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Ärzte sehen Änderungsbedarf bei Berufshaftpflicht

Niedergelassene Frauenärzte mussten in den vergangenen Jahren zum Teil heftige Steigerungen ihrer Berufshaftpflichtprämien hinnehmen. Betroffen waren vor allem Gynäkologen, die auch im Krankenhaus tätig sind. Das hat eine Analyse des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung ergeben. Es plädiert dafür, dass sich künftig bei den ambulant tätigen Ärzten die Beiträge stärker an den Fallzahlen und den damit verbundenen Risiken ausrichten, wie es bei den Kliniken bereits der Fall ist.

NAG ist nicht tariffähig

Schwere Schlappe für die Neue Assekuranz Gewerkschaft (NAG): Nach einer aktuellen Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Hessen ist die kleine Spezialgewerkschaft nicht tariffähig. Der Grund: Die NAG ist nach Überzeugung des Gerichts zurzeit nicht mächtig genug, um Tarifforderungen durchzusetzen. Da keine Revision zugelassen ist, kann sie sich jetzt nur noch an das Bundesverfassungsgericht wenden.

US-Versicherer nutzen Drohnen

Die US-Luftfahrtbehörde hat drei Versicherungsgesellschaften erlaubt, Drohnen für die Prüfung von Risiken und die Erfassung von Schäden einzusetzen. Allerdings gelten strenge Auflagen. Für die drei Gesellschaften AIG, State Farm und USAA ist die Entscheidung trotzdem ein Erfolg, schließlich müssen die Auflagen nicht auf Dauer so bleiben. Für die Gesellschaften gilt: Die schnellstmögliche Schadenabwicklung ist der Schlüssel für den Erfolg, gerade nach Katastrophen und anderen Großschäden. Luftfahrtversicherer sind skeptisch.

Ergo sorgt sich um Lebensversicherung

In der Lebensversicherung lässt sich nach Ansicht von Ergo derzeit kein Geld verdienen. Der Gesellschaft machen die niedrigen Zinsen und die Kaufzurückhaltung der Kunden zu schaffen. Vorstandschef Torsten Oletzky hofft, dass die neue Lebensversicherung mit modifizierten Garantien wieder Wachstum bringen wird. Der Versuch von Ergo, besondere Elementarschadenpolicen in stark flutgefährdeten Gebieten zu verkaufen, war bislang nicht von Erfolg gekrönt. Aber die Schadenversicherung war 2014 insgesamt der große Gewinnbringer für das Unternehmen.

Unruhe bei der Süddeutschen Kranken

Beim kleinen Krankenversicherer Süddeutsche Krankenversicherung in Fellbach bei Stuttgart gibt es erhebliche Unruhe in der Belegschaft. Hintergrund sind Änderungen in der Strategie des Unternehmens durch den Vorstandsvorsitzenden Ralf Kantak. Zahlreiche Führungskräfte haben das Unternehmen verlassen. Kritiker des Vorstands behaupten, Kantak wolle das Unternehmen bei der R+V unterbringen – die ebenso wie die SDK zum genossenschaftlichen Finanzverbund gehört.

Dokumentation: Heftige Kritik am SDK-Vorstand

 Dokumentation  Bei der Süddeutschen Krankenversicherung in Fellbach bei Stuttgart hängt der Haussegen schief. Vorstandschef Ralf Kantak baut das Unternehmen, das Teil des genossenschaftlichen Finanzverbundes ist, drastisch um. Unter Mitarbeitern gibt es erhebliche Unruhe. Im Folgenden dokumentieren wir eine E-Mail-Nachricht, die Kritiker des jetzigen Führungsduos an alle 650 Mitarbeiter schickten.

Die sichersten Lieferketten

Das Risiko von Lieferkettenunterbrechungen ist auch abhängig von der Situation in den Ländern, in denen Zulieferer sitzen. Deswegen hat der Industrieversicherer FM Global die Widerstandsfähigkeit von Lieferketten weltweit unter die Lupe genommen. Am besten schnitten Norwegen, die Schweiz und die Niederlande ab.

Sturm „Niklas“: Bis 1,9 Mrd. Euro Schaden in Europa

Die versicherten Schäden durch den Sturm „Niklas“ bleiben auch nach neuesten Schätzungen hinter denen durch „Kyrill“ im Jahr 2007 zurück. Die Risikoanalysefirma Air Worldwide schätzt, dass „Niklas“ die Assekuranz maximal 1,9 Mrd. Euro kosten wird. Auch die Versicherungskammer Bayern rechnet mit vergleichsweise geringen Schäden.

Update: Sturm „Niklas“: Erste Schadenschätzungen

Es gibt erste Schätzungen, wie hoch die von den Stürmen „Niklas“ und „Mike“ verursachten Schäden für einzelne Versicherer ausfallen. Die meisten Gesellschaften rechnen momentan nicht mit einer allzu hohen Belastung. Die Zahlen dürften in den kommenden Wochen aber noch nach oben korrigiert werden, weil mit weiteren Schadenmeldungen zu rechnen ist. Eine Kölner Beratungsfirma schätzt den versicherten Gesamtschaden auf 700 Mio. Euro.

Rückversicherer vor Wachstumsproblemen

Die vier großen europäischen Rückversicherer und die Spezialisten im Lloyd’s-Markt haben gute Zahlen für 2014 vorgelegt und sind weiterhin hervorragend kapitalisiert. Aber die Wachstumsmöglichkeiten sind sehr beschränkt, schreibt die US-Ratingagentur A.M. Best in ihrem neuesten Marktüberblick. Bei den Kapitalanlagen führt die Suche nach mehr Ertrag zu risikoreicheren Engagements. Die Preise bleiben niedrig, und das alternative Kapital dürfte nicht so schnell verschwinden, glauben die Analysten. Ein wichtiger Grund: Statt der kurzfristig denkenden Hedgefonds sind immer mehr Pensionsfonds engagiert. Die denken langfristig.

Vermittlersterben geht weiter

Die Zahl der Versicherungsvermittler in Deutschland sinkt seit Jahren. Im Verlauf des ersten Quartals 2015 sind fast 2.500 von ihnen aus der Statistik der Industrie- und Handelskammern verschwunden. Vor allem Ausschließlichkeitsvertreter mussten Federn lassen, bei Maklern hält sich der Schwund dagegen in Grenzen. Unmittelbare Einflüsse des seit Jahresanfang geltenden Lebensversicherungsreformgesetzes sind allerdings nicht sichtbar. Anfang vergangenen Jahres haben ähnlich viele Vermittler den Markt verlassen.

Kreditech-Datendiebstahl trifft Versicherer

Das Hamburger Kreditunternehmen Kreditech erlitt Ende 2014 einen Datendiebstahl. Doch anders als die meisten deutschen Unternehmen hat Kreditech eine Cyberdeckung. Damit handelt es sich um einen der ersten versicherten Schäden aus der jungen Sparte in Deutschland. Das könnte die Nachfrage nach den Verträgen deutlich steigern. Allerdings will Kreditech zu dem Vorgang wenig sagen, das Ausmaß des Schadens und die Höhe der Deckung sind bislang nicht bekannt. Mit dem renommierten US-Sicherheitsspezialisten Brian Krebs liefert sich Kreditech eine bizarre juristische Auseinandersetzung um einen Artikel zu Kreditech, den Krebs veröffentlicht hat.

Sturm „Niklas“ sorgt für Verwüstungen

Ganz Deutschland wurde am Dienstag und in der Nacht auf Mittwoch von teils schweren Sturmböen heimgesucht. Es gab Tote und Verletzte, der Bahn- und Flugverkehr war teils unterbrochen. Die Versicherer wollen noch keine Schadenschätzungen abgeben, laut GDV dürfte das Ausmaß aber unter dem liegen, das der Sturm „Kyrill“ 2007 verursacht hat.

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