Industrieversicherung
Neue Finanzchefin für Zurichs Industrieversicherung
Leute – Aktuelle Personalien Der Versicherer Zurich hat eine Nachfolgerin für den einstigen Chief Financial Officer Commercial Insurance Paolo Mantero gefunden: Sarah Maillet wird den Bereich ab Juni 2022 verantworten. Außerdem: Der Industrie- und Rückversicherer Everest gibt die künftigen Leiter für Deutschland, Frankreich und Spanien bekannt, und die Zurich-Tochter DA Direkt ernennt René Billing zum Vorstand Produkte und Analytics. Personelle Veränderungen gibt es auch bei der Hanse Merkur-Tochter Berlin Direkt.
Industrieversicherer Everest kommt nach Deutschland
Exklusiv Die deutschen Industrieversicherer bekommen Konkurrenz: Die Bermuda-Gesellschaft Everest plant nach Informationen des Versicherungsmonitors den Einstieg in den deutschen Markt – und hat dafür Bernd Wiemann von W.R. Berkley abgeworben. Er soll Hauptbevollmächtigter der deutschen Einheit werden. Außerdem: Signal Iduna ernennt einen weiteren Vorstand – und erntet damit Entrüstung. Auch bei der Generali gibt es personelle Neuerungen.
Industrieversicherer müssen Schritt halten
Das Geschäft mit großen Industrierisiken hinkt in puncto Digitalisierung dem Privatkundengeschäft und der Gewerbeversicherung hinterher – das liegt auch an seiner Komplexität und an den sehr individuellen Anforderungen der Kunden. Dennoch sollten die Anbieter laut Johannes Schmidt von der Beratungsfirma EY Parthenon aufpassen, dass sie den Anschluss nicht verpassen. Schließlich wandeln sich die Anforderungen auf Kundenseite auch in diesem Segment. Ein großes Problem sei, dass die Industrieversicherer viele Daten ihrer Kunden noch gar nicht nutzen können, kritisierte er auf dem SZ-Versicherungstag.
AGCS verstärkt das Sachgeschäft
Leute – Aktuelle Personalien Der Industrieversicherer der Allianz (AGCS) verstärkt sein Team. Mike Martin wird Global Head of Property und Srdjan Todorovic leitet künftig die Abteilung für Risiken durch politische Gewalt. Außerdem: Die BaFin bekommt mit Rupert Schäfer einen weiteren Direktor, der Chief Underwriting Officer von Canopius kündigt seinen Ruhestand an, Munich Re Specialty Insurance hat eine neue Präsidentin, die Deutsche Kautionskasse verliert ihren IT-Chef und die Policen Direkt Maklergruppe baut ihren Personalbereich aus.
Nordamerika beschert Zurich gutes Quartal
Der Schweizer Versicherer Zurich konnte im ersten Quartal 2022 vor allem von Preissteigerungen, einem guten Geschäft mit Erntepolicen und der Übernahme eines Portfolios des Versicherers Metlife in Nordamerika profitieren. Die Bruttoprämieneinnahmen stiegen um zwölf Prozent auf 12 Mrd. Dollar (11,4 Mrd. Euro). Finanzchef George Quinn erwartet sogar, die Ziele für 2022 zu übertreffen. Auswirkungen des Ukraine-Kriegs sieht er zwar für die Branche, aber kaum für Zurich.
Digitalisierung: Versicherer müssen jetzt Gas geben
Krieg, Pandemie, Inflation – die Versicherungswirtschaft befindet sich seit einiger Zeit in einem permanenten Krisenmodus. Nur Gesellschaften, die sich widerstandsfähig zeigen, können in solch einem Umfeld bestehen. Die Digitalisierung ist der wichtigste Schritt, um solche Herausforderungen bewältigen zu können. Dabei muss die Branche jetzt richtig Gas geben. Davon zeigte sich Mark Klein überzeugt, Chief Digital Officer beim Versicherer Ergo. Durch die Pandemie sind die Ansprüche der Kunden massiv gestiegen. Versicherer stehen nicht Wettbewerb mit anderen Anbietern, sondern müssen sich messen lassen an Angeboten der Tech-Giganten wie Amazon und Google, sagte er auf dem Versicherungstag der Süddeutschen Zeitung auf Schloss Bensberg.
GDV: Staatsgarantie für Extremus frühzeitig verlängern
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) macht sich Sorgen um den Fortbestand der Staatshaftung für den Terrorversicherer Extremus. Die derzeitige Gewährleistung läuft Ende dieses Jahres aus. GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen fordert nun eine frühzeitige Klarstellung des Bundes. Zuvor hatte sich auch der Gesamtverband der versicherungsnehmenden Wirtschaft eine frühzeitige Verlängerung der Staatsdeckung eingesetzt.
Finlex kauft Cybermakler Erichsen
Exklusiv Der Plattformbetreiber Finlex macht Tempo beim Aufbau seines Cyber-Ökosystems. Das Frankfurter Unternehmen übernimmt den Cybermakler Erichsen GmbH aus Essen. Damit will Finlex nicht nur seine Beratungskompetenz erhöhen, sondern auch seine Marktmacht gegenüber Versicherern stärken. Gemeinsam kommen die Unternehmen auf einen Marktanteil von rund zehn Prozent im deutschen Cybergeschäft. Auch im europäischen Ausland hat Finlex noch viel vor.
Russland-Sanktionen treiben Schiffsversicherer um
Die im Zuge des Kriegs in der Ukraine verhängten Sanktionen gegen Russland stellen die Schiffsversicherer vor Herausforderungen und binden viele Kapazitäten. Die rechtliche Situation verändere sich schnell, sagte Justus Heinrich, der das Schiffsversicherungsgeschäft bei Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) in Zentral- und Osteuropa leitet. AGCS hat bislang aber keine deutlichen Prämieneinbußen aufgrund der Sanktionen erlitten. International gab es im vergangenen Jahr erneut weniger Totalverluste von Schiffen, zeigt der neue AGCS-Report zu Shipping & Safety. Allerdings drohen immer teurere Großschäden.
Schadenmanagement „as a Service“ lohnt sich
Kfz-Versicherer sollten prüfen, ob sie Dienstleistungen im Bereich des Schadenmanagements vor allem im Flottengeschäft verstärkt separat anbieten, und nicht nur über das reguläre Kfz-Versicherungsgeschäft. Das sagte Marco Riesenbeck, Leiter Kraftfahrt Schaden beim Talanx-Konzern, bei einer Fachveranstaltung. Das lohne sich nicht nur aus strategischen Gesichtspunkten, sondern auch finanziell. Auch für die Kunden sei das Modell attraktiv – nicht zuletzt aus steuerlichen Gründen.
Axa kompensiert Rückversicherungsumbau
Die Entwicklungen bei der Axa im ersten Quartal 2022 waren etwas dynamischer, als es der marginale Prämienanstieg von einem Prozent auf 31,3 Mrd. Euro unterm Strich vermuten lassen würde. Der Pariser Konzern konnte vor allem im Schaden- und Unfallgeschäft, in der Gewerbe- und Industrieversicherung sowie in der Krankensparte zulegen, musste aber einen Umsatzrückgang von zwölf Prozent auf 1,5 Mrd. Euro in der Rückversicherung verkraften. Finanzchef Alban de Mailly Nesle hatte bereits im Februar eine Reduzierung des Naturkatastrophen-Exposure angekündigt. Die Schäden durch den Ukraine-Krieg dürften einem mittleren Naturkatastrophen-Ereignis entsprechen, erwartet er.










