Exklusiv Die Lage in den Hochwassergebieten ist weiter kritisch, Entspannung ist angesichts der anhaltenden Regenfälle nicht in Sicht – im Gegenteil: Die Pegel steigen weiter, Deiche weichen auf. Wie hoch die Schadenbelastung für die Versicherer ausfallen wird, ist aktuell noch unklar, zeigt eine Recherche des Versicherungsmonitors bei einer Reihe von Gesellschaften. Die Unternehmen rechnen damit, dass der größte Teil der Schadenmeldungen noch kommen wird. Der im stark betroffenen Niedersachsen besonders geringe Anteil der Kunden mit Elementarschadendeckung könnte aber dazu führen, dass sich der versicherte Schaden in Grenzen hält.
Nachrichten
Mehr Balance in der Rückversicherung
Nachdem bereits der Rückversicherungsmakler Guy Carpenter von entspannteren Vertragsverhandlungen in der Rückversicherungs-Erneuerung zum 1. Januar 2024 berichtet hat, bestätigen die Konkurrenten Gallagher Re und Howden diesen Trend. Sie sprechen von einer Stabilisierung der Situation. Die Einkäufer in Deutschland mussten dennoch bei Kataststrophendeckungen tiefer in die Tasche greifen und haben nicht immer die Art von Vertrag bekommen, die sie haben wollten.
United Health und Allianz an der Weltspitze
Der US-amerikanische Krankenversicherer United Health steht zum neunten Mal auf Platz eins der Rangliste der weltgrößten Versicherer nach Prämieneinnahmen, die von der US-Ratingagentur A.M. Best aufgestellt wird. Die Allianz liegt bei den Prämien auf Platz acht, bei den Kapitalanlagen außerhalb des Bankensektors aber auf Platz eins. A.M. Best hat die Werte für das Jahr 2022 ermittelt.
DKM-Manager wechselt zu Maklerverbund vfm
Leute – Aktuelle Personalien Der langjährige Manager der Vermittlermesse DKM Konrad Schmidt hat einen neuen Arbeitsplatz. Er ist seit dem Jahreswechsel beim Maklerverbund vfm beschäftigt. Außerdem: Der Rückversicherungsmakler Gallagher Re holte sich einen neuen Luftfahrtexperten von den Bermuda-Inseln. Das Benelux-Team von Axa XL hat einen neuen operativen Leiter, der bereits international erfahren ist.
McKinsey zahlt 78 Millionen Dollar
In einem Vergleich mit privaten Krankenversicherern in den USA hat sich die Unternehmensberatung McKinsey zur Zahlung von 78 Mio. Dollar bereit erklärt. McKinsey hatte den Pharmahersteller Purdue beraten und soll maßgeblich für die aggressive Marketingstrategie verantwortlich sein, die zu einer Welle von Todesfällen durch Überdosen von Opioiden führte. 2021 hatte das Beratungsunternehmen bereits zugestimmt, 600 Mio. Dollar an Bundesstaaten zu zahlen.
Neujahrsbeben in Japan
Japan ist am Montag von einem heftigen Erdbeben getroffen worden. Rund 100.000 Menschen wurden evakuiert, mindestens 48 Menschen starben. Angesichts umfassender Schäden hatten Helfer Schwierigkeiten, sich Zugang zu dem Katastrophengebiet zu verschaffen, berichtet Reuters. Plenum Investments erwartet keine unmittelbaren Auswirkungen auf den Markt für Katastrophenanleihen. Die wirtschaftlichen Schäden könnten im einstelligen Milliardenbereich liegen.
Rückversicherung: Entspannte Erneuerung
Die Preise für Sachrückversicherungen gegen Katastrophenschäden sind zwar auch in der Erneuerungsrunde zum 1. Januar noch einmal kräftig gestiegen. Bei Programmen mit Vorschäden mussten die Erstversicherer bis zu 30 Prozent mehr zahlen, berichtet der Rückversicherungsmakler Guy Carpenter. Insgesamt waren die Vertragsverhandlungen aber wesentlich entspannter als im Vorjahr. Das lag auch an den reichhaltig verfügbaren Kapazitäten.
Der peinliche E-Mail-Fehler
Herbert Frommes Kolumne Bei der Traditionsversicherung sind zwischen Weihnachten und Neujahr die meisten Büros verwaist. Aber Vorstand Sascha-Alexander Esposito hält die Stellung, er bereitet die Vertriebs- und Maklertagungen für Anfang 2024 vor. Eigentlich keine besonders interessante Aufgabe. Doch dann sorgt eine E-Mail einer Mitarbeiterin für Aufregung, die offenbar nicht für ihn bestimmt war, in der sie aber heftig über ihn lästert. Was wird Esposito tun?
Schlechteres Rating für Athene
Der Lebensversicherer Athene zieht von Bermuda nach Delaware in die USA. Das bringt ihm bei der Ratingagentur Fitch aufgrund eines dann strengeren Regulierungsumfeldes eine schlechtere Bewertung ein. Zudem werden die verbleibenden Bermuda-Töchter der Unternehmensgruppe nach Ansicht der Experten zusätzliche Beschränkungen für die Kapitalbewegungen einführen. Größere Auswirkungen für andere Tochterunternehmen oder Aktionäre erwartet die Ratingagentur nicht.
Die Woche in Bildern 52/2023
Woche in Bildern Der „Great Santa Run“ in Tokio, der verseuchte Maracaibo See in Venezuela, das von einem Tornado „rasierte“ Dach in Tameside, Großbritannien, der geflutete Serengeti-Tierpark in Hodenhagen und die Überschwemmungen in Malaysia: In unserer Woche in Bildern stellen wir Eindrücke der vergangenen sieben Tage zusammen.
Meistgeklickt: Joachim Müller verlässt die Allianz
Exklusive Personalien kommen bei den Leserinnen und Lesern des Versicherungsmonitors immer gut an. Auf besonders großes Interesse stießen in diesem Jahr spektakuläre Trennungen, allen voran der Weggang von Industriechef Joachim Müller (Bild) von der Allianz, der Abschied von Zurich-Vertriebschef Jawed Barna und die Entlassung von Gothaer-Justiziar Wolfgang Rüdt. Aber auch die exklusiv recherchierte Makler-Rangliste des Versicherungsmonitors zählt zu den meistgeklickten Artikeln des Jahres 2023.
Fusionen, Nachfolgerinnen, Pleiten: Der Rückblick auf 2023 Teil 3
Auch die letzten vier Monate des Jahres 2023 waren ereignisreich – nicht nur wegen der Fusionspläne von Gothaer und Barmenia, sondern auch in personeller Hinsicht: Die BaFin ernennt eine Nachfolgerin für Frank Grund und die Risikomanager-Vereinigung Ferma eine Nachfolgerin für Präsident Dirk Wegener. Außerdem kündigt Karsten Crede seinen Abschied von der Ergo an und AGCS-Chef Joachim Müller seinen Rückzug aus dem Allianz-Konzern. Geprägt war das letzte Jahresdrittel außerdem von anhaltender Dynamik im Maklermarkt, dem Krieg in Nahost, schweren Naturereignissen und der Signa-Schieflage. Hier der letzte Teil unseres dreiteiligen Jahresrückblicks.
Australien: Allianz mit Klausel für Gewaltopfer
Gibt es eine Verbindung von häuslicher Gewalt und Versicherungen? Studien der Allianz Australien haben gezeigt, dass dies tatsächlich so ist. Versicherungspolicen, vor allem Kfz-Policen, werden von Tätern genutzt, um die Flucht zu vereiteln und ihre Opfer unter Druck zu setzen. Der Versicherer reagiert darauf unter anderem mit einer neuen Klausel sowie einem Team an speziell geschulten Schadenbearbeitern.












