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Allianz hält Überschussbeteiligung konstant

Während Ergo, Axa, Nürnberger, Inter und VPV die Überschussbeteiligung in der Lebensversicherung 2025 erhöhen, will Marktführer Allianz die Kundengutschrift nicht verändern. Vorstand Volker Priebe verweist im Gespräch mit dem Versicherungsmonitor darauf, dass der Versicherer die Kunden bereits in den vergangenen zwei Jahren und damit früher als andere Wettbewerber an den steigenden Zinsen hat teilhaben lassen. Für den Markt rechnet die Ratingagentur Assekurata mit einer weiter steigenden Überschussbeteiligung im kommenden Jahr.

Allianz wächst in Australien

Die Allianz will ihre Präsenz in Süd-Australien ausbauen und übernimmt das Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft der Royal Automobile Association of South Australia (RAA). Der australische Automobilclub hat 825.000 Mitglieder und bietet Hausrat-, Kfz- und Reiseversicherungen an. Für die Transaktion im Wert von 642 Mio. australischen Dollar (385 Mio. Euro) will die Allianz 20 Jahre lang exklusiv die Hausrat- und Kfz-Policen der RAA vertreiben und auch die Schadenregulierung übernehmen.

Munich Re: Teure Wirbelstürme

 Exklusiv  Wirbelstürme haben 2024 besonders hohe Schäden verursacht. Teuerstes Ereignis für die Versicherungsbranche war der schwere Hurrikan „Milton“, der im Oktober auf Florida traf. Der führende Rückversicherer Munich Re sieht auch den Klimawandel am Werk, Rekordtemperaturen hätten die Stärke der Stürme befeuert. Die hohen Schäden könnten die Versicherungskrise in den USA weiter verschärfen. In mehreren Bundesstaaten haben es Hausbesitzer wegen steigender Schäden durch Naturkatastrophen immer schwerer, bezahlbaren Versicherungsschutz zu bekommen.

Ohne Hierarchien mehr Innovation

 Digitale Trends 2025  Der Assekuradeur Sia digital hat eine neue Unternehmensstruktur eingeführt, um Prozesse zu beschleunigen und die Zufriedenheit der Beschäftigten zu steigern. Das Unternehmen funktioniert jetzt nach dem Konzept der Holakratie, das ohne Hierarchien auskommt und bei dem die Beschäftigten viel Eigenverantwortung haben. Geschäftsführerin Laura Seitz ist überzeugt, dass sich das Konzept für kleinere Unternehmen in der Versicherungsbranche lohnen kann.

Michael Knaup wird 2026 DEVK-Chef

 Leute – Aktuelle Personalien  Die DEVK hat im eigenen Haus einen Nachfolger für Konzernchef Gottfried Rüßmann (links im Bild) gefunden: Anfang 2026 wird Michael Knaup, seit 2015 im Vorstand des Kölner Versicherers, den Vorstandsvorsitz übernehmen. Zudem ist das Unternehmen dabei, die Nachfolge von Vorstand Bernd Zens zu regeln, der Ende März 2025 in den Ruhestand geht. Außerdem: Der frühere Gothaer-Manager und Ottonova-Vorstand Jesko David Kannenberg hat einen neuen Job.

Cogitanda-Insolvenz jetzt offiziell

Der Cyber-Assekuradeur Cogitanda ist jetzt offiziell pleite. Das Amtsgericht Köln hat am 28. November 2024 seinen Beschluss zur Insolvenz der Cogitanda Dataprotect AG veröffentlicht. Gleichzeitig finden weiterhin Gespräche mit Investoren statt. Die Pleite der auf Cyberdeckungen spezialisierten Gruppe hat weitreichende Auswirkungen auf den Markt für Cyberdeckungen, vor allem für Mittelständler. Die Verunsicherung bei Kunden und Maklern ist groß.

DAV: Höchstrechnungszins soll bei 1,0 Prozent bleiben

Die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) empfiehlt, den Höchstrechnungszins für Neuverträge in der Lebensversicherung für das Jahr 2026 stabil bei 1,0 Prozent zu halten. 2025 wird der Zinssatz erstmals seit 1994 wieder angehoben, von zuletzt 0,25 Prozent. Der Versichererverband GDV begrüßt die Empfehlung. Der Höchstrechnungszins im Neugeschäft hat inzwischen jedoch nur noch marginale Bedeutung, weil die meisten Versicherer kaum noch klassische Lebensversicherungen verkaufen.

Selbst gemacht schmeckt noch immer am besten

 Digitale Trends 2025  Die Ergo hat ein eigenes ChatGPT entwickelt. Das auf einem Sprachmodell basierende Programm heißt ErgoGPT und soll den Mitarbeitenden des Unternehmens vor allem lästige Aufgaben wie das Durchforsten seitenlanger Dokumente abnehmen. Dass der Düsseldorfer Versicherer auf Marke Eigenbau setzt, kostete ihn Zeit. Die musste sich die Ergo allerdings auch nehmen – weil gerade Versicherer oft mit sensiblen Daten hantieren, und hohen Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz gerecht werden müssen.

SAS: Kollaps der Versicherer nicht ausgeschlossen

Der US-amerikanische Datenanalyst SAS warnt in einer aktuellen Studie davor, dass der Versicherungssektor bis 2040 kollabieren könnte, wenn die Gesellschaften es verpassen, durch ein höheres Maß an Zusammenarbeit und die Nutzung fortschrittlicher Technologien eine höhere Resilienz gegen die Folgen des Klimawandels zu entwickeln. Insgesamt hat das Unternehmen vier denkbare Szenarien identifiziert, die der Versicherungsbranche bevorstehen könnten.

Allianz verabschiedet Wiswesser

 Leute – Aktuelle Personalien  Rolf Wiswesser, seit Mai 2016 Vorstand Maklervertrieb bei der Allianz Versicherung, geht zum Jahresende in den Ruhestand, wie das Unternehmen mitteilte. Firmenvorstand Ulrich Stephan wird die Aufgaben des 61-Jährigen zusätzlich übergangsweise übernehmen. Die Münchener teilten zudem mit, die künftige Ausrichtung des Maklervertriebs weiter stärken zu wollen.

HUK übernimmt Mehrheit an Pitstop

Der Kfz-Versicherer HUK-Coburg will Anfang kommenden Jahres die Mehrheit an der Werkstattkette Pitstop übernehmen. HUK-Coburg ist bereits seit zwei Jahren mit rund 25 Prozent an Pitstop beteiligt, nun will die Gesellschaft auf 84,9 Prozent aufstocken. Die Kartellbehörde muss dem Deal noch zustimmen. In Zeiten steigender Kosten für Dienstleistungen und Ersatzteile könnte eine eigene Werkstattkette ein entscheidender Vorteil für den Versicherer sein.

Einfirmenvermittler legen zu, Banken verlieren

Einfirmenvermittler sind weiterhin Vertriebsweg Nummer Eins für Lebensversicherungsprodukte, Banken verlieren dagegen kräftig beim Geschäft mit Einmalbeiträgen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Maklers und Beraters WTW. Die Vermittler schneiden besonders bei der betrieblichen Altersversorgung gut ab. Die Expertinnen und Experten von WTW erwarten, dass dieser Trend anhält.

Torsten Uhlig führt künftig die Signal Iduna

 Leute – Aktuelle Personalien  Torsten Uhlig, Vertriebsvorstand der Signal Iduna-Gruppe, steigt zum 1. Juli 2025 an die Konzernspitze auf und wird Nachfolger von Ulrich Leitermann. Bereits im Juli war bekanntgeworden, dass Leitermann Mitte des kommenden Jahres Reinhold Schulte als Vorsitzender des Aufsichtsrats ablösen soll. Mit der Entscheidung für Uhlig sendet der Konzern ein Signal an Mitarbeiter und Vertriebe.

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