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Schwierige Zeiten für Bauwirtschaft und Versicherer

Die Pandemie, höhere Preise für Energie und Material sowie steigende Löhne stellen die traditionell stark von der Konjunktur abhängige Baubranche nach etlichen guten Jahren aktuell vor Probleme. VHV-Vorständin Sina Rintelmann rechnet für das laufende Jahr im Bereich der Bauwirtschaft mit mehr Insolvenzen. Auch Bau-Spezialversicherer wie die VHV stehen momentan vor Herausforderungen – nicht nur im Haftpflichtbereich, sondern auch in der Bauleistungsversicherung, die unter den längeren Bauzeiten leidet.

GDV sieht stabiles Finanzsystem trotz Herausforderungen

Der Gesamtverband der Versicherer (GDV) bewertet die Stabilität des Finanzsystems trotz außergewöhnlicher Belastungen durch Ukrainekrieg, Energiekrise und hohe Inflation als robust und widerstandsfähig. Die Risiken bestehen aber weiterhin, so der GDV im ersten Beitrag seiner volkswirtschaftlichen Veröffentlichungsreihe „Financial Stability Perspectives“.

Die Woche in Bildern 7/2023

Schäden durch Sturm „Gabrielle“ in Neuseeland, die prekäre Lage in den von den schweren Erdbeben betroffenen Gebieten in der Türkei und in Syrien, anhaltende Proteste gegen die Rentenreform in Frankreich, ein missglückter Raketenstart in Japan, Fortsetzung des Wirecard-Prozesses und Störungen des Flugverkehrs in Frankfurt wegen durchtrennter Kabel in einer Baustelle: In unseren Bildern der Woche stellen wir für Sie Eindrücke der vergangenen sieben Tage zusammen.

Allianz zeigt sich sehr optimistisch

Mit breiter Brust geht die Allianz-Führung unter Oliver Bäte in das Jahr 2023. Dafür sorgt ein operatives Rekordergebnis im Jahr 2022, vor allem wegen deutlicher Preiserhöhungen in der Schaden- und Unfallversicherung und guter Gewinne in der Lebensversicherung. Trotz Milliardenbelastungen durch den Betrugsskandal um die Structured-Alpha-Fonds in den USA und trotz der Kosten des Ausstiegs aus dem russischen Markt steigt das Ergebnis nach Steuern für die Anteilseigner, wenn auch um magere 1,9 Prozent auf 6,7 Mrd. Euro. Nach einem erfolgreichen Deal in den USA will Bäte auch die Abgabe von Lebensbeständen in Deutschland nicht ausschließen. „Es gibt keine heiligen Kühe.“

Swiss Re: Im Abschlussquartal in die Gewinnzone

Die Swiss Re hat den Verlust aus den ersten neun Monaten 2022 in einen Jahresgewinn von 472 Mio. Dollar verwandelt. Besonders die Schadenrückversicherung lieferte im Abschlussquartal einen hohen Gewinnbeitrag. Das Hauptproblem des schwierigen Jahres waren die Lasten durch die Inflation, sagte Vorstandschef Christian Mumenthaler bei der Präsentation der Zahlen. Dazu kamen hohe Naturkatastrophenschäden und Lasten durch Corona. 2023 will Swiss Re mehr als 3 Mrd. Dollar verdienen.

Europachef Drews verlässt Canada Life

 Leute – Aktuelle Personalien  Canada Life-Europachef Markus Drews verlässt das Unternehmen offenbar überraschend. Drews war seit 2020 Managing Director der Canada Life Assurance Europe, in der das Europageschäft von Canada Life gebündelt ist. Davor war er fünf Jahre Hauptbevollmächtigter der deutschen Niederlassung des Versicherers. Drews` Nachfolger steht noch nicht fest, dieser werde aber noch von ihm eingearbeitet, teilte eine Sprecherin mit.

HUK führt Versicherungspflicht bei Elementarschäden ein

Die HUK-Coburg bringt als erster großer Versicherer die verpflichtende Elementarschadenversicherung für Wohngebäude. Konkurrierende Häuser bieten den Elementarschadenschutz bisher als Opt-out-Variante an oder unverändert als hinzubuchbare Leistung. Das ist ein weiterer Beleg dafür, dass sich die Branche in einer Findungsphase zum Umgang mit wachsenden Risiken durch Extremwetterereignisse befindet.

Die R+V schrumpft

Der genossenschaftliche Versicherer R+V ist in den vergangenen Jahren oft stärker als die Branche gewachsen und konnte Marktanteile ausbauen. 2022 hat er deutlich mehr Federn lassen müssen als seine Wettbewerber. Im deutschen Erstversicherungsgeschäft gingen die Beitragseinnahmen um 3,8 Prozent auf 15,6 Mrd. Euro zurück. In der Lebensversicherung belasteten die hohe Inflation und der Zinsanstieg die Gesellschaft. R+V-Chef Norbert Rollinger hofft auf bessere Zeiten.

DFV erzielt 2022 mehr Gewinn als erwartet

Die Deutsche Familienversicherung (DFV) hat ihr Ziel erreicht, nach mehreren verlustreichen Jahren in Folge das vergangene Jahr mit einem Gewinn abzuschließen. Vorläufigen Zahlen zufolge hat der Frankfurter Versicherer ein Konzernergebnis vor Steuern von 1,7 Mio. Euro erzielt, berichtete Finanzvorstand Karsten Paetzmann. Prognostiziert waren 0 bis 1,0 Mio. Euro. Das laufende Geschäftsjahr wird das nach eigenen Angaben „in Europa führende Insurtech-Unternehmen“ erstmals unter den neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 17 und IFRS 9 bilanzieren.

Milliardenschäden durch psychische Erkrankungen

Die Corona-Krise hat die hohen wirtschaftlichen Schäden durch psychische Erkrankungen weltweit weiter nach oben getrieben, allerdings auch den Einsatz innovativer Behandlungen gefördert. Das schreibt die Geneva Association in einem aktuellen Bericht. Die Autoren geben Empfehlungen, wie Versicherer die Versicherbarkeit psychischer Erkrankungen verbessern könnten. Dazu gehören auch Maßnahmen zur Verringerung des gesellschaftlichen Stigmas, das bei psychischen Erkrankungen im Spiel ist.

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