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Willis Re: Preisverfall in der Rückversicherung hält an

Obwohl sich die Ergebnisse vieler Rückversicherer im ersten Quartal verschlechtert haben, hält der Abwärtstrend bei den Preisen an. Das berichtet der Rückversicherungsmakler Willis Re über die Erneuerungsrunde zum 1. Juli 2017. Dahinter steckt auch Torschlusspanik: Viele Underwriter hätten die Vertragsverhandlungen genutzt, um ihre Prämienziele für 2017 zu erreichen, glaubt der Makler. Besonders bei den Erneuerungen in Florida sei das erkennbar gewesen. Willis Re hält eine Zunahme bei Fusionen und Übernahmen in der Rückversicherungsbranche für möglich.

Allianz will in Deutschland angreifen

Der Allianz-Konzern wird ab September mit einem neuen, flexibleren Preissystem in der Schaden- und Unfallversicherung in Deutschland antreten. Damit will das Unternehmen dem Rückgang an Marktanteilen ein Ende machen. Im Gegenzug ist Deutschlandchef Manfred Knof bereit, ein schlechteres technisches Ergebnis hinzunehmen. Das sagten Allianz-Manager nach Angaben von Teilnehmern in der vergangenen Woche bei einer Analystenkonferenz. Weitere wichtige Aussagen: Das verlustbringende Gewerbegeschäft in den USA, das der Industrieversicherer AGCS von dem aufgelösten Fireman’s Fund übernommen hat, soll 2018 einen Gewinn erzielen. Außerdem steigen die Nettozuflüsse beim US-Vermögensverwalter Pimco.

MSK: Sturm „Paul“ kostet Versicherer 400 Mio. Euro

Sturmtief „Paul“ hat deutlich höhere Schäden verursacht als zunächst von den Versicherern angenommen. Die aktuarielle Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK), die zunächst von einem normalen Sommer-Unwetter gesprochen hatte, rechnet nun doch mit einem versicherten Schaden von 400 Mio. Euro für ganz Deutschland. Die LVM und die Vereinigte Hagel beziffern ihre Schäden auf 29 Mio. Euro beziehungsweise 30 Mio. Euro.

Generali kürzt Privatrenten

Die Generali Lebensversicherung kürzt die Privatrenten für tausende von Kunden. Ab dem zweiten Halbjahr werden die nicht garantierten Überschüsse für diese Verträge nicht mehr ausgezahlt, bestätigte die Gesellschaft. Marktführer Allianz erklärt, bei ihm gebe es solche Pläne nicht. Das liegt aber eher daran, dass die Allianz und zahlreiche weitere Versicherer ein anderes System zur Überschussbeteiligung in der Auszahlungsphase von Privatrenten nutzen.

Wefox-Versicherer One bereitet Start vor

Der Chef des neuen Wefox-Versicherers One Stephan Ommerborn (Bild) nennt Details zum neuen Risikoträger, der im September den Geschäftsbetrieb aufnehmen soll. Er spricht über die Todsünden der Versicherer und die Vision des neuen Anbieters. Die Maklerplattform Wefox kommt mit einem eigenen Rating heraus, das zusätzlich zur Produktqualität auf der Bewertung der Anbieter beruht. Es geht um Service, Komfort oder Geschwindigkeit. Damit soll die Kundenerfahrung in den Mittelpunkt gestellt werden, sagte Holding-Chef Julian Teicke. Versicherer sollen die Daten auf der Wefox-Plattform für gezieltes Marketing auswerten können.

EU-Kommission präsentiert Vorschlag für Europarente

Wie bereits Anfang des Monats angekündigt, hat die EU-Kommission ihren Vorschlag für eine grenzüberschreitende europäische Privatrente vorgelegt. Sie soll einfach, transparent und kostengünstig sein. Unkomplizierte Anbieterwechsel sollen ebenso möglich sein wie die Mitnahme der Rente beim Umzug innerhalb der EU. Die Kommission rechnet mit einem Marktvolumen von 700 Mrd. Euro bis 2030. Obwohl sich dadurch auch neue Geschäftschancen für die Versicherer eröffnen, ist der Versichererverband GDV nicht zufrieden mit dem Vorstoß.

Internet der Dinge erreicht die Industrieversicherung

Sensortechnik und Datenerfassung sollen dank frühzeitiger Erkennung von Gefahren helfen, Versicherungsfälle zu vermeiden. Was mit der Telematik in der Autoversicherung angefangen hat und mit Fitnesstrackern die Krankenversicherung erreicht hat, wird zunehmend zum Thema für Industrieversicherer, etwa in der Gebäudeversicherung oder bei Maschinenausfällen. Doch Branchenvertreter warnen vor Schnellschüssen: Die Masse an potenziell verfügbaren Daten erfordere ein wohlüberlegtes Vorgehen.

Insurtechs sorgen für Beschäftigung

Insurtechs, die jungen Unternehmen der Versicherungsbranche, sorgen für neue Arbeitsplätze. Zwar schreiben traditionelle Versicherer mehr als 20-mal so viele Stellen aus wie Insurtechs, doch der Arbeitsmarkt der Jungunternehmen verzeichnet deutlich größere Wachstumsraten: Ihr Personalbedarf legt jeden Monat mehr als doppelt so stark zu. Das zeigt eine Untersuchung der Online-Job-Suchmaschine Joblift. Besonders stark wachsen Insurtechs in Berlin. In der Hauptstadt entstehen doppelt so viele Insurtech-Arbeitsplätze wie an den großen Versicherungsstandorten Köln und München zusammen.

Astrid Stange geht in die Pariser Axa-Zentrale

 Leute – Aktuelle Personalien  Axa Deutschland-Vorstand Astrid Stange verlässt Ende des Jahres die Kölner Gesellschaft und wechselt zur Zentrale nach Paris. Entsprechende Informationen des Versicherungsmonitors bestätigte die Gesellschaft. Bis dahin soll sie zwei Jobs parallel in Köln und Paris erledigen. Außerdem: Beim Run-off-Spezialisten Darag wird Stuart Davies Chairman der Darag-Gruppe. Der Schweizerische Versicherungsverband hat mit Rolf Dörig einen neuen Präsidenten, er folgt auf Urs Berger, der das Amt nach sechs Jahren abgegeben hat.

Knip fusioniert, Gründer Just geht

Der junge Onlinemakler Knip fusioniert mit dem niederländischen Softwareanbieter Komparu, der Programme für Vergleichsportale baut. Offenbar waren den Investoren die Erfolge Knips in den Märkten Schweiz und Deutschland zu mager. Der Gründer und Chief Executive Officer Dennis Just verlässt das Unternehmen. Künftig sollen Komparu und Knip als Digital Insurance Group eine europäische Plattform für das digitale Versicherungsgeschäft bilden.

Kontroverse Diskussion um Solvenzquoten

 Medienanalyse  „Versicherer legen unwillig ihre Karten offen“, „Versicherer lassen die Hosen runter“, „Aufsicht verärgert Europas Versicherer“ – diese und ähnliche Schlagzeilen prägten die Medienberichterstattung über die Versicherungswirtschaft im Mai und Juni. Bis zum 22. Mai 2017 mussten die deutschen Versicherer erstmals ihre Solvenzquoten gemäß Solvency II mitteilen. Da die Versicherer Übergangsregeln anwenden und Ermessensspielräume ausschöpfen können, wurde bereits im Vorfeld der Veröffentlichung kontrovers über Aussagekraft und Tragweite der bereitzustellenden Daten diskutiert. Mit der Umstellung des Rechnungslegungsstandards IFRS 4 auf den ab 2021 geltenden IFRS 17 steht der Branche in absehbarer Zeit bereits die nächste Großbaustelle bevor.   

Assfinet kauft Rivalen Lutronik

Assfinet Acturis, der Anbieter von Maklerverwaltungsprogrammen, kauft seinen härtesten Wettbewerber Lutronik. Nach dem Deal dürfte das neue Unternehmen einen Anteil von mehr als der Hälfte des Marktes für Maklersoftware haben. Assfinet gehört zur britischen Acturis. Assfinet-Chef Marc Rindermann will die Lutronik-Software weiterentwickeln, aber bei der nächsten Generation in fünf bis zehn Jahren die Systeme zusammenführen. Die Marktmacht von Assfinet wird durch den Deal auf jeden Fall gestärkt.

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