Nach dem Wirtschafts- und Währungsausschuss hat sich auch das EU-Parlament insgesamt für eine Offenlegung von Provisionen und anderen Kosten bei der Novelle der Vermittlerrichtlinie IMD2 ausgesprochen. Der GDV mag das nicht glauben – und gibt sich betont gelassen.
Aufsicht & Regeln
Abwickler setzen auf Lebensversicherung
In der Sachversicherung ist der Run-Off durch Spezialanbieter schon akzeptiert. In der Lebensversicherung ist es noch nicht soweit. Das könnte sich bald ändern, erwartet Michael Sattler von der Heidelberger Leben. Das Unternehmen will sich als erste Abwicklungsplattform für Lebensverträge positionieren.
BaFin-Aufsicht über Vermittler nicht vom Tisch
Die Aufsicht über Versicherungsvermittler wird zunächst nicht Aufgabe der BaFin, obwohl genau diese Neuregelung in den Koalitionsverhandlungen diskutiert wurde. Aber das Thema ist nicht vom Tisch, betonen Koalitionspolitiker. Die Branchenverbände reagieren unterschiedlich: Während der VDVM bessere Kontrollen durch die BaFin fordert, fürchten andere, die Finanzaufsicht könnte zu drastisch eingreifen.
Versicherer müssen Beschwerden melden
Seit Beginn dieses Jahres fordert die Branchenaufsicht BaFin von Versicherern, ein internes Beschwerdemanagement zu haben und jährlich Bericht zu erstatten. Die Unternehmen mussten ihre Abläufe anpassen, denn sie funktionierten nicht so, wie es die BaFin verlangt. Verbraucherschützern ist die neue Verfügung noch zu lasch: Sie biete den Versicherern zu viele Schlupflöcher.
Wesselhoeft: „Die eigentliche Auseinandersetzung findet in Berlin statt“
Peter Wesselhoeft ist geschäftsführender Gesellschafter beim Hamburger Makler Gossler, Gobert & Wolters und Präsident des Verbands Deutscher Versicherungsmakler (VDVM). Mit dem Versicherungsmonitor spricht er über drohende Regulierung von Seiten der EU und der Bundesregierung, Problemfelder der Industrieversicherung und die Zukunft seines Berufsstandes.
Hufeld: Versicherer müssen aktiver werden
Der Versicherungsaufseher Felix Hufeld sieht großen Handlungsbedarf in der Lebensversicherung. Die Produkte müssten dringend zukunftsfähig gemacht werden, sagte er beim Versicherungstag der SZ. Zudem habe die Branche ein Kostenproblem im Vertrieb. Im August will die BaFin abfragen, ob die Versicherer auf Solvency II vorbereitet sind.
EU-Parlament einigt sich auf Provisionsoffenlegung
Der Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments hat sich auf einen Kompromiss zur Offenlegung von Provisionen der Lebensversicherer geeinigt. Das befürchtete Verbot von Provisionszahlungen ist auch hier vom Tisch, wie vorher schon bei der Mifid-Richtlinie. Aber: Alle Policen mit Investmentcharakter sollen analog zu Fonds und anderen Anlageprodukten behandelt werden. Das könnte die Offenlegung aller Provisionen bedeuten.
BaFin: Lebensversicherer müssen sich neu erfinden
Die Finanzaufsicht BaFin mischt sich in die Produktgestaltung der Lebensversicherer ein. Um die Niedrigzinsphase zu überstehen, sollten die Gesellschaften neue Policen jenseits der klassischen Verträge mit langlaufenden Garantien entwickeln, rät BaFin-Chefin Elke König. Zudem mahnt sie einen maßvollen Umgang mit der Überschussbeteiligung an.
MiFID strahlt auf Versicherer aus
Eigentlich sind fondsgebundene Policen von der Reform der EU-Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente ausgenommen. Über die EU-Vermittlerrichtlinie werden einzelne Teile dennoch für Versicherungsvermittler relevant.
Garantiezinssenkung trifft auch Bestandskunden
Für Neukunden ist die angedachte Senkung des Garantiezinses in der Lebensversicherung auf 1,25 Prozent eine schlechte Nachricht. Doch auch Bestandskunden, die das neue Allianz-Produkt „Perspektive“ abgeschlossen haben, müssten dadurch eine niedrigere Rentenleistung in Kauf nehmen, behauptet der Bund der Versicherten. Die Allianz sieht das anders.
Was 2013 wichtig war
Niedrigzinsen, gescheiterte Fusionen und überraschende Personalien – das Jahr 2013 hielt für die Versicherungsbranche einige spannende Nachrichten bereit. Hier sehen Sie unseren – subjektiven – Rückblick auf die Top-Themen des Jahres.
Regierungsbildung: Schwere Kost für Versicherer
Damit hatte die Versicherungswirtschaft nicht gerechnet. Die neue Zuständigkeit des Justizministeriums für Verbraucherangelegenheiten und die Ernennung des obersten Verbraucherschützers Gerd Billen zum Staatssekretär bedeuten schwere Kost für sie. Die Änderung der Kundenbeteiligung an den Bewertungsreserven dürfte jetzt kaum so glatt über die Bühne gehen wie von der Assekuranz erhofft.












