Industrieversicherung rss

WTW baut Cyber-Bereich aus

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Makler und Berater WTW verstärkt sich im Cyber-Bereich – mit Experten vom Konkurrenten Howden. Theodoros Bitis (Bild), der zuvor das Cyber-Geschäft der Howden Gruppe in Deutschland verantwortet hatte, wird bei WTW Head of Cyber für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Cyber-Experte Lars Widany wechselt von der Howden-Tochter Hendricks zu WTW. Außerdem: Der Allianz Industrieversicherer AGCS will die Bedeutung der Spezialversicherung in der neuen Strategie mit einer Ernennung unterstreichen, und Lloyd’s hat einen neuen Chief Operations Officer.

Talanx mit Rekordergebnis

Trotz hoher Großschäden durch Naturkatastrophen und Reservierungen für Schäden durch den Ukraine-Krieg hat der Hannoveraner Talanx-Konzern 2022 glänzend verdient. Bruttoprämieneinnahmen und Konzernergebnis wuchsen zweistellig, vor allem dank Zuwächsen im Industrie- und Rückversicherungsgeschäft. Auch im internationalen Privat- und Firmenkundengeschäft lief es für die Talanx gut. Im deutschen Markt musste der Konzern dagegen Einbußen hinnehmen.

Welle von D&O-Klagen wegen SVB-Pleite verhindert

Das schnelle Eingreifen der US-Regierung im Falle der zusammengebrochenen Silicon Valley Bank (SVB) hat vermutlich eine Welle von D&O-Klagen gegen Start-ups verhindert, deren Einlagen ansonsten verloren gewesen wären. Davon geht die Ratingagentur A.M. Best aus. Gleichzeitig bleibt das Thema Managerhaftung aber akut: Eine erste Sammelklage gegen die Führung der SVB ist bereits eingereicht.

Schäden durch festliegende Schiffe realisieren sich

 Exklusiv  Nachdem die Jahresfrist des russischen Angriffs auf die Ukraine abgelaufen ist, müssen sich die Schiffsversicherer jetzt mit Schadenmeldungen durch Reeder befassen. Zahlreiche Schiffseigner haben ihre Frachter jetzt als Totalverlust bei den Versicherern deklariert. Hintergrund ist eine Standardklausel in den Kriegsdeckungen, die diese Möglichkeit vorsieht, wenn die Schiffe eine gewisse Dauer – meistens zwölf Monate – einen Hafen nicht verlassen können. Es drohen dreistellige Millionenschäden.

Allianz nennt Details zu Allianz Commercial

Der Allianz-Konzern hat Einzelheiten zur neuen Industrieversicherungsstrategie genannt. Der Konzern tritt künftig als Allianz Commercial bei der Versicherung aller Unternehmen mit mehr als 10 Mio. Euro Umsatz auf. Allianz Commercial wird von Joachim Müller geleitet, CEO des Industrieversicherers Allianz Global Corporate and Specialty (AGCS). Der Name AGCS soll gegenüber den Kunden nicht mehr auftauchen. Mit der Neuaufstellung ist eine Reihe personeller Veränderungen verbunden.

AGCS wird umbenannt

 Exklusiv  Die Allianz ändert nach Informationen des Versicherungsmonitors den Namen der Tochter Allianz Global Corporate & Speciality in Allianz Commercial. Die Maßnahme ist Teil einer großen Reorganisation der Industrieversicherung, die Konzernchef Oliver Bäte und AGCS-Chef Joachim Müller (Bild) angestoßen haben. Dabei wird auch die strenge Abgrenzung zwischen den Zuständigkeiten der künftigen Allianz Commercial und denen der jeweiligen Landesgesellschaften aufgeweicht. Die AGCS/Allianz Commercial dürfte dabei gewinnen.

Allianz, der stille Gast in Hollywood

Die Unterhaltungsindustrie scheint sich langsam zu erholen. Die Kinokassen klingeln wieder, die Einnahmen aus Live-Musik sollen bis 2024 wieder das Niveau vor der Pandemie übersteigen. Auch in diesem Jahr lässt es sich der Industrieversicherer Allianz Global Corporate & Specialty nicht nehmen zu verkünden, dass die von ihm versicherten Filme insgesamt 55 Oscar-Nominierungen erhalten haben. Die Unterhaltungsbranche muss sich weiterhin mit negativen wirtschaftlichen Trends, extremen Wetterbedingungen und technischen Risiken auseinandersetzen.

Große IT-Sicherheitslücken im Handel

Mittelständische Unternehmen aus Groß- und Einzelhandel sowie aus dem Transportsektor vernachlässigen ihre IT-Sicherheit, kritisiert der Versichererverband GDV. Obwohl bereits jedes vierte Unternehmen aus dem Bereich Opfer eines Hackerangriffs geworden ist, schätzt ein Großteil die Risiken für die eigene Firma gering ein, zeigt eine Umfrage der Organisation. Die Unternehmen glauben, sie seien zu klein und ihre Daten für Cyberkriminelle uninteressant, oder sie wähnen sich gut geschützt vor einem Angriff. Das dem nicht so ist, stellte der GDV im Praxistest unter Beweis.

Hannover Rück ächzt unter hoher Großschadenlast

Ukraine-Krieg, Naturkatastrophen und anhaltende Corona-Belastungen haben den Rückversicherer Hannover Rück im vergangenen Jahr gebeutelt. Das Großschadenbudget wurde erneut überschritten. Mit einer Schaden- und Kostenquote in der Schaden-Rückversicherung von 99,8 Prozent schrammte das Unternehmen gerade noch an einem versicherungstechnischen Verlust vorbei. Entspannter war die Lage in der Personen-Rückversicherung, und auch das deutlich verbesserte Anlageergebnis half dabei, dass der Konzern für 2022 einen zweistelligen Anstieg des Nettogewinns ausweisen konnte.

Inflation macht Finanzchefs große Sorgen

Die hohe Inflation, schlechte Wirtschaftsaussichten und Marktschwankungen bereiten den Finanzchefs europäischer Schaden- und Unfallversicherer am häufigsten schlaflose Nächte. Das hat eine aktuelle Umfrage der Ratingagentur Moody’s unter 22 führenden europäischen Versicherern ergeben. Allerdings wirkt sich die Inflation in den verschiedenen Sparten unterschiedlich stark aus.

Thinksurance sucht frisches Geld

 Exklusiv  Der Plattformbetreiber Thinksurance in Frankfurt braucht frisches Geld. Nach Informationen des Versicherungsmonitors benötigt die unter anderem von Christopher Leifeld geführte Firma einen einstelligen Millionenbetrag. Er soll vor allem von den bereits beteiligten Investoren kommen. Wegen der steigenden Zinsen ist es aktuell für viele Start-ups sehr schwierig, neue Investoren von ihrem Geschäftsmodell zu begeistern. Im gerade vorgelegten Jahresabschluss für 2021 meldet Thinksurance einen Jahresfehlbetrag von 7,4 Mio. Euro.

Cyberdirekt: Viel Potenzial im Cybergeschäft mit KMU

Die Cyberversicherung machte zuletzt vor allem durch steigende Preise, knappe Kapazitäten und schärfere Anforderungen von sich reden. Das täuscht darüber hinweg, dass die Cyberversicherung für kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) aus Anbietersicht nach wie vor ein florierendes Geschäft ist, betonen Hanno Pingsmann und Ole Sieverding, Geschäftsführer des Spezialanbieters Cyberdirekt. Die meisten Probleme, die Großkonzerne in der Sparte haben, spüren kleinere Firmen nicht. Cyberdirekt rechnet fest damit, dass die Cybersparte in Deutschland bis 2025 ein Milliardenmarkt sein wird.

AGCS: Firmen sollten sich vor Unruhen schützen

Unternehmen sollten die mögliche Zunahme sozialer Unruhen in ihren Kontinuitätsplänen berücksichtigen, rät Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS). Der Industrieversicherer nennt fünf Risikofaktoren, die politische Gewalt global begünstigen und Teil der Risikoabwägung von Unternehmen sein sollten.

WordPress Cookie-Hinweis von Real Cookie Banner