Es wird scharf geschossen im Fall des implodierenden Finanzkonzerns Greensill. Die am Geschäftsmodell der Australier beteiligte Bank Credit Suisse will im Oktober vergangenen Jahres noch keine Hinweise darauf gesehen haben, dass der Versicherungsschutz für das Kreditausfallrisiko nicht verlängert wird. Aus Sicht des Geldhauses hätte Greensills Versicherungsmakler Marsh es warnen müssen. Die Bank steht stark unter Druck. Von Greensill im Stich gelassene Anleger könnten sie auf Schadenersatz verklagen, das könnte sehr teuer für die Schweizer werden. … Lesen Sie mehr ›
Die Grünen wollen den Provisionsvertrieb durch die Honorarberatung ersetzen und die Riester-Rente zugunsten eines staatlich verwalteten Bürgerfonds abschaffen. Das zeigt das vorläufige Programm zur Bundestagswahl, das Mitte Juni beschlossen werden soll. Die gesetzliche Rentenversicherung soll stabilisiert und schrittweise auf alle Bürger ausgedehnt werden. In der Kranken- und Pflegeversicherung soll es ebenfalls eine Bürgerversicherung geben. … Lesen Sie mehr ›
Als „saugut“ bezeichnete Stefan Knoll, Gründer und Chef der Deutschen Familienversicherung (DFV), die bisherige Geschäftsentwicklung in diesem Jahr. Das Unternehmen konnte seit Januar im Schnitt 1.800 Verträge pro Tag hinzugewinnen. Der Zeitplan für die Expansion nach Österreich und die Einführung eines Kombiprodukts steht, betonte Knoll bei der Präsentation der finalen Geschäftszahlen für 2020. Die im Januar veröffentlichten vorläufigen Zahlen bestätigte das Unternehmen, aufgrund einer Rückstellung rutschte die DFV allerdings tiefer in die roten Zahlen als bisher bekannt. … Lesen Sie mehr ›
Cyberversicherungen können dabei helfen, die verbesserungswürdige IT-Sicherheit im deutschen Mittelstand zu stärken. Es braucht aber auch bessere Rahmenbedingungen. Das zeigte eine virtuelle Diskussion zwischen dem FDP-Fachpolitiker Manuel Höferlin und GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Höferlin machte sich für eine umfassende Verschlüsselung des Datenverkehrs stark und forderte einen aktiveren Umgang mit IT-Schwachstellen. Das IT-Sicherheitsgesetz 2.0 bezeichnete er als Einbahnstraße. … Lesen Sie mehr ›
Der Klimawandel ist da, das ist nicht mehr wegzureden. Die Wirtschaft spielt eine große Rolle dabei, die Folgen so gut wie möglich abzuschwächen. Deshalb sollen Unternehmen nachhaltiger werden, hat die EU beschlossen. Die entsprechende Verordnung, um das zu erreichen, die Taxonomie, trifft insbesondere Versicherer, sagten Experten bei einer Veranstaltung der Kanzlei Taylor Wessing. Nicht nur auf der Investitionsseite werden Erst- und Rückversicherer künftig genauer hinsehen müssen, auch auf der Versicherungsseite bis hin zur Produktentwicklung. … Lesen Sie mehr ›
Nach Ansicht des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) werden noch immer zu viele Wohngebäude in überschwemmungsgefährdeten Gebieten gebaut. Obwohl sich Wetterextreme wie Überschwemmungen, Starkregen oder Hagel in Deutschland häuften, habe es bislang keine Anpassung der Raumordnung und der Bauplanung gegeben. Nur mit Änderungen des Baurechts könnten die künftigen volkswirtschaftlichen Schäden durch Klimaänderungen und Extremwetterereignisse verringert werden, betont der Verband. … Lesen Sie mehr ›
Die Allianz in Australien hat einen lange laufenden Streit mit der dortigen Aufsicht beigelegt. Die Aufseher der Australian Prudential Regulation Authority hatten der Allianz Australien Mängel beim Risikomanagement und schlechte Compliance-Prozesse vorgeworfen. Im Rahmen der Einigung gestand die Allianz die Fehler ein und gelobte Besserung. Damit sind aber noch nicht alle Probleme der Allianz in Down Under behoben. Ein Prozess wegen falscher Versprechungen in der Reiseversicherung ist noch offen, daneben laufen zwei Sammelklagen. … Lesen Sie mehr ›
Die Corona-Krise stürzt viele Unternehmen in eine tiefe Krise. Weil sich damit die Ratings ihrer Anleihen verschlechtern, kann das auch für Versicherer zu einem Problem werden, die viele der Papiere in ihren Büchern haben. Versicherungsaufseher Frank Grund erwartet, dass sich die Pandemie 2021 deutlich stärker auf die Kapitalanlagen der Versicherer auswirken wird als 2020. Im Interview mit dem hauseigenen BaFin-Journal kündigte er zudem an, die digitalen Transformationsprozesse der Versicherer und Provisionszahlungen unter die Lupe nehmen zu wollen. Zudem verteidigt er die höheren Kapitalanforderungen an Insurtechs. … Lesen Sie mehr ›
In den vergangenen Monaten haben sich Havarien von großen Frachtern gehäuft, bei denen zahlreiche Container über Bord gegangen sind. Von November bis März sind so mehr als 3.000 Stahlboxen verlorengegangen, deutlich mehr als im üblichen Jahresschnitt. Für die Versicherer ist das teuer. Der Versichererverband GDV schätzt den Schaden auf 150 Mio. Euro. Er warnt aber auch vor den Umweltschäden durch über Bord gegangene Ladung. Sie kann Gefahrgut aber auch kleine Plastikteile enthalten, die für die Tierwelt gefährlich sind. … Lesen Sie mehr ›
Drei von der Düsseldorfer Rechtsanwaltskanzlei Wilhelm vor Gericht vertretene Gastronomiebetreiber haben Anspruch auf Leistungen aus ihrer Betriebsschließungsversicherung (BSV), die sie bei der Württembergischen abgeschlossen haben. Das Landgericht Stuttgart hat die Versicherungsbedingungen als intransparent bewertet. Das Corona-Virus ist nach Ansicht der Richter damit mitversichert, und zwar auch bei Teilschließungen wie in den drei vorliegenden Fällen. Insgesamt geht es um knapp 290.000 Euro. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. … Lesen Sie mehr ›
Die Deutsche Aktuarvereinigung und ihre Schwestervereinigung Institut der Versicherungsmathematischen Sachverständigen für Altersversorgung fordern die Politik auf, sich in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) von der 100-prozentigen Beitragserhaltsgarantie zu verabschieden. Ohne Reform droht der in der bAV verbreitete Beitragszusage mit Mindestleistung das Aus. Ohne eine Absenkung der Garantieleistung könnten Direktversicherungen, Pensionskassen und Pensionsfonds die Verträge spätestens ab 2022 nicht mehr anbieten, warnen sie. … Lesen Sie mehr ›
Der deutsche Energieerzeuger RWE hat künftig offenbar weniger Auswahl beim Einkauf seines Versicherungsschutzes. Nach einem Bericht der Agentur Bloomberg will die französische Axa keine Risiken des Unternehmens mehr decken, weil RWE für ihren Geschmack zu stark auf Kohle setzt. Die Unternehmen bestätigten den Bericht nicht, ein klares Dementi gab es aber auch nicht. Klimaaktivisten begrüßen den Vorgang. … Lesen Sie mehr ›
Weltweit wächst der Druck auf die Versicherungswirtschaft, Nachhaltigkeit endlich zur Priorität zu machen. Die Zeit drängt, denn der Klimawandel schreitet voran. Die nationalen Aufsichtsbehörden nehmen das Thema ernst und sprechen sich für Vorgaben zum Umgang mit Klimarisiken aus. Sie fordern unter anderem eine umfassendere Offenlegung von klimabezogenen Risiken. Die Ratingagentur Moody’s unterstützt das Vorhaben. Versicherer könnten so Klimarisiken bewerten und ihr Risikomanagement verbessern. … Lesen Sie mehr ›