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Tokio Marine prüft Zukäufe in Europa

Versicherungseinkäufer großer deutscher Konzerne dürften sich freuen. Der japanische Industrieversicherer Tokio Marine plant eine globale Einkaufstour und überlegt, auch in Europa das Geschäft auszubauen. Dafür kann er rund 10 Mrd. Dollar einsetzen. Das sagte Chris Williams, stellvertretender Leiter des internationalen Geschäfts bei Tokio Marine, im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Ein neuer Spieler auf dem deutschen Markt könnte die Versicherungssituation hierzulande entspannen.

Sozialpartnermodell: Experten begrüßen Reform

Das 2018 eingeführte Sozialpartnermodell sollte der Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) einen Schub verleihen. Bisher gibt es aber erst drei dieser Modelle. Um den Zugang zu dem neuen baV-Durchführungsweg zu erleichtern, diskutieren Bundesarbeits- und Bundesfinanzministerium derzeit mit Branchen- und Fachverbänden sowie Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden über mögliche Verbesserungen. Die ersten Vorschläge treffen bei Experten auf einer Fachtagung auf Zustimmung, lösen aber auch nicht alle Probleme des neuen Modells.

Cyber: Wo es bei der Platzierung hapert

Der Cyberversicherungsmarkt hat sich in den vergangenen zwei Jahren merklich entspannt. Die Platzierung von Cyberrisiken kann dennoch eine Herausforderung werden, berichtete Andreas Frick, Senior Cyber Specialist beim Makler Howden Hendricks, bei einer Veranstaltung. Während kleine Unternehmen mit den IT-Anforderungen der Versicherer hadern, müssen Großunternehmen immer noch um Kapazitäten kämpfen.

Munich Re wird kreativ bei Personalsuche

Der Rückversicherer Munich Re sucht händeringend Fachkräfte, vor allem im Bereich IT und Künstliche Intelligenz. Um bei solchen Experten als Arbeitgeber gegen Tech-Konzerne bestehen zu können, muss sich der Konzern etwas ausdenken. Mehr Gestaltungsspielraum, erweiterte Karrieremöglichkeiten und entspannte Homeoffice-Regelungen gehören dazu, sagte Personalvorstand Achim Kassow im Interview mit dem Handelsblatt. Außerdem hat der Konzern den potenziellen Bewerberpool ausgeweitet und sucht auch Kapitäne, Hackerinnen und Mediziner.

Zurich: Gut gerüstet für KI-Regulierung

Der Schweizer Versicherungskonzern Zurich sieht sich gut vorbereitet für die neuen EU-Regulierungen zur künstlichen Intelligenz (KI). Ericson Chan, Chief Information Officer der Gruppe, betonte, dass der Versicherer bereits umfangreiche Sicherheitsregeln umgesetzt habe. Der Versicherer sei ein Vorreiter bei der Nutzung von KI, zurzeit gebe es 160 Anwendungsfälle, so Chan. KI sei ein Schlüssel für eine kundennähere Versicherungswelt.

Druck auf die Fragebögen

Auf dem deutschen Cyberversicherungsmarkt gibt es immer mehr neue Anbieter. Sie bringen auch andere Methoden zur Risikoerfassung mit. Die neuen Marktteilnehmer arbeiten nicht nur mit Fragebögen, sondern nutzen vermehrt auch technische Hilfsmittel wie Oberflächenscans, um Schwachstellen in der IT-Sicherheit ihrer Kunden zu finden. Dadurch können sie die Zahl ihrer Fragen stark reduzieren. Der Trend setzt auch etablierte Anbieter unter Druck.

D&O: Bloß keinen Jojo-Effekt riskieren

Der deutsche D&O-Markt war im internationalen Vergleich lange von Stabilität geprägt, was Prämien und Bedingungen angeht. Die jüngste Marktaufweichung erhöht allerdings die Gefahr eines Jojo-Effekts, warnte Andreas Keller (Bild) vom Makler Krose auf einer Fachveranstaltung des GVNW. Auch wenn der Markt insgesamt weicher werde, sei die Situation der einzelnen Industriezweige weiter höchst unterschiedlich, betonte Ulrich Schaller vom Spezialversicherer Beazley.

Die Crux mit dem Lösegeld

Bei Ransomware-Attacken verlangen Cyberkriminelle oft Lösegeld von Unternehmen für die Entschlüsselung der Firmen-Daten und drohen, die Informationen bei Nicht-Zahlung auch noch im Darknet zu veröffentlichen. Wenn die Existenz des Unternehmens auf dem Spiel steht, führt manchmal kein Weg daran vorbei, den Forderungen nachzukommen. Ob Versicherer diese Lösegelder erstatten sollten oder es sogar müssen, ist ein heiß diskutiertes Thema, wie bei einer Cyber-Tagung in Köln deutlich wurde.

MSIG: Neues Ressort mit Führung in Teilzeit

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Industrieversicherer MSIG Insurance Europe schafft ein neues Ressort im Bereich Finanzen und besetzt die Leitung mit einer weiblichen Doppelspitze. Außerdem: Der Maklerpool Blau Direkt wirbt bei Policen Direkt gleich drei Experten für sein M&A-Team ab, die Munich Re-Tochter MR Healthtech hat einen neuen CEO, und der Assekuradeur Dual verstärkt sein Team in Frankreich.

Wirecard-Insolvenzverwalter klagt gegen Versicherer

 Exklusiv  Der Insolvenzverwalter des Wirecard-Konzerns Michael Jaffé hat vor dem Landgericht Düsseldorf eine Klage gegen drei D&O-Versicherer des Unternehmens eingereicht. Dass eine Deckungsklage zu einem Zeitpunkt kommt, an dem der Strafrechtsprozess noch läuft, ist sehr unüblich. Laut dem Landgericht geht es bei der Klage um die Frage, ob die jeweiligen Versicherungsverträge noch fortbestehen und die Beklagten Versicherungsschutz gemäß den Bedingungen für gewisse Vorgänge gewähren müssen.

Eye Security sammelt 36 Mio. Euro ein

In seiner dritten Finanzierungsrunde hat der Assekuradeur Eye Security 36 Mio. Euro eingesammelt. Ein Konsortium unter der Führung von J.P. Morgan Growth Equity Partners unterstützt so das Vorhaben des Spezialisten für Cyber-Security, in Deutschland und Europa zu wachsen. Der Fokus des Unternehmens, an dem auch der ehemalige HDI Deutschland-Chef Christopher Lohmann beteiligt ist, liegt dabei nach eigenen Angaben auf der Unterstützung mittelständischer Unternehmen.

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