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Aon holt Willis-Manager für Kölner Büro

 Leute – Aktuelle Personalien  Ralph von Wachtmeister leitet ab April die neue Kölner Niederlassung des Maklers Aon. Er kommt vom Konkurrenten Willis Towers Watson, ebenso wie zwei neue Key Account Manager. Außerdem: Der Digitalversicherer Friday erweitert sein Führungsteam. Dennis Froneberg ist neuer Leiter des europäischen M&A-Geschäfts bei AIG. David Fisher verstärkt den niederländischen Betrugsbekämpfungsspezialisten Friss. Kyle Bryant ist beim Industrieversicherer Chubb künftig für die Sparte Financial Lines in Kontinentaleuropa zuständig. Und: Aon hat seinen langjährigen Manager Lambros Lambrou zum weltweiten Chef der Sparte Commercial Risk Solutions ernannt.

Friendsurance wächst in Bancassurance

Der Peer-to-Peer-Makler Friendsurance steht vor weiteren Kooperationen im Bancassurance-Bereich. Das berichtete der Geschäftsführer Sebastian Herfurth auf einer Konferenz in Berlin. Erstmals steht eine Partnerschaft mit einem Ausschließlichkeitsvertrieb bevor, es geht um die Vertriebsorganisation eines der fünf größten Finanzunternehmen Deutschlands. Den Namen wollte Herfurth nicht nennen. Friendsurance ist im Bancassurance-Bereich als White Label-Anbieter unterwegs. Vergangenes Jahr hat die Firma mit einer Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank für Schlagzeilen gesorgt. Für die Analyse der Versicherungssituation von Kunden bietet Friendsurance eine Auswertung ihres Bankkontos an.

S&P: Wer sich nicht verändert, fällt zurück

Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) warnt die europäischen Versicherer in einem neuen Bericht davor, sich nicht auf die technologischen Neuerungen einzulassen. Wer in Zukunft erfolgreich sein wolle, müsse auf die veränderten Kundenbedürfnisse eingehen. Dabei haben die Versicherer das Glück, dass die Insurtechs bislang nicht disruptiv wirken, sondern eher das Angebot der traditionellen Versicherer ergänzen. Für das Risiko eines ökonomischen Abschwungs sieht S&P die Versicherer besser gerüstet als zu Beginn der letzten Krise 2008.

Cyber: HDI kooperiert mit Perseus

Der Hannoveraner Versicherer HDI bietet seinen Firmenkunden in der Cyberversicherung künftig auch die Dienstleistungen des Start-ups Perseus an. Das Berliner Unternehmen will Schäden aus Cyberattacken verhindern und setzt dafür vor allem auf Sicherheitsschulungen. Mitarbeiter von Kunden können einen Führerschein für Datensicherheit erwerben. Die Finleap-Gründung Perseus kooperiert bereits mit der Signal Iduna, eine Partnerschaft mit der Gothaer startet demnächst.

Finhome soll Kunden binden

Der Münchener Start-up-Inkubator Finconomy hat ein neues Angebot auf den Markt gebracht, das sich an Versicherer, Finanzvertriebe und Banken richtet und nur von ihnen lizenziert werden kann, nicht von Endkunden. Finhome ist eine Finanzplattform für Endkunden, mit der Nutzer Konten abfragen und Überweisungen vornehmen können. Kreditkartenabrechnungen, Wertpapierbestände und Versicherungsstatus gehören ebenfalls zur Übersicht. Mit Finhome können sich Versicherer und Finanzvertriebe mehr Alltagsrelevanz verschaffen, glaubt Finconomy-Chef Reinhard Tahedl.

Bildergalerie: Versicherungsmonitor Breakfast Briefing

Digitale Ökosysteme waren das Thema des zehnten Breakfast Briefings des Versicherungsmonitors. Am Freitag diskutierten in Köln Versicherer, Makler, Technologie-Experten und weitere Fachleute im Hotel Mondial am Dom in Köln. Referenten von Allianz, Gothaer, Neodigital, Finconomy, Axa, Tech 11 und dem Insurtech Hub München diskutierten über die Potenziale und Grenzen der digitalen Zusammenarbeit innerhalb der Versicherungswirtschaft und über ihre Grenzen hinaus. In dieser Bildergalerie zeigen wir Ihnen Impressionen der Veranstaltung.

Ökosystem Versicherung: Nicht alle werden es schaffen

Versicherer müssen umdenken. Der Trend geht zu großen Ökosystemen aus Anbietern verschiedener Branchen, die sich künftig um die Belange des Kunden kümmern werden, statt einzelner Versicherungsgesellschaften, die nur Policen verkaufen. Diesen Schritt werden aber nicht alle Unternehmen schaffen, sagte Pierre Dubosq vom Softwareanbieter Tech11 beim Breakfast Briefing des Versicherungsmonitors. Wenn überhaupt, werden das große Anbieter mit viel Kapazität bewerkstelligen können. Kleinere Versicherer müssen sich Partner suchen, wenn sie nicht untergehen wollen. Allerdings besteht bei Kooperationen in Ökosystemen immer auch die Gefahr, austauschbar zu sein.

Betrugssoftware Friss mit Kölner Büro

Der Softwarehersteller Friss, der Programme zur Betrugsabwehr in Versicherungsunternehmen anbietet, expandiert nach Deutschland. Das niederländische Unternehmen hat ein Büro in Köln eröffnet und bedient von dort aus die Märkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Leitung übernimmt Nicola Virzi als General Manager DACH. Friss setzt bei seinen Programmen auch auf künstliche Intelligenz, die verdächtige Aktivitäten aufdecken soll. Auf längere Sicht könnte das Team in Köln von aktuell sechs auf zehn bis 15 Mitarbeiter ausgebaut werden.

Mit künstlicher Intelligenz auf Datenjagd

Der Berliner KI-Dienstleister Omnius verspricht Versicherern eine umfassende Automatisierung der Verarbeitung von Dokumenten – auch von handverfassten Schriftstücken. Mit der Allianz und der Schweizer Baloise haben die österreichischen Gründer schon namhafte Kunden gewonnen, Investoren haben knapp 20 Mio. Euro investiert. Neben der Dokumentenverarbeitung will Omnius künftig Versicherern auch die Analyse von Daten anbieten, damit sie etwa bei der Produktgestaltung stärker auf die Kundenbedürfnisse eingehen können, sagt Chief Operating Officer Martin Micko.

Streit um Online-Abschluss für D&O

Die D&O gilt als zu komplex für den Online-Abschluss. Dass sich mittlerweile die ersten Online-Plattformen an einem Vergleich der Verträge versuchen, stört traditionelle Makler. Armin Beier-Thomas vom Makler Gebrüder Krose kritisierte die Portale Gewerbeversicherung24 und Finanzchef24 auf der Euroforum Haftpflicht-Konferenz scharf. Frederik Wulff vom Industrieversicherer Markel, der mit D&O-Policen auf beiden Portalen vertreten ist, verteidigte das Geschäftsmodell. Für Kleinunternehmen sei keine spezielle Beratung notwendig.

Von der Automobilbranche lernen

Autohersteller produzieren ihre Fahrzeuge nur zu 25 Prozent selbst, 75 Prozent stammen von Zulieferern. Für Wolff Graulich, Vorstand beim Digitalversicherer Element, ist das ein Weg, den auch Versicherer einschlagen sollten. Element könne Versicherern dabei helfen, innovative Produkte zu entwickeln. Da das Unternehmen ein White Label-Anbieter ist und nicht unter eigenem Namen auftritt, macht es Versicherern nicht direkt Konkurrenz. Graulich erwartet, dass vor allem kleine und mittelgroße Versicherer bald solche Partnerschaften eingehen.

Friendsurance bündelt Bancassurance

Weil das Insurtech Friendsurance immer mehr Anfragen von Banken erhält, die seine White Label-Lösungen zur Versicherungsverwaltung nutzen wollen, hat das Berliner Unternehmen jetzt die Marke Friendsurance Business ins Leben gerufen. Darunter will der 2010 gegründete Online-Makler künftig seine Bancassurance-Aktivitäten bündeln. Bisher kooperiert das Unternehmen mit der Deutschen Bank und einem weiteren Partner, den Friendsurance aber noch nicht nennen will. Geschäftsführer und Mitgründer Tim Kunde will diesen Bereich ausbauen – auch international.

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