Nachrichten rss

Allianz Direct startet in Frankreich

Die Allianz Direct hat eine Niederlassung in Frankreich gegründet und expandiert damit in den fünften Markt. Die Leitung übernimmt die langjährige Admiral-Managerin Fanny Limare-Wolf. Ab 2024 bietet der Allianz-Direktversicherer in Frankreich zunächst Reiseversicherungen an, Hausrat-, Haftpflicht- und Kfz-Policen sollen folgen. Der Vertrieb soll über die eigene Internetseite laufen – weitere Vertriebswege werden laut einer Sprecherin geprüft. Als Risikoträger fungiert die Allianz Direkt Versicherungs-AG in München.

Hennen verlässt HDI

 Leute – Aktuelle Personalien  Dominik Hennen, seit Mitte 2021 Chief Transformation Officer beim Versicherer HDI Deutschland, verlässt den Konzern und auch die Versicherungsbranche. Er geht zur Deutschen Bank. Außerdem: Der Versicherungsmakler Brandgilde Versicherungskontor hat ein neues Mitglied in der Geschäftsführung und der Rückversicherer Scor zwei neue Mitglieder im Executive Committee.

Cinven kauft Eurovita-Schulden

Bisher hatte sich die Unterstützung des Private Equity-Investors Cinven für die strauchelnde italienische Tochter Eurovita in Grenzen gehalten. Jetzt hat sich das Unternehmen laut Medienberichten bereit erklärt, Eurovita-Anleihen mit einem Volumen von 160 Mio. Euro zurückzukaufen, um eine geordnete Abwicklung des Versicherers zu ermöglichen. Damit will Cinven wohl seine Position in einer strafrechtlichen Ermittlung verbessern, die derzeit in Italien läuft. In Deutschland steht wegen des Eurovita-Debakels der Run-off-Deal zwischen Zurich und der Cinven-Tochter Viridium auf der Kippe.

Konsortium deckt Kriegsrisiken für Getreidekorridor

Der Makler und Kriegsrisiko-Spezialist Miller hat sich mit einem Technologieunternehmen zusammengetan, um Schiffe mit Getreidelieferungen aus der Ukraine besser überwachen zu können. Das Unternehmen glaubt, dass so die Absicherung der Schiffe leichter wird. Einige Versicherer, darunter Lloyd’s of London, scheinen davon überzeugt zu sein und haben sich bereit erklärt, diese Risiken wieder zu decken.

Monika Behrens

Monika Behrens geht zu Aon

 Exklusiv  Die Maklerin Monika Behrens wechselt nach Informationen des Versicherungsmonitors nach zwölf Jahren bei Willis Towers Watson zu Aon. Behrens ist Geschäftsführerin bei Willis und eine der bekanntesten Expertinnen in der Industrieversicherung. Noch ist nicht klar, wann Behrens geht. Für Willis ist ihre Kündigung ein schwerer Schlag. Bei Aon hatte Behrens bereits bis 2011 gearbeitet.

Mylife glaubt an Nettopolicen

 Exklusiv  Reines Nettogeschäft ohne Provisionen und hohe Flexibilität durch jederzeitige Wechselmöglichkeiten der Fonds. So beschreibt Jens Arndt das Geschäftsmodell des Göttinger Lebensversicherers Mylife, den er als Vorstandschef leitet. Damit das funktioniert, coacht die Mylife-Schwestergesellschaft Honorarkonzept vor allem Finanzmakler im Nettoverkauf von Lebensversicherungen. Mylife gehört zur Ideal-Gruppe in Berlin und hat eine bewegte Geschichte hinter sich.

Vermögen in Deutschland schrumpft schneller

Der prophezeite Rückgang beim Geldvermögen der privaten Haushalte hat sich bewahrheitet: Weltweit verminderte es sich im vergangenen Jahr um 2,7 Prozent, in Deutschland gab es sogar einen stärkeren Schwund als während der Finanzkrise 2008, so der „Global Wealth Report“ der Allianz. Ihre Prognose für dieses Jahr ist nur wenig besser, in Deutschland bleibt es wohl wegen der Inflation bei einem realen Minus. Immerhin: Die Versicherer sehen die Münchener im Wettbewerb um Sparer stabil positioniert.

Signal Iduna unter Druck der BaFin

 Exklusiv  Die Signal Iduna muss nach Informationen des Versicherungsmonitors wegen Mängeln an ihrer IT befürchten, dass die BaFin einen Aufschlag auf ihre Solvenzkapitalanforderungen anordnet. Seit Ende 2022 verwendet die Aufsicht dieses Mittel, damit besondere Risiken aus IT-Problemen unter Solvency II durch zusätzliches Kapital abgedeckt werden. Neben der Signal Iduna sind bislang die Axa Kranken und die Allianz SE betroffen. Die Allianz SE hat sich jetzt mit der Behörde geeinigt. Sie muss aktuell keinen Kapitalaufschlag befürchten.

Industrie stemmt sich gegen PFAS-Verbot

Die EU will die Stoffgruppe der Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) verbieten. Die wegen ihrer Langlebigkeit auch Ewigkeitschemikalien genannten Stoffe können gesundheitsschädlich sein und unter anderem für Krebs, Diabetes und Unfruchtbarkeit sorgen. Den Versicherern gelten sie bereits als neues Asbest. Industrieverbände warnen dagegen: Ein PFAS-Aus sei eine Bedrohung für High-Tech-Branchen wie die Medizin- oder Halbleitertechnik – und auch für die Energiewende.

Haftpflicht für Hebammen steht bis 2027

Der Deutsche Hebammenverband und ein Versicherungskonsortium unter Führung der Versicherungskammer Bayern haben ihren Rahmenvertrag zur Berufshaftpflicht von freiberuflich tätigen Hebammen um weitere drei Jahre verlängert. Damit ist der Versicherungsschutz für die Mitglieder des Verbands bis Mitte 2027 gesichert. Für Hebammen ohne Geburtshilfe bleiben die Prämien stabil. Wer Geburtshilfe anbietet, hat im ersten Jahr ebenfalls stabile Prämien, in den folgenden beiden Jahren folgt eine Erhöhung um jeweils 5 Prozent.

WordPress Cookie-Hinweis von Real Cookie Banner