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Diebische Kollegen

Habgier, Spielschulden oder die Sucht nach einem luxuriösen Lebensstil – es gibt viele Gründe, warum Mitarbeiter in die Firmenkasse greifen oder Unternehmenseigentum stehlen. Nach wie vor sind die eigenen Beschäftigten für die größten Schäden in Unternehmen verantwortlich, zeigt eine Statistik des Vertrauenschadenversicherers Allianz Trade. Mit viel Fantasie und krimineller Energie bereichern sich die Betrüger, auch, weil die Kontrollen lasch sind und das Vertrauen der Chefs in ihre Belegschaft zu groß. Abhilfe könnte ein neues Gesetz bringen.

Neuer Head of Insurance bei KPMG

 Leute – Aktuelle Personalien  Stefan Heyers (Bild) steigt bei KPMG zum neuen Head of Insurance auf, sein Vorgänger Christian Schareck verlässt das Prüfungs- und Beratungsunternehmen zum Jahresende. Außerdem: Die von Rainer Witzel mitgegründete Analysefirma Xedaris verliert einen Geschäftsführer, AGCS hat einen neuen Leiter für das Veranstaltungsgeschäft. Mark Fleiser steigt bei HDI in Australien auf, Scor verstärkt sich auf dem britischen Markt, und Leo Schulze Schwienhorst kehrt von MSIG zum Münsteraner Makler Kleist zurück. Und der Londoner Makler BMS holt einen Energieexperten an Bord. 

Versicherer sollen Klimaschädiger angehen

 Exklusiv  Für Kohleunternehmen wird es immer schwieriger, Versicherungsschutz für neue Projekte zu finden, weil sich immer mehr Risikoträger Beschränkungen in dem Bereich auferlegen. Die Zahl der großen Versicherer mit solchen Restriktionen ist von 35 im Vorjahr auf mittlerweile 41 gestiegen, zeigt ein aktueller Bericht der Klimakampagne Insure our Future. Auch bei Öl und Gas werden mehr Versicherer vorsichtig, allerdings weisen die Vorgaben hier häufig Lücken auf, kritisieren die Aktivisten. Versicherer sollen Energieunternehmen für die gestiegenen Katastrophenschäden in Haftung nehmen, fordern sie.

Betriebsschließungen: Erfolg für britische Versicherer

Der Londoner High Court hat sich in vielen Punkten auf die Seite der Versicherer gestellt, die mit dem britischen Pub-Betreiber Stonegate über die Höhe der Entschädigungszahlungen durch Corona-bedingte Betriebsschließungen streiten. Der Richter war der Meinung, dass staatliche Hilfszahlungen an Corona-betroffene Unternehmen auf die Höhe der Versicherungszahlung angerechnet werden sollen. In einem Punkt durften sich jedoch auch Stonegate und die Bäckereikette Greggs freuen.

Bitis

Bitis: „Die Kunden merken, dass es sich lohnt“

 Exklusiv  Für Unternehmen wird es immer schwieriger und auch teurer, eine Cyberversicherung abzuschließen. Dass sich die hohen Ausgaben für die Deckung lohnen, sehen die Unternehmen spätestens im Schadenfall ein, sagt Howden-Experte Theodoros Bitis. Der Jurist leitet als Head of Cyber bei der deutschen Einheit des britischen Maklers ein 15-köpfiges Cyber-Team. Am Rande des Ferma-Forums in Kopenhagen in der vergangenen Woche äußerte sich Bitis gegenüber dem Versicherungsmonitor zur aktuellen Erneuerungsrunde in der Sparte, den Personalengpässen in der Branche und den steigenden Anforderungen der Versicherer.

Everest erhält grünes Licht für Deutschland-Expansion

Mit Everest Insurance startet ein neuer Industrieversicherer in Deutschland. Die Tochter der Everest Re Group aus Bermuda hat die Genehmigung der Finanzaufsicht BaFin erhalten. Wie der Versicherungsmonitor bereits im Mai berichtet hatte, ist Bernd Wiemann für das Deutschlandgeschäft verantwortlich. Sitz der Niederlassung ist das Hochhaus GAP15 (Bild) in Düsseldorf. Everest Insurance steigt mit einem großen Versprechen in den Markt ein: Das Unternehmen will Kapazitätslücken schließen.

Plastikmüll als neues Großschaden-Szenario

Plastikmüll und seine schädlichen Folgen für Natur und Gesundheit waren bislang ein Thema vor allem für Umweltschützer. Es ist jedoch auch ein neues Risikoszenario für Versicherer mit möglichen Schäden in Milliardenhöhe, zeigt eine aktuelle Studie. Allein in den USA drohen der Branche bis 2030 durch entsprechende Gerichtsverfahren gegen Industriekunden Zahlungen von 20 Mrd. Dollar. Die Versicherer müssen nicht nur das Risiko besser einschätzen und entsprechend auf ihre Kunden einwirken, fordern die Autoren, sondern auch politisch aktiv werden.

Streit von Mondelez und Zurich nimmt Fahrt auf

Der Lebensmittelhersteller Mondelez, zu dem Marken wie Milka, Oreo und Toblerone gehören, streitet sich schon seit längerem mit seinem Versicherer Zurich darüber, ob Schäden, die er 2017 durch einen Angriff mit der Erpressungssoftware Notpetya erlitten hat, unter den Kriegsausschluss fallen oder nicht. Jetzt haben die beiden Kontrahenten ihre Eröffnungsstatements vor einem Gericht im US-Bundesstaat Illinois gehalten. Während Zurich Mondelez als Kollateralschaden einer von Russland orchestrierten Cyberattacke auf die ukrainische Wirtschaft sieht, argumentiert Mondelez, dass es zu Zeiten des Notpetya-Angriffs noch keinen Ukraine-Krieg gab.

Südvers bekommt neuen Vertriebsleiter

 Leute – Aktuelle Personalien  Christoph Reich (Bild) ist seit Oktober der neue Vertriebsleiter beim Makler Südvers für die Niederlassung in Au bei Freiburg. Zuvor verantwortete Kim-André Vives diesen Bereich parallel zu seinem Posten als Head of International. Außerdem: Der Schweizer Versicherer Zurich bekommt eine neue Group Chief Underwriting Officer, der Makler Aon in Großbritannien ernennt ein Duo im Bereich Industrieversicherung, und der Bermuda-Versicherer Sirius Point hat einen neuen Chief Financial Officer.

Lloyd’s und Aon wollen Kriegsfolgen versichern

Unternehmen sehen sich zurzeit so vielen Problemen gegenüber wie lange nicht. Für viele dieser Herausforderungen ist der russische Krieg gegen die Ukraine zumindest indirekt verantwortlich, heißt es in einem aktuellen Bericht des Versicherungsmarktes Lloyd’s und des Großmaklers Aon. Die beiden Unternehmen haben sich zusammengetan und ein Innovationsforum gegründet, das die Entwicklung neuer Versicherungslösungen für die Folgen des Krieges beschleunigen soll.

Hielkema: „Proportionalität ist der Schlüssel“

Firmeneigene Versicherer, die sogenannten Captives, klagen ebenso wie kleine Versicherer darüber, dass sie die regulatorischen Anforderungen des Solvency II-Regelwerks überfordern. Petra Hielkema, Vorsitzende der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa, betonte auf dem Ferma-Forum in Kopenhagen mit Blick auf die laufende Solvency II-Überprüfung, dass der Grundsatz der Proportionalität bei der Captive-Regulierung künftig stärker zum Tragen kommen soll.

Datentransparenz ist keine Einbahnstraße

Die Risikomanager in Unternehmen sind auf die Versicherer derzeit nicht gut zu sprechen, vor allem nicht in Problem-Sparten wie der Cyberversicherung. Das Problem sind nicht nur knappe Kapazitäten und ausufernde Risikofragen, sondern auch einseitige Datenströme, kritisierten Risikomanager beim Ferma-Forum in Kopenhagen. Die Versicherer verlangten von Kunden viele Daten und tiefe Einblicke, ließen aber gleichzeitig nur wenig Transparenz im Underwriting-Prozess zu. HDI Global-Chef Edgar Puls, Axa XL-Europachef Xavier Veyry und AGCS-Vorstand Henning Haagen waren um Antworten bemüht.

Cetin: „Die Technologie macht nicht das Geschäft“

 Exklusiv  Über Allianz X beteiligt sich der Versicherungsriese Allianz seit 2018 an aufstrebenden Digitalfirmen, ganz frisch ist die britische Innovation Group dazugekommen. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor spricht CEO Nazim Cetin über aktuelle Entwicklungen, die Innovationskraft von Insurtechs und darüber, auf welche Transaktionen er besonders stolz ist. Außerdem erklärt er, warum Allianz X aktuell an der Umsetzung einer neuen Strategie arbeitet.

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