Nachrichten
Bildergalerie: Die DKM 2017
Die Vertriebsmesse DKM zieht aktuell wieder tausende Fachbesucher in die Dortmunder Westfalenhallen. Der Veranstalter, die bbg Betriebsberatungs GmbH, erwartet rund 17.000 Besucher, das entspricht in etwa dem Vorjahresniveau. 290 Aussteller haben sich zu der Messe angemeldet. Die Firmen buhlen um die Aufmerksamkeit der Vermittler, mit kulinarischen Köstlichkeiten, Maskottchen, Gewinnspielen, interaktiver Technik und vielem mehr. Übergroße Werbemittel, wie es sie früher auf der DKM gab, sucht man indes vergebens. Impressionen von der Fachmesse finden Sie in der Bildergalerie.
Streitfall Check24: BVK keilt gegen GDV
Der Streit zwischen dem Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) und dem Online-Vergleichsportal Check24 nimmt kein Ende. Der BVK vermisst in dem Disput die Rückendeckung des Versicherer-Verbands GDV. Bei der Pressekonferenz zur Vermittlermesse DKM warf BVK-Präsident Michael Heinz den Versicherern vor, sich bei Check24 anzubiedern, um über die Online-Plattform starkes Neugeschäft zu generieren. Mit der Ausgestaltung der anstehenden Umsetzung der Vermittlerrichtlinie IDD ist der Verband zufrieden.
Flugausfallversicherung auf Blockchain-Basis
Das Start-up Etherisc hat eine Versicherung gegen verspätete oder ausgefallene Flüge entwickelt und bringt das Produkt jetzt zusammen mit dem Fluggastportal Captain Frank auf den Markt. Die Deckung basiert vollständig auf der Blockchain-Technologie. Ermittlung der Verspätung und Auszahlung passieren automatisch, verspricht Etherisc-Mitgründer Stephan Karpischek. Mit dabei als Versicherer ist die Atlas Insurance aus Malta. Zurzeit experimentieren einige Versicherer und Start-ups mit Flugausfalldeckungen, Etherisc sieht sich aber als Vorreiter.
W&W startet Digitalmarke „Adam Riese“
Der Stuttgarter Versicherer Wüstenrot & Württembergische kommt am Donnerstag mit einer eigenen Digitalmarke auf dem Markt. Unter dem Namen „Adam Riese“ können Kunden Privathaftpflichtpolicen direkt online erwerben. Mit dem Angebot will der Konzern vor allem junge, online-affine Kunden ansprechen, die mehr auf den Preis und weniger auf eine persönliche Beratung Wert legen. Im kommenden Jahr sollen weitere Verträge online abschließbar sein.
Smart Home: Gothaer tut sich mit Abus zusammen
Nach Generali, Ergo und Allianz setzt nun auch die Gothaer auf ein Smart Home-Angebot – und kooperiert dazu mit dem Sicherheitstechnik-Anbieter Abus. In einem ersten Schritt können Gothaer-Kunden ein Abus-Sicherheitspaket mit Alarmfunktion und Bewegungsmeldern günstiger bekommen. Das soll der Auftakt einer Kooperation werden, wie sie andere Versicherer schon länger haben. Im nächsten Schritt könnten Immobilieneigentümer dann Hausratpolicen günstiger bekommen, wenn sie entsprechende Sicherheitstechnik eingebaut haben.
Check24 & Co.: Kartellamt überprüft Vergleichsportale
Das Bundeskartellamt will die Zuverlässigkeit und Objektivität von Online-Vergleichsportalen wie Check24 prüfen. Um mögliche Verstöße gegen verbraucherrechtliche Vorschriften aufzuklären, hat die Wettbewerbsbehörde eine sogenannte Sektoruntersuchung eingeleitet. Im Fokus der Untersuchung sollen Portale für Versicherungen, Finanzdienstleistungen, Telekommunikation, Reisen und Energie stehen, teilte das Bundeskartellamt mit.
Niedrigzins treibt Versicherer zu Kosteneffizienz
Die Versicherungswirtschaft leidet unter dem seit Jahren niedrigen Zinsniveau. Einige Branchenexperten können dem ganzen aber auch etwas Positives abgewinnen: Der Niedrigzins zwinge die Versicherer zu mehr Kosteneffizienz, sagten Rückversicherungsmanager bei einer Podiumsdiskussion in Baden-Baden. Bernd Zens, Finanzvorstand der DEVK, bezweifelte aber, dass das die negativen Auswirkungen kompensieren kann. Unterschiedliche Ansichten gab es auch beim Thema Run-off.
Hannover Rück: Preise in der Autoversicherung steigen
Der Rückversicherer Hannover Rück rechnet für das nächste Jahr mit Prämiensteigerungen in der Kfz-Haftpflichtversicherung. Die Kunden werden im Schnitt ein bis zwei Prozent mehr zahlen müssen. Beim Thema Telematik hat das Unternehmen seine Skepsis ein Stück weit aufgegeben und arbeitet an einem Pilotprojekt. Bei den Verhandlungen zur Vertragserneuerung für das deutsche Geschäft stehen Katastrophenschäden nicht im Vordergrund. Hannover Rück strebt auch keine generellen Prämienerhöhungen an.
Wiebke Köhler wechselt in den Axa-Vorstand
Leute – Aktuelle Personalien Die Personal- und Unternehmensberaterin Wiebke Köhler wird ab Februar 2018 neues Vorstandsmitglied bei Axa Deutschland. Als Nachfolgerin von Astrid Stange, die zum Mutterkonzern nach Paris gewechselt ist, übernimmt Köhler den Bereich Personal und verantwortet das neue Großraumkonzept „New Way of Working“. Außerdem: Ex-Munich Re-Vorstand Ludger Arnoldussen wechselt zur Risikoanalysefirma RMS, Boris Haggenmüller ist neuer Geschäftsführer der xbAV Beratungssoftware, und der frühere Aon-Präsident Steve McGill wechselt in den Verwaltungsrat des US-Versicherers Hartford.
Munich Re: Preise werden weltweit steigen
Nach Jahren niedriger Preise spekulieren die Rückversicherer in Folge der hohen Schäden durch die US-Hurrikans „Harvey“, „Irma“ und „Maria“ auf steigende Prämien. Munich Re rechnet mit positiven Preiseffekten – nicht nur für die USA, sondern global, sagte Vorstand Hermann Pohlchristoph beim Rückversicherungstreffen in Baden-Baden. Das steht in scharfem Kontrast zu den Einschätzungen von Maklern wie Aon Benfield und Guy Carpenter, die keine Gründe für Preiserhöhungen bei schadenfreien europäischen Kunden sehen. Eine Einschätzung zu der eigenen Belastung durch die Naturkatastrophen will Munich Re – im Gegensatz zu Konkurrent Swiss Re – noch nicht abgeben.
Aon Benfield: Preiserhöhungen schwieriger als 2005
Die schweren Hurrikanschäden bieten den Rückversicherern Argumente, mit der Forderung nach Preiserhöhungen in die Gespräche in Baden-Baden zu gehen. Der Rückversicherungsmakler Aon Benfield plädiert dabei für Augenmaß. Die individuelle Situation der Kunden dürfte nicht aus dem Blick geraten, sagte Deutschlandchef Jan-Oliver Thofern. Außerdem werde es nicht so leicht wie 2005, höhere Preise durchzusetzen. Das alternative Kapital sei seitdem stark gewachsen und es drohe kein Kapazitätsengpass.










