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Sparkasse Hannover verkauft für Allianz-Tochter

Kunden der Sparkasse Hannover können künftig das digitale Angebot zur Altersvorsorge und Vermögensbildung der Allianz-Tochter Allvest nutzen. Dazu hat die sechstgrößte deutsche Sparkasse, die knapp 700.000 Kunden hat, eine Vertriebskooperation mit der jungen Gesellschaft vereinbart. Über die Internetseite des Instituts gelangen die Kunden für den Vertragsabschluss auf eine Landingpage von Allvest, für die Vertragsverwaltung steht ein „Cockpit“ zur Verfügung. Dass sich die Sparkasse eine Allianz-Tochter als Produktpartner an Bord holt und nicht wie üblich auf das Angebot der öffentlich-rechtlichen Versicherer zurückgreift, ist bemerkenswert.

Generationswechsel in der PSV-Führung

 Leute – Aktuelle Personalien  Hans Melchiors, langjähriger Vorstand des Pensions-Sicherungs-Vereins (PSV), geht in den Ruhestand. Verantwortlich für das Ressort „Betrieb und Finanzen“ ist ab dem 1. Mai Benedikt Köster (Bild). Die Generali Schweiz hat einen neuen Chief Operating Officer, der Abwicklungsspezialist Compre holt prominente Gesichter in seinen Verwaltungsrat, die Axa hat zwei neue Verwaltungsratsmitglieder, der Makler Marx & Marx verstärkt sich mit einem Experten von HDI Global, und Adesso verlängert den Vertrag mit Chef Michael Kenfenheuer.

Perfekte Software von der Stange gibt es nicht

Die Versicherungswirtschaft digitalisiert eifrig, das betrifft nicht zuletzt die Policen selbst. Einige Anbieter trainieren Algorithmen, die den Vertragsbestand nach unklaren Formulierungen durchsuchen. Allerdings gibt es für dieses und andere digitale Projekte nicht die perfekte Software, sagten Experten von Munich Re, Everest Insurance, Generali und Markel bei einer Veranstaltung. Sie berichteten, wo es hakt, und warum Versicherer noch viel Arbeit in die Entwicklung und die Integration von Software stecken müssen.

Cyber: Mehr Eigenschäden durch Homeoffice

Die pandemiebedingte Umstellung auf Homeoffice und angestoßene Digitalisierungsprojekte haben im vergangenen Jahr für mehr Schäden in der Cyberversicherung gesorgt. Immer öfter kommt es dabei zu internen Vorfällen – etwa durch einen Mitarbeiterfehler ausgelöst. „Da spielt sich im Moment sehr stark das Schadengeschehen ab“, sagte Fachanwältin Gunbritt Kammerer-Galahn von der Kanzlei Taylor Wessing bei einer Veranstaltung. Um Versicherungsschutz zu erhalten, müssen sich Unternehmen heutzutage mächtig ins Zeug legen.

Willis kurz vor Verkauf von Töchtern

Große Bewegung in der europäischen Maklerszene: Willis steht nach Informationen des Versicherungsmonitors wenige Tage vor dem Verkauf von Unternehmensteilen, die der Makler im Zuge der Übernahme durch Aon abgeben muss, um die Zustimmung der EU-Kartellbehörden zu erreichen. Dazu gehört auch das deutsche Industrieversicherungsgeschäft. Ein Deal sei noch in dieser oder der kommenden Woche zu erwarten, hieß es in Branchenkreisen. Aon und Willis machen Tempo: Die Auflagen der EU sollen bis Mitte Juni erfüllt sein, damit die Fusion endlich durchgeht. Die Kommission hatte Ende Juli als Frist gesetzt.

MLP streitet mit Hanse Merkur

Der Hamburger Versicherer Hanse Merkur legt sich mit dem Finanzvertrieb MLP in Wiesloch an und erhöht seinen Anteil an MLP auf über 10 Prozent. MLP-Chef Uwe Schroeder-Wildberg ist empört und nimmt Hanse Merkur-Policen aus dem Angebot seiner Vertreter – was den Versicherer nicht besonders stören dürfte. Warum Hanse Merkur-Chef Eberhard Sautter (Bild) diesen Streit sucht, ist unklar.

Die Krux mit den Daten

Internet of Things, 5G und andere moderne Entwicklungen erleichtern großen und kleinen Unternehmen viele Aufgaben, wenn es um Warennachverfolgung, Bestellungen und durchgängige Kontrolle geht. Allerdings sind es auch genau diese Technologien, die Cyberrisiken erhöhen. Die Versicherungsbranche hinkt diesen Entwicklungen noch hinterher, waren sich Experten bei einer Veranstaltung zu Hyperkonnektivität des Online-Magazins Intelligent Insurer einig. Der Hauptgrund dafür sind fehlende Daten. Doch es gibt erste Initiativen, dem entgegenzuwirken.

N26 steigt in Versicherungsmarkt ein

Die Berliner Smartphone-Bank N26 verkauft ab sofort Handypolicen über ihre App. Dafür kooperiert das Unternehmen mit dem Insurtech Simplesurance, das als Mehrfachagent arbeitet. Wer der Versicherer ist, sagten die beiden Unternehmen nicht. Allerdings weist einiges auf die Allianz hin. Zunächst sind die Policen nur in Deutschland verfügbar, später sollen weitere europäische Länder hinzukommen sowie weitere Policen.

Howden besorgt um Absicherung immaterieller Werte

Ein immer größerer Teil der weltweiten Wirtschaftsleistung basiert auf immateriellen Vermögensgegenständen wie Daten, Software, Marken, Humankapital und Kundenbeziehungen. Im Gegensatz zu materiellen Werten wie Anlagen, Maschinen und Gebäuden sind diese aber größtenteils nicht versichert, schreibt der Makler Howden in einem Bericht. Das liegt auch daran, dass die Versicherer zu stark an traditionellen Deckungskonzepten und Underwriting-Strategien festhalten. Nicht greifbare Vermögenswerte unterliegen „unsichtbaren“ Risiken, die mit neuartigen Versicherungslösungen abgesichert werden müssen.

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