Exklusiv Der Industrieversicherer QBE hat seine Angebotspalette zuletzt deutlich ausgebaut mit Cyber-, Transport- und Kunstpolicen. Weitere Sparten sollen dazukommen, etwa Bauversicherungen, sagte QBE-Deutschlandchef Fabian Desch im Interview mit dem Versicherungsmonitor. QBE will hierzulande stärker als Führungsversicherer wahrgenommen werden. In der Sach- und Haftpflichtversicherung führt der Versicherer bereits einige Programme. Das ginge auch in Cyber, Transport und anderen Sparten.
Nachrichten
Bieterprozess um Viridium beginnt
Der Verkauf des Run-off-Spezialisten Viridium hat begonnen. Mehrheitseigner Cinven, ein Londoner Private-Equity-Investor, hat im Markt Interessensbekundungen erbeten. Als mögliche Bieter werden von der Nachrichtenagentur Bloomberg unter anderem Blackrock zusammen mit Fortress, der Versicherer Generali und die Run-off-Gesellschaft Athora genannt. Branchenkreise bestätigten den Bericht. Auch US-Lebensversicherer sollen Interesse bekundet haben.
Negativtrend in Schaden- und Unfall
Die Ratingagentur Moody’s prognostiziert den deutschen Schaden- und Unfallversicherern zum dritten Mal in Folge ein schwieriges Jahr, vor allem wegen der Kfz-Versicherung. Wie schon 2023 und 2024 sollen die Preissteigerungen im kommenden Jahr nicht mit dem Anstieg der Schäden Schritt halten können. Etwas besser sieht Moody’s das Segment Leben aufgestellt. Dennoch ist auch dieser Bereich nicht frei von Problemen.
GDV kritisiert Eiopa-Vorschlag zur Proportionalität
Die Vorschläge der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa zum Solvency II-Review und zu Erleichterungen für kleinere Versicherer sind aus Sicht des GDV verbesserungswürdig. Der Verband befürchtet, dass am Ende zu wenige Gesellschaften davon profitieren könnten. Statt einer quantitativen Obergrenze für Versicherer in Höhe von 2 Mrd. Euro Prämieneinnahmen als Voraussetzung für die Inanspruchnahme fordert er einen relativen Schwellenwert. Es geht um die Gesellschaften, die etwas zu groß sind, um die Vorgaben für die neue Kategorie der „kleinen und nicht-komplexen Unternehmen“ zu erfüllen.
Alexander Stampf wechselt zu Marsh
Leute – Aktuelle Personalien Der Financial Lines-Experte Alexander Stampf (Bild) hat den Makler Finlex verlassen und ist zum Konkurrenten Marsh gewechselt. Dort soll er Mitte kommenden Jahres die Nachfolge von Michael Rieger-Goroncy als Head of Global Corporate Marsh Finpro (Financial and Professional Services) antreten. Der Rückversicherer Everest Re hat eine neue International Reinsurance Operation Officer. Personelle Neuerungen gibt es auch beim Makler Aon.
Renate Strasser wechselt von AGCS zu HDI
Exklusiv Die bisherige Chief Technical Officer von Allianz Global Corporate & Specialty und Allianz Commercial, Renate Strasser, wird ab April 2025 in den Vorstand von HDI Global wechseln. Die gebürtige Österreicherin und ausgewiesene Expertin im Bereich Corporate und Specialty übernimmt im Vorstand die Verantwortung für eben diese Bereiche. Sie folgt auf Ralph Beutter, der in den Ruhestand geht.
Summitas kauft BVUK
Exklusiv Deal Nummer 13 für Summitas, den Münchener Makler-Konsolidierer: Er übernimmt den großen Würzburger Spezialmakler BVUK. Der kennt sich bestens aus bei der betrieblichen Altersversorgung, gerade in Kombination mit der Berufsunfähigkeits-Absicherung, und kann große Konzerne als Kunden vorweisen. Gründer Michael Reizel dürfte einen hohen zweistelligen Millionenbetrag eingestrichen haben.
FCA-Bericht zu Diskriminierung und Belästigung
Die britische Finanzaufsicht FCA hat die Ergebnisse der Befragung von Banken, Vermittlern und Versicherern zu Fällen von sexueller Belästigung, Mobbing und anderem nicht-finanziellen Fehlverhalten veröffentlicht. Die Fallzahlen sind demnach zwischen 2021 und 2023 deutlich gestiegen. Die Behörde dringt auf einen offenen Umgang mit dem Risiko, dass Mitarbeiter übergriffig werden. 2019 hatten Berichte über sexuelle Belästigung und Alkoholmissbrauch den Versicherungsmarkt Lloyd’s of London aufgeschreckt.
Generali hält an Vermögensverwaltung fest
Während die Allianz nach Partnern für ihren Vermögensverwalter Allianz Global Investors sucht und die Axa ihren Asset Manager an die Großbank BNP Paribas verkauft hat, will der italienische Versicherer Generali sein Vermögensmanagement im Haus behalten. Für Asset Manager sei es von Vorteil, im Besitz eines Versicherers zu sein, sagte Generali-Versicherungschef Giulio Terzariol bei einer Fachkonferenz. Große Hoffnungen setzt er in die künstliche Intelligenz. Dazu müsse aber das Geschäftsmodell mit der Technologie harmonieren.
Geteiltes Bild bei Embedded Insurance
Käuferinnen und Käufer sind zwiegespalten, wenn es um das Angebot von Embedded-Policen geht. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Erhebung des Hildener Marktforschungsinstituts Nordlight Research. Auch wenn Experten dem Konzept großes Vertriebspotenzial zurechnen, empfinden viele Verbraucherinnen und Verbraucher ein solches Angebot als unseriös. Großes Vertrauen in diesem Bereich haben sich die Allianz, die HUK-Coburg und der ADAC erarbeitet, die größte Ablehnung erfahren die Sparkassen.
Die Woche in Bildern 43/2024
Woche in Bildern Ein Großbrand in einem Chemiewerk in Leverkusen, ein schwerer Tropensturm auf den Philippinen, ein großflächiger Stromausfall und Hurrikan-Schäden auf Kuba und ein Zugunglück in Norwegen: In unserer Woche in Bildern stellen wir Eindrücke der vergangenen sieben Tage zusammen.










