienerhöhungen gegensteuern können.
Lohrmanns Verunsicherung: Bhutan oder Eifel?
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Wenn Funklöcher gesucht werden
Homeoffice: Zeitenwende im Krisenmodus?
Meinung am Mittwoch Die Versicherungsbranche muss sich auf die neuen Gegebenheiten und Wünsche der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen. Gerade vor dem drohenden Corona-Herbst gilt es, die Arbeitsabläufe erneut zu überdenken und sich Konzepte zu überlegen, wie man Homeoffice dauerhaft und sinnvoll in die Unternehmenskultur integrieren kann. Dies muss jedoch schneller geschehen. Nicht nur aufgrund der Pandemie, sondern insbesondere im Hinblick auf die Gewinnung neuer, talentierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Der etwas andere Immobilienboom
Nachschlag – Der aktuelle Kommentar Immobilien sind aktuell in aller Munde. In der Versicherungsbranche geht es dabei normalerweise um Investitionen in Gebäudekomplexe und vielleicht noch um Elementarschadenpolicen. Doch in der vergangenen Woche spielten Immobilien in einem ganz anderen Zusammenhang eine Rolle. Bei gleich mehreren Unternehmen aus der Branche standen schöne Gebäude im Fokus.
Stümperhafte Kommunikation bei Blau Direkt
Nachschlag – Der aktuelle Kommentar Was die Gründer von Blau Direkt genau vorhaben, wissen sie vielleicht selbst noch nicht. Als Tatsache steht fest: Sie verkaufen die Mehrheit an dem Maklerpool an den US-Investor Warburg Pincus. Über Kaufpreis, künftige Struktur und internationale Zukunftspläne gibt es nur vage Andeutungen. Das Kommunikationsverhalten des Unternehmens ist eine Katastrophe, es schadet seiner Zukunft.
Cyber: Neue EU-Regeln erhöhen Haftungsrisiko
Legal Eye – Die Rechtskolumne Die EU ergreift Maßnahmen zur Bewältigung der Herausforderungen im Bereich der Cybersicherheit. Die Vorschriften für das Cyber-Risikomanagement, die Melde- und Berichtspflichten sowie Sanktionen bei Verstößen werden sich in Europa bald erheblich ändern. EU-Gremien haben sich kürzlich auf eine Novelle der Richtlinie über die Netzwerk- und Informationssicherheit (NIS) verständigt. Vielen Unternehmen ist vermutlich nicht bewusst, dass dies weitreichende Konsequenzen für sie haben kann – einschließlich der persönlichen Haftung ihrer Unternehmensleiter.
Immobilien und Run-off
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: EY-Analyse zu Immobilienanlagen der Versicherer und Run-off.
„It’s the IT, stupid“
Herbert Frommes Kolumne Mit der Devise „It’s the economy, stupid” gewann Bill Clinton 1992 die Präsidentschaftswahl in den USA. „Es geht um die Wirtschaft, Dummkopf“, hatten die Wahlkampfstrategen ihm eingehämmert. Die Versicherungswirtschaft kann den leicht abgewandelten Spruch gut gebrauchen. Denn es stellt sich immer deutlicher heraus, dass der Zustand ihrer IT viele Unternehmen so quält, dass sie nicht handlungsfähig sind. Das zeigt sich aktuell in den Bewegungen im Run-off-Markt für Lebensversicherungsbestände.
Lohrmanns Verunsicherung: Oliver Bätes Zaubertricks
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: Allianz-Chef Oliver Bäte lässt den Elefanten verschwinden.
Wochenspot: Regulierung und Redesign
Wochenspot – der Podcast Einmal in der Woche gibt es den Versicherungsmonitor auch zum Hören. In dieser Ausgabe diskutieren Redakteurin Kaja Adchayan und Chefredakteurin Friederike Krieger über die Themen, die bei der jüngsten Versicherungsregulierungs-Konferenz des GDV aufgekommen sind. Sie sprechen über die Kritik des Bundesfinanzministeriums an einem Provisionsrichtwert, die Schwierigkeiten bei grünen Versicherungen und das neue Logo des Versichererverbands.
Elementarschutz muss zum Standard werden
The Long View – Der Hintergrund Spätestens die Sommerflut im vergangenen Jahr sollte den Menschen deutlich gemacht haben: Starkregen und Überschwemmungen können jeden treffen. Zwar sind die Abschlüsse von Policen gegen Elementarschäden nach Sturmtief „Bernd“ gestiegen. Trotzdem haben mehr als acht Millionen Hauseigentümer in Deutschland ihre Immobilien noch immer nicht gegen Extremwetter abgesichert. So ist es kaum verwunderlich, dass der Ruf nach einer Pflichtversicherung lauter wird. Das birgt aber auch Nachteile.














