Nachrichten
MRH Trowe blickt auf Markttrends 2025
Die gewachsenen geopolitischen Spannungen, die zunehmende Bedeutung von Klimarisiken und die fortlaufende digitale Transformation sind zentrale Trends für das Versicherungsgeschäft von Unternehmen 2025. Zu diesem Ergebnis kommt der Industrieversicherungsmakler MRH Trowe in seinem aktuellen Bericht „Markttrends 2025“. Der Bericht bietet einen Ausblick auf die Marktentwicklung in verschiedenen Versicherungssparten und liefert Empfehlungen für die kommende Erneuerung.
GDV bringt Ausschluss-Klausel zu PFAS
Exklusiv Der Versichererverband GDV hat eine Klausel für den Umgang mit Schäden durch sogenannte per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) für seine unverbindlichen Musterbedingungen erarbeitet. Demnach sind PFAS-Schäden zunächst vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. In einem zweiten Schritt sollen Versicherer mit den Kunden individuell vereinbaren, unter welchen Bedingungen und in welcher Höhe Schäden durch bestimmte PFAS-Stoffe wieder eingeschlossen werden können. Die Industrie kritisiert die PFAS-Klausel des GDV scharf.
Rote Zahlen bei der Allianz Direct
Die Allianz Direct aus München meldet für 2024 rote Zahlen im technischen Ergebnis. Der Direktanbieter der Allianz, der in vier europäischen Märkten vor allem in den Kfz-Sparten tätig ist, fuhr das Defizit vor allem in Deutschland ein. Die Allianz Versicherung hat im Gegensatz zur Schwestergesellschaft 2024 in der Kfz-Versicherung die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft. Das geht aus den SFCR-Berichten der Unternehmen hervor.
A.M. Best senkt Ausblick für Londoner Markt
Die Ratingagentur A.M. Best hat ihren Ausblick für den Londoner Versicherungsmarkt von „positiv“ auf „stabil“ revidiert. Grund dafür sei das Zusammenspiel mehrerer Faktoren, erklärt die Agentur in einem aktuellen Bericht. Sie prognostiziert für das laufende Geschäftsjahr überdurchschnittlich hohe Schäden aus Naturkatastrophen. Auch die von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle und das Problem der sozialen Inflation seien nicht zu unterschätzen.
Dual wirbt Hamburger Transport-Team ab
Leute – Aktuelle Personalien Der Hamburger Assekuradeur Dual hat beim Konkurrenten Wecoya gewildert und ein Team von drei Transportversicherungsspezialisten abgeworben. Der erfahrene Underwriter Klaus Weber soll jetzt eine Marine-Einheit in Hamburg aufbauen. Dual wächst stark und expandiert in neue Geschäftsfelder. Im Transport-Geschäft ist das Unternehmen bereits mit Einheiten in Genua und Rotterdam aktiv. Außerdem: Die Stuttgarter bekommt eine neue Nachhaltigkeitsbeauftragte.
Ageas gewinnt Übernahme-Kampf um Esure
Ageas hat sich im Bieterkampf um den britischen Digitalversicherer Esure gegen namhafte Konkurrenten wie Allianz und Aviva durchgesetzt. Für insgesamt 1,3 Mrd. Pfund (1,5 Mrd. Euro) übernimmt der belgische Versicherer die Esure-Gruppe von der Private Equity-Firma Bain Capital. Damit wird Ageas zu einem der drei größten Anbieter für Privatversicherungen in Großbritannien und stärkt zugleich seine digitale Präsenz bei jüngeren Zielgruppen.
Risk Partners startet neuen Spezialmakler
Der Münchener Makler Risk Partners bringt einen neuen Spezialmakler an den Start. Unter dem Namen Risk Partners Technology GmbH sollen Spezialrisiken aus der Tech- und Deep-Tech-Branche gemanagt werden. Dazu haben die Gründer Florian Eckstein und Björn Stressenreuter den Hightech-Spezialisten Dominik Knödel (Bild) von MRH Trowe geholt. Knödel war dort Head of Specialty IT & Hightech.
Koalitionspläne: Allianz vermisst kohärente Strategie
Wirtschaftsexperten der Allianz sehen im Koalitionsvertrag von Union und SPD vielversprechende Ansätze zur Stärkung der Wirtschaft, aber nicht den von einigen erhofften großen Wurf. Gegenüber Ausgaben von 50 Mrd. Euro seien lediglich Einsparungen von 10 Mrd. Euro vorgesehen, die Regierung müsse Prioritäten setzen, heißt es in einem aktuellen Bericht von Allianz Research. Die Ökonomen vermissen strukturelle Reformen und eine kohärente Strategie.
Keine Trump-Briefe für deutsche Versicherer
Exklusiv Neben den US-Zöllen haben in den vergangenen Tage auch Briefe von US-Botschaften in Europa für Aufsehen gesorgt. Mit den Schreiben wollen die Vertretungen der USA ein Dekret von Präsident Donald Trump durchsetzen, das Programme zur Diversität in Unternehmen unterbinden will. Deutsche Versicherer haben bisher noch keine Briefe bekommen. Auf die Forderung eingehen würden die meisten wohl nicht.
„Wer nicht schnell ist, sollte von Cyber die Finger lassen“
Exklusiv Immer mehr Unternehmen wechseln mit Anwendungen in die Cloud. Das kann Prozesse beschleunigen und ist oft kostengünstiger als Eigenentwicklungen. Was für die gesamte Wirtschaft eine große Chance ist, stellt für die Versicherer ein gewaltiges Kumulrisiko dar, warnt Kennet Otto, Leiter für den Bereich gewerbliches und industrielles Underwriting beim Berater und Makler Willis Towers Watson (WTW), im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Im Bereich Cyber sieht er viel Nachholbedarf bei Versicherern.
Inter baut die Organisationsstruktur um
Leute – Aktuelle Personalien Die Versicherungsgruppe Inter hat ihre interne Organisationsstruktur umgebaut und Alexander Lies (Bild) zum Leiter aller operativen Kernprozesse ernannt. Auch der ehemalige SDK-Vorstand Gerd Sautter findet sich bei dem Versicherer in verantwortlicher Position wieder. Außerdem: Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) hat seine Geschäftsführung erweitert. Personelle Neuigkeiten gibt es auch vom britischen Makler Aon sowie vom US-Versicherer Arch.
BFH-Urteil zu Sterbetafeln betrifft Versicherer nicht
Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass Finanzämter unterschiedliche Sterbetafeln für Männer und Frauen verwenden dürfen, um Steuern zu berechnen. Das ist keine Geschlechterdiskriminierung und verstößt nicht gegen das Grundgesetz, hielten die obersten Finanzrichter fest. Auf den ersten Blick scheint das Urteil auch für Versicherer relevant, denn auch sie verwenden geschlechterspezifische Sterbetafeln. Dem ist aber nicht so. Eine Auswirkung auf die Lebensversicherung gibt es nicht.
Barmenia Gothaer: Gute Zahlen, schlechter Ausblick
Die im vergangenen Jahr fusionierte Barmenia Gothaer ist im Geschäftsjahr 2024 in allen Sparten gewachsen. Insbesondere im Segment Komposit konnte das Unternehmen zulegen. Trotz der zufriedenstellenden Zahlen blicken die Unternehmen mit Sorge in die Zukunft. Sie sehen erheblichen Reformbedarf im Renten- und Gesundheitssystem und fordern eine stärkere Fokussierung auf Themen wie den Klimawandel und Bürokratieabbau.












