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D&O-Renewals: Zu spät, zu streng, zu viel

 Themenschwerpunkt D&O  Keine Frage, die zurückliegenden Erneuerungsrunden in der D&O-Versicherung waren für die meisten Kunden nicht zufriedenstellend. Teils drehten die Versicherer kräftig an der Preisschraube. Statt individueller Risikobetrachtung hieß es Gießkannenprinzip, monierten Experten beim dritten Round Table des Versicherungsmonitors. Doch das war nicht der einzige Kritikpunkt, den Vertreter aus der Industrie und der Maklerbranche nannten. Worüber sie sich in der Erneuerung am meisten geärgert haben.

Chinesische Aufsicht schaut Ping An auf die Finger

Erst vergangene Woche veröffentlichte der chinesische Versicherungsriese Ping An ernüchternde Halbjahreszahlen, jetzt sprechen Insider von Prüfungen des Immobilienportfolios durch die Finanz- und Versicherungsaufsicht CBIRC. Die Behörde scheint die Geschäfte des Versicherers schon seit Anfang des Jahres genauer unter die Lupe zu nehmen. Beteiligte Personen berichten zudem, dass die Aufsicht Ping An angewiesen habe, den Verkauf von Anlageprodukten mit Immobilienbezug zu stoppen.

D&O: Ärger, Enttäuschung – und viel Gesprächsbedarf

 Themenschwerpunkt D&O  Der Gesprächsbedarf in der Managerhaftpflichtversicherung ist gewaltig: Industrie, Versicherer und Makler sind mächtig genervt voneinander und suchen nach Lösungen für die von teuren Schadenfällen, steigenden Preisen und sinkenden Kapazitäten gebeutelte Sparte. Während die Industrie beim dritten Round Table-Gespräch des Versicherungsmonitors bereits über die Möglichkeit nachdenkt, künftig Risiken selbst zu versichern, plädieren die Versicherer für einen offenen Dialog.

Hiscox bekommt einen neuen Deutschlandchef

 Exklusiv  Der langjährige Hiscox-Deutschlandchef Robert Dietrich gibt den Posten zum 1. September 2021 ab, um sich künftig auf seine vor wenigen Monaten übernommene Rolle als Europachef des Spezialversicherers zu konzentrieren. Sein Nachfolger heißt Markus Niederreiner (Bild) und kommt von BNP Paribas Cardif, der deutschen Versicherungstochter der Bank BNP Paribas.

Widerstand gegen VW-Vergleiche

Eigentlich wollte Volkswagen (VW) nach der Hauptversammlung im Juli einen Schlussstrich unter den Dieselskandal ziehen. Alles schien so zu laufen wie vom Autohersteller gewünscht. Jetzt hat sich allerdings die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger zu Wort gemeldet. Die Interessenvertretung von Kleinaktionären will juristisch gegen die auf der Hauptversammlung abgesegneten Vergleiche zwischen VW, früheren Vorstandsmitgliedern und den D&O-Versicherern vorgehen und hat Klage beim Landgericht Hannover eingereicht.

Ping An mit Gewinnrückgang im ersten Halbjahr

Der chinesische Versicherungsriese Ping An hat einen Rückgang des Halbjahresergebnisses um 15,5 Prozent auf 58 Mrd. Yuan (7,6 Mrd. Euro) erlitten. Grund ist vor allem die Schieflage des mit Schuldenproblemen behafteten Baukonzerns China Fortune Land Development, an dem Ping An zu einem Viertel beteiligt ist. Entsprechende Wertminderungen haben das Halbjahresergebnis von Ping An mit 20,8 Mrd. Yuan belastet. Der Konzern, der seit Monaten unter einem schwächelnden Aktienkurs leidet, hat einen Aktienrückkauf angekündigt.

Versicherung für den digitalen Nomaden

 Exklusiv  Infolge der Corona-Krise haben sich Firmen weltweit daran gewöhnt, dass Mitarbeiter die Arbeit von zu Hause statt aus dem Büro erledigen. Das 2019 gestartete US-Start-up Insured Nomads gehört zu den Unternehmen, die davon profitieren könnten: Das Insurtech verspricht Reisenden und Auswanderern grenzübergreifenden volldigitalen Versicherungsschutz gegen Krankheit und andere Risiken. Vorstandschef Andrew Jernigan spricht im Interview mit dem Versicherungsmonitor über den Unterschied zu herkömmlichen Policen fürs Ausland. Dazu zählen umfangreiche Assistance-Leistungen.

Investor macht Druck auf Aviva

Der aktivistische Investor Cevian Capital treibt den britischen Versicherer Aviva in die Enge. Schon seit Juni fordert Cevian, dass Aviva 5 Mrd. Pfund seines überschüssigen Kapitals an die Aktionäre ausschüttet und seine Kosten stärker reduziert. Weil der schwedische Investor seine Beteiligung an dem Versicherer jetzt auf knapp über 5 Prozent erhöht hat, kann er künftig noch mehr Druck ausüben. Wie Aviva-Chefin Amanda Blanc auf den Angriff reagiert, ist noch unklar.

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