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Finlex kritisiert Preispolitik der Versicherer

 Exklusiv  Quersubventionierung, Intransparenz und fehlende Standards – der Plattformbetreiber Finlex geht hart ins Gericht mit den Versicherern. Mitgründer und CEO Sebastian Klapper moniert im Interview mit dem Versicherungsmonitor die Preispolitik vieler Anbieter. Um günstige Prämien in der Cyberversicherung anbieten zu können, hätten sie die Preise in anderen Sparten deutlich angehoben. Die Preisgestaltung sei oftmals uneinheitlich und intransparent.

Hanse Merkur verstärkt sich im Kompositbereich

 Leute – Aktuelle Personalien  Matthias Werwath leitet bei der Hanse Merkur die Vertriebsdirektion SHU, die sich um das Wachstum des Schaden- und Unfallgeschäfts über den Maklervertrieb kümmern soll. Der Hamburger Versicherer will in diesem Bereich stark zulegen – vor allem in der Tierversicherung. Außerdem: Die Haftpflichtkasse hat einen neuen Vertriebsleiter, Axa XL eine neue Captive-Chefin und Oliver Wyman einen neuen Cyberexperten. Die britischen Versicherer Legal & General und Direct Line müssen sich derweil nach neuem Spitzenpersonal umschauen.

Clyde & Co: Cyberfälle sind eine Black Box

Die Rechtslage bei Schadenersatzansprüchen im Zusammenhang mit Cybervorfällen ist aktuell sehr unsicher. Jan Spittka, Partner der Kanzlei Clyde & Co, spricht von einer Black Box. Doch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs könnte noch in diesem Jahr Klarheit bringen – auch darüber entscheiden, ob Massenklagen in Deutschland erfolgreich sein werden oder nicht. Aus versicherungstechnischer Sicht werden allerdings einige Fragen offenbleiben, Streitigkeiten sind vorprogrammiert. Die Situation werde ähnlich wie bei D&O-Fällen werden, sagte Paul Malek, Counsel bei Clyde & Co.

Einmalbeitragsprodukte werden attraktiver

 Exklusiv  Die im vergangenen Jahr unerwartet deutlich gestiegenen Zinsen machen sich inzwischen in den Deklarationen der Lebensversicherer bemerkbar. Auch bei Verträgen gegen Einmalbeitrag und Tagesgeld-ähnlichen Angeboten geht es mit den Zinssätzen bergauf. Der Versicherungsmonitor hat sich bei einigen größeren Anbietern umgehört und festgestellt: Längst nicht jeder Versicherer nimmt die steigenden Zinsen zum Anlass, um im Einmalbeitragsgeschäft richtig Gas zu geben.

Vereine gewinnen, AGs verlieren

 Exklusiv  Die Versicherungsvereine haben ihre Marktanteile im deutschen Markt in den vergangenen 25 Jahren massiv von 28,1 Prozent auf 36,8 Prozent ausgebaut. Die Aktiengesellschaften verlieren deutlich von 60,2 Prozent auf 52,8 Prozent, die öffentlich-rechtlichen Versicherer stehen mit 10,4 Prozent um 1,2 Punkte schlechter da. Das hat eine Untersuchung des Kölner Instituts für Versicherungsinformation (Kivi) ergeben. Die Zahlen werden bei Investoren Fragen aufwerfen. Auch im Sparkassenlager dürfte man unzufrieden sein.

PKV verliert Vollversicherte, aber nicht mehr so viele

In der privaten Krankenversicherung (PKV) haben sich im vergangenen Jahr die wesentlichen Trends aus dem Jahr 2021 fortgesetzt: Die Branche ist in der Vollversicherung weiter marginal geschrumpft, die Versicherer haben im Systemwettbewerb mit der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ein positives Wechselsaldo erzielt und die betriebliche Krankenversicherung war der Wachstumstreiber in der Zusatzversicherung. Das zeigen die vorläufigen Branchenzahlen des PKV-Verbands für 2022.

Das sind die Trendthemen für 2023

Das Umfeld für Schaden- und Unfallversicherer ist momentan schwierig: Das Wirtschaftswachstum geht vielerorts zurück, durch die Inflation steigen die Kosten im Versicherungsfall. Weltweit kletterte die Schaden- und Kostenquote 2022 auf 100,7 Prozent. Trotzdem rechnet der Berater Capgemini damit, dass die globale Branche im vergangenen Jahr ein Wachstum von über elf Prozent erzielt hat. Ob Versicherer auch dieses Jahr wachsen können, hängt davon ab, wie gut sie auf aktuelle Trends reagieren. Vorne dabei: Nachhaltigkeit und Embedded Insurance.

Die Woche in Bildern 4/2023

Die Bürgerbewegung Finanzwende vergibt an den Versichererverband GDV den Titel des Super-Lobbyisten des Jahres, schwere Tornado-Schäden in Texas, Proteste von Umweltaktivisten anlässlich des vierten Jahrestages des Zusammenbruchs des brasilianischen Brumadinho-Staudamms, ein Hochhausbrand in Chicago und viel Schnee in Deutschland: In unseren Bildern der Woche stellen wir für Sie Eindrücke der vergangenen sieben Tage zusammen.

D&O: Wie der Krieg Haftungsrisiken verschärft

Die sich durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine verschärfende und stark ändernde Risikolage, der sich Unternehmen aktuell gegenübersehen, hat große Auswirkungen auf die Managerhaftung. Die Haftungsrisiken seien enorm gestiegen, erläuterte Sandra Dammalacks vom Makler Deas auf der Haftpflichtkonferenz von Euroforum. Unternehmen müssten viele schwerwiegende Entscheidungen treffen und eine ganze Bandbreite an Pflichten beachten. Wichtig sei auch die Prüfung des eigenen Versicherungsschutzes auf mögliche Einschränkungen.

Léger-Ernennung zeigt erste Erfolge für Scor

Das dürfte Scor-Verwaltungsratschef Denis Kessler sehr freuen: Die Ernennung von Thierry Léger zum neuen Chief Executive Officer bringt dem Rückversicherer erste Vorschusslorbeeren ein – bevor Léger sein Amt überhaupt angetreten hat. Analysten von J.P. Morgan stufen die Ernennung als sehr positiv ein, weil Léger eine gute Erfolgsbilanz bei Problemlösungen habe. Für den ehemaligen Arbeitgeber von Léger, Swiss Re, hingegen ist die Nachricht gar nicht gut. Der Aktienkurs fiel am Freitag ins Minus.

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