Die Axa Deutschland verordnet sich einen technologischen und kulturellen Umbau, um den Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden. Den Kunden gehe es nicht um den Kauf einer Versicherung, sondern um die Erfüllung ihres Bedürfnisses nach Sicherheit, sagte Vorstandschef Alexander Vollert auf einer Veranstaltung an der Universität Leipzig. Das könne über zusätzliche Dienstleistungen gelingen. Außerdem müssten die Policen einfacher werden, so Vollert. Investitionen in Technologie und neue IT seien wichtig, reichten aber nicht aus. Bei allen Änderungen sei es notwendig, auf die Ängste der Mitarbeiter einzugehen.
Insurtech
Baloise testet Telematik-Autoversicherung
Die Baloise hat mit dem Start-up Ryd Suisse ein Pilotprojekt für eine Telematik-Autoversicherung gestartet. Bei 1.000 Schweizer Kunden der Tochtergesellschaft Basler Versicherungen wertet ein Analysestecker im Wagen den Fahrstil aus. Zum System gehört außerdem eine App. Die Basler belohnt besonnene Fahrer mit Gutscheinen, außerdem bietet die App eine Reihe von Funktionen rund um das Auto. Ryd war in Deutschland ursprünglich als Tank Taler gestartet. Den Dienst nutzt auch Friday, der digitale Versicherer der Baloise, für seine kilometergenaue Police. Den Schweizer Ableger von Ryd, mit dem die Basler kooperiert, hat der Konkurrent Axa mit aufgebaut.
Ergos digitale Primel-Police
Nachschlag – Der aktuelle Kommentar Sind Ihre Hortensien sicher vor den letzten Frostnächten des Winters? Wird Ihnen übel beim Gedanken, dass gefräßige Raupen des Buchsbaumzünslers die liebevoll getrimmte Buchsbaumhecke verspeisen? Eine neue Police der Ergo Direkt soll Gartenfreunden schlaflose Nächte ersparen. Im Online-Portal Innosure.me, über das der Direktversicherer neue digitale Policen vertreibt, ist jetzt der Garten-Schutz zu haben. Was liegt schließlich näher beim Gedanken an digitale Prozesse, künstliche Intelligenz und Dunkelverarbeitung als eine Versicherung für Primeln und Obststräucher?
Getsafe holt Ex-MLP-Vorstand Suleiman
Leute – Aktuelle Personalien Die Versicherungsplattform Getsafe hat Muhyddin Suleiman zum Chief Sales Officer ernannt. Er führt das Unternehmen zusammen mit den beiden weiteren Geschäftsführern Marius Blaesing und Christian Wiens, den beiden Gründern von Getsafe. Suleiman verfügt über viel Erfahrung im Vertrieb, er war von 2007 bis 2014 Vertriebsvorstand beim Wieslocher Finanzvertrieb MLP. Getsafe war ursprünglich als Onlinemakler gestartet, entwickelt und vertreibt inzwischen aber eigene Policen mit der Munich Re als Risikoträger.
Kräftiger Nachschlag für Allianz X
Die Allianz ist mit der Arbeit ihrer Tochter für digitale Beteiligungen Allianz X zufrieden und stockt ihr Investmentbudget auf. Zusammen mit den bereits ausgegebenen Mitteln steigt das Budget auf 1 Mrd. Euro. Allianz X soll sich an digitalen Vorreitern etwa aus den Bereichen Mobilität oder Datenintelligenz beteiligen und so die Digitalisierung der Mutter vorantreiben. Dabei geht es immer auch um das Kerngeschäft Versicherung, für das sich eine Beteiligung auf lange Sicht lohnen soll. Ursprünglich sollte Allianz X frischgebackene Start-ups auf dem Weg zur Marktreife begleiten.
Aon holt Willis-Manager für Kölner Büro
Leute – Aktuelle Personalien Ralph von Wachtmeister leitet ab April die neue Kölner Niederlassung des Maklers Aon. Er kommt vom Konkurrenten Willis Towers Watson, ebenso wie zwei neue Key Account Manager. Außerdem: Der Digitalversicherer Friday erweitert sein Führungsteam. Dennis Froneberg ist neuer Leiter des europäischen M&A-Geschäfts bei AIG. David Fisher verstärkt den niederländischen Betrugsbekämpfungsspezialisten Friss. Kyle Bryant ist beim Industrieversicherer Chubb künftig für die Sparte Financial Lines in Kontinentaleuropa zuständig. Und: Aon hat seinen langjährigen Manager Lambros Lambrou zum weltweiten Chef der Sparte Commercial Risk Solutions ernannt.
Friendsurance wächst in Bancassurance
Der Peer-to-Peer-Makler Friendsurance steht vor weiteren Kooperationen im Bancassurance-Bereich. Das berichtete der Geschäftsführer Sebastian Herfurth auf einer Konferenz in Berlin. Erstmals steht eine Partnerschaft mit einem Ausschließlichkeitsvertrieb bevor, es geht um die Vertriebsorganisation eines der fünf größten Finanzunternehmen Deutschlands. Den Namen wollte Herfurth nicht nennen. Friendsurance ist im Bancassurance-Bereich als White Label-Anbieter unterwegs. Vergangenes Jahr hat die Firma mit einer Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank für Schlagzeilen gesorgt. Für die Analyse der Versicherungssituation von Kunden bietet Friendsurance eine Auswertung ihres Bankkontos an.
S&P: Wer sich nicht verändert, fällt zurück
Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) warnt die europäischen Versicherer in einem neuen Bericht davor, sich nicht auf die technologischen Neuerungen einzulassen. Wer in Zukunft erfolgreich sein wolle, müsse auf die veränderten Kundenbedürfnisse eingehen. Dabei haben die Versicherer das Glück, dass die Insurtechs bislang nicht disruptiv wirken, sondern eher das Angebot der traditionellen Versicherer ergänzen. Für das Risiko eines ökonomischen Abschwungs sieht S&P die Versicherer besser gerüstet als zu Beginn der letzten Krise 2008.







