Die britische Aufsichtsbehörde Financial Conduct Authority droht Versicherern und Vermittlern mit „angemessenen aufsichtsrechtlichen Maßnahmen“, wenn sie nicht endlich dafür sorgen, dass Policen für die Kunden einen angemessenen Gegenwert haben. Dazu gehören ein Verbot von bestimmten Policen und Entschädigungen für Kunden. Anfang des Jahres hatte die Aufsicht dafür gesorgt, dass bestimmte Zusatzangebote für Autopolicen nicht mehr verkauft wurden. … Lesen Sie mehr ›
Die Regierung teilt die Einschätzung des Bundesrats nicht, dass die Erwartungen an das sogenannte Generationenkapital zur Entlastung der gesetzlichen Rentenversicherung zu optimistisch angesetzt sind. Die Pläne sehen vor, dass aus dem neuen kapitalgedeckten Baustein ab 2036 rund 10 Mrd. Euro im Jahr an die gesetzliche Rentenversicherung fließen. Der Bundesrat war zum Schluss gekommen, dass der Gesetzentwurf vom Juni zur generationengerechten Finanzierung nicht ausreicht. … Lesen Sie mehr ›
Legal Eye – Die Rechtskolumne Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat ein interessantes Urteil zur Insolvenzverschleppungshaftung und Beweisvereitelung durch Vernichtung verteidigungsrelevanter Unterlagen gefällt. Die Entscheidung liefert praktisches Anschauungsmaterial für die vielzähligen Fallstricke bei der gerichtlichen Durchsetzung von Organhaftungsansprüchen. Der beste materiell begründete Anspruch ist nichts wert, wenn er sich mangels Beweismaterial prozessual nicht (mehr) verfolgen lässt. … Lesen Sie mehr ›
Die Ratingagentur A.M. Best ist irritiert darüber, dass Deutschland als einzige der großen europäischen Volkswirtschaften noch keine staatlich gestützte Versicherungslösung für Extremwetterereignisse entwickelt hat. Es wären genügend Kapazitäten an den Kapitalmärkten und bei den Rückversicherern vorhanden, schreiben Angela Yeo und Morgane Hillebrandt von A.M. Best in einem aktuellen Kommentar. … Lesen Sie mehr ›
Künstliche Intelligenz (KI) kann Effizienzen in Prozessabläufen heben, große Datenmengen verarbeiten und Muster erkennen – sie soll aber künftig auch immer häufiger Entscheidungen treffen. Die BaFin hat pünktlich zum Inkrafttreten des EU-AI-Acts die Möglichkeit unfairer KI-Entscheidungen im Finanzdienstleistungsgewerbe beleuchtet. Im hauseigenen BaFin-Journal erklären Expertinnen und Experten, worauf es für Versicherer und Banken beim Einbeziehung von KI ins Tagesgeschäft ankommt. … Lesen Sie mehr ›
PROD, IDD, Consumer Duty – das sind nur einige der Regularien, die Industrieversicherer in Großbritannien beachten müssen. Diese Regelwerke überschneiden sich teilweise auch noch oder haben unterschiedliche Definitionen für verschiedene Kundengruppen. Weil das unnötig kompliziert ist, will die britische Finanzaufsicht FCA einige dieser Regeln überarbeiten und hat dafür ein Diskussionspapier veröffentlicht. … Lesen Sie mehr ›
Europäische Versicherer müssen sich derzeit vor allem mit hohen Marktrisiken auseinandersetzen, was an der Volatilität der Finanzmärkte und am Verfall der Immobilienpreise liegt. Das geht aus einem aktuellen Bericht der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa hervor. Für die nächsten zwölf Monate erwartet Eiopa außerdem, dass ESG-bezogene Risiken sowie Digitalisierungs- und Cyberrisiken zunehmen werden. … Lesen Sie mehr ›
Viele britische Lebensversicherer lagern die von Unternehmen übernommenen Pensionsverpflichtungen an Offshore-Rückversicherer mit Sitz in Bermuda oder den Cayman Islands aus. Die britische Finanzaufsicht PRA befürchtet hohe Risiken durch diese sogenannten Funded Re-Transaktionen und droht mit regulatorischen Maßnahmen. Die Ratingagentur S&P begrüßt ein Mehr an Kontrolle und glaubt nicht, dass es dem boomenden Geschäft mit Pensionsverpflichtungen einen Abbruch tun wird. … Lesen Sie mehr ›
Die Corona-Pandemie zieht immer noch weite Kreise in der Versicherungsbranche. In einer aktuellen Entscheidung hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) nun festgelegt, dass auch Ansprüche von Reisenden unter eine Insolvenzpolice fallen, die ihren Urlaub bereits vor der Pleite des Reiseveranstalters aufgrund von Corona abgesagt hatten. Das Urteil bezieht sich auf zwei Fälle, einen aus Belgien und einen aus Österreich, ist allerdings auch für alle anderen nationalen Gerichte in der EU bindend. … Lesen Sie mehr ›
Der global ausgerichtete Investor Sixth Street übernimmt den Run-off-Spezialisten Enstar zusammen mit anderen Investoren für 5,1 Mrd. Dollar (4,7 Mrd. Euro). Die Transaktion soll bis Mitte 2025 abgeschlossen sein, Enstar wird von einer börsennotierten Firma in ein Unternehmen in Privatbesitz umgewandelt. Am operativen Geschäft soll das nichts ändern, auch der Name Enstar bleibt erhalten. Enstar konnte seinen Gewinn im zweiten Quartal steigern. … Lesen Sie mehr ›
Die Fusion von Barmenia und Gothaer schreitet voran: Die Mitgliedervertreterversammlungen der beiden Versicherer haben den Verträgen für den geplanten Zusammenschluss zugestimmt, die Vorstände haben die Verträge unterzeichnet. Inzwischen steht auch fest, welchen Anteil die beiden Versicherungsvereine an der gemeinsamen Gesellschaft haben werden. Für die Belegschaften soll mit dem Tag des Zusammenschlusses eine dreijährige Beschäftigungsgarantie gelten. … Lesen Sie mehr ›
Die Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung (Aba) findet Vieles richtig am Referentenentwurf für ein neues Betriebsrentenstärkungsgesetz, den Bundesarbeits- und Bundesfinanzministerium vorgelegt haben. Sie vermisst aber den großen Wurf. Der Verbandsvorsitzende Georg Thurnes forderte, dass etwa die Regeln zur Förderung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) von Geringverdienern noch mehr gestärkt werden sollten. Aber dafür fehlt offensichtlich das nötige Kleingeld. … Lesen Sie mehr ›
Die Targo Lebensversicherung und die Targobank haben gemeinsam entschieden, wegen zu hoher Stornoquoten den Verkauf von drei Tarifen zum 19. Juli einzustellen. Der Versicherer mit Sitz in Hilden gehört zu HDI Deutschland und damit zur Talanx. Medienberichten zufolge soll die Finanzaufsicht BaFin Druck ausgeübt haben, nachdem bei den drei Angeboten über einen längeren Zeitraum Frühstorni festgestellt wurden. … Lesen Sie mehr ›
Der Lobbyverband der deutschen Versicherungswirtschaft GDV hält den Eiopa-Vorschlag zur Anpassung der Faktoren für Naturgefahren unter dem Standardmodell von Solvency II für verbesserungswürdig. Die Verdopplung des Risikofaktors für Hagel in der Kfz-Versicherung sei zwar angemessen, nicht aber die ebenfalls vorgesehene Anhebung des Länderfaktors für Hagel, heißt es in einer Stellungnahme. Eiopa soll regelmäßig überprüfen, ob Naturgefahren unter Solvency II angemessen berücksichtigt werden. … Lesen Sie mehr ›