Die sinkende Zahl der Unternehmenspleiten macht sich beim Pensions-Sicherungs-Verein (PSV) deutlich bemerkbar. Der Verein, der Ansprüche von Arbeitnehmern aus Betriebsrenten im Falle einer Insolvenz des Arbeitgebers absichert, musste 2014 mit rund 399 Mio. Euro nur halb so viel Geld für Schadenfälle aufwenden wie im Vorjahr. Dementsprechend ging auch der Vereinsbeitrag für die Unternehmen zurück. In den ersten Monaten des laufenden Jahres hat die Zahl der Schäden aber wieder zugenommen.
Nachrichten
Kein erhöhtes Axis-Angebot für PartnerRe
Der Bermuda-Versicherungskonzern Axis wird sein Angebot für die Übernahme von PartnerRe nicht erhöhen, obwohl der rivalisierende Bieter Exor einen höheren Preis geboten hat, meldet die Agentur Reuters. Offenbar ist sich die Axis-Führung sicher, dass ihr auch ohne neues Zückerli für die Aktionäre die Übernahme gelingen wird, weil die PartnerRe-Führung sie unterstützt. Die Schlacht wird von anderen mittelgroßen Rückversicherern und Versicherern genau beobachtet.
D.A.S. verschmilzt mit Ergo
Die Munich Re-Tochter Ergo will ihre Kosten senken. Dafür fusioniert sie jetzt die Rechtschutz-Gesellschaft D.A.S. mit der Ergo Versicherung AG. Die Marke D.A.S. bleibt aber erhalten. Auch für Mitarbeiter und Kunden soll sich nichts ändern.
Verbraucherschützer wollen gesetzlichen BU-Schutz
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und der Bund der Versicherten (BdV) fordern, dass der Berufsunfähigkeitsschutz wieder Teil der gesetzlichen Absicherung für Erwerbstätige wird. In einem Positionspapier setzen sich die Verbraucherschützer für eine grundlegende Reform des Modells der privaten Vorsorge ein. Sie kritisieren die rigide Annahmepolitik der Versicherer bei den Verträgen, zu hohe Prämien und zu geringe Rentenhöhen.
Epcos: Bei Cyber muss sich ein Markt erst entwickeln
Jörg Henne ist Versicherungschef bei Epcos, einem Hersteller für elektronische Bauelemente, mit Sitz in München. Außerdem sitzt Henne im Vorstand des Deutschen Versicherungs-Schutzverbandes, der Interessenvertretung der Industrie in Versicherungsfragen. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor spricht er über Entwicklungen im Markt, die neuen Cyberpolicen und warum er findet, dass Versicherungsmakler dringend an ihrem Geschäftsmodell arbeiten sollten.
Bayern: Tornado verursacht hohe Schäden
Nach dem Tornado in der Nacht zum Donnerstag nahe Augsburg rechnet die Versicherungskammer Bayern mit versicherten Schäden in zweistelliger Millionenhöhe. Schon Anfang Mai hatte ein Tornado im Zuge des Orkantiefs „Zoran“ die Stadt Bützow verwüstet. Die Provinzial Nordwest erwartet rund 12 bis 15 Mio. Euro versicherte Schäden aus diesem Orkantief. Obwohl die meisten Menschen Tornados eher mit den USA verbinden, sind diese Unwetter-Phänomene in Deutschland gar nicht so selten.
W&W vervollständigt Vorstand
Der Stuttgarter Finanzkonzern hat offiziell bestätigt, dass Franz Bergmüller neuer Chef bei der Württembergischen wird. Im Vorstand gibt es zwei weitere Neubesetzungen. Susanne Pauser übernimmt das Personalressort und Dirk Hendrik Lehner leitet den Vertrieb. Außerdem: Der Rückversicherungsmanager Hans-Joachim Guenther macht sich mit Beratungsfirma Peristrat selbstständig.
Brasilien: Von Korruption und anderen Risiken
Gut versichert nach… Angesichts schwacher Wachstumsraten auf den europäischen Märkten zieht es mehr und mehr deutsche Firmen nach Brasilien. Wer den Schritt wagt, sollte auf keinen Fall auf Managerhaftpflicht-, Feuer- und Transportversicherung sowie eine Haftpflichtdeckung für die Autoflotte verzichten. Auch die Absicherung der Belegschaft vor Ort ist in Brasilien ein großes Thema.
Ärzte monieren hohe PKV-Provisionen
Die Ärzteschaft nimmt die Provisionen der privaten Krankenversicherer ins Visier. Die Delegierten des Deutschen Ärztetages in Frankfurt haben einen Beschluss verabschiedet, mit dem sie eine Senkung der Provisionen in der PKV fordern. Auch bei der Verwaltung und dem Leistungsmanagement halten es die Ärzte für notwendig, dass die Versicherer abspecken. Ein möglichst großer Anteil der Prämieneinnahmen müsse für medizinische Zwecke verwendet werden, finden die Mediziner.
Euler Hermes hat neuen Deutschlandchef
Euler Hermes hat einen neuen Chef für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Ronald van het Hof löst Michael Diederich ab, der das Unternehmen nach nur fünf Monaten wieder verlässt und zu seinem früheren Arbeitgeber HypoVereinsbank zurückkehrt. Seinen bisherigen Posten als Chef der Euler Hermes World Agency gibt van het Hof an den bisherigen Frankreich-Chef Nicolas Delzant ab.
Alternatives Kapital bleibt auch nach Großschaden
Pensionsfonds und andere alternative Kapitalquellen machen Rückversicherern das Leben schwer. Das wird auch nach einem Zinsanstieg oder Großschaden so bleiben, sagte Dirk Lohmann von der Beratungsfirma Secquaero auf dem Rückversicherungssymposium der Kölner Fachhochschule. Dort wurde auch diskutiert, ob Rückversicherer gute Erstversicherer sein können und wie die Konsolidierung in der Branche weitergeht.
Talanx bietet für polnische Bank
Medienberichten zufolge will sich Talanx zusammen mit dem japanischen Partner Meiji Yasuda und dem polnischen Milliardär Leszek Czarnecki an der polnischen Bank Alior beteiligen. Zum Verkauf steht ein 25-prozentiger Anteil, an Talanx sollen 6 Prozent gehen. Der Zukauf würde dem Versicherer die Gelegenheit bieten, seinen Vertriebskanal über Banken zu verstärken.
Versicherer: Zahl der Vermittler wird drastisch sinken
Weil die Bundesregierung die Abschlusskosten für Lebensversicherungen gedeckelt hat, müssen nun viele Vermittler um ihre Existenz fürchten. Viele werden die Herausforderungen der Zukunft nicht meistern können und sich aus dem Geschäft zurückziehen, glauben die Vertriebsvorstände von Generali und Stuttgarter. Auch die Provision wird auf lange Sicht spürbar zurückgehen.
Privatversicherer spülen Geld ins System
Durch die Existenz der privaten Krankenversicherer (PKV) sind im Jahr 2013 11,8 Mrd. Euro mehr ins deutsche Gesundheitssystem geflossen, als die gesetzlichen Krankenkassen für die Versicherten bezahlt hätten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der PKV. Nach der Erhebung profitieren die niedergelassenen Ärzte und die Zahnärzte besonders stark von dem Mehrumsatz. Der einzige Bereich, in dem die privaten den gesetzlichen Krankenversicherern hinterher hinken, sind nach der Untersuchung die Kuren.
Swiss Re beobachtet Trend zu mehr M&As
Die Anzahl der Übernahmen und Transaktionen in der Versicherungsbranche ist zwar noch weit vom Vorkrisen-Level entfernt, doch Swiss Re sieht Anzeichen für neuen Schwung. Zu den Treibern gehören laut einer aktuellen Sigma-Studie alternative Kapitalgeber wie Pensionsfonds. Der Rückversicherer hofft offenbar auf Geschäftschancen.














