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ZEV: Elementarversicherung in den Koalitionsvertrag!

Das Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz (ZEV) fordert, dass die Elementarschadenversicherung Bestandteil des Koalitionsvertrags sein sollte, den CDU und SPD derzeit aushandeln. Der Schritt ist in den Augen der deutsch-französischen Organisation nur logisch: Die CDU hatte die Einführung einer flächendeckenden Elementarschadenversicherung in ihr Wahlprogramm für die Bundestagswahl aufgenommen. Die SPD zeigte sich angetan von dem französischen Versicherungssystem, für das sich das ZEV stets ausgesprochen hat.

Scor erholt sich langsam

Der französische Rückversicherer Scor hat im vergangenen Geschäftsjahr massiv unter den Nachreservierungen in der Lebens- und Krankenrückversicherung gelitten. Zwar konnte der Konzern für das vierte Quartal einen Gewinn von 233 Mio. Euro ausweisen, das Ergebnis für das Gesamtjahr 2024 sank jedoch drastisch von 812 Mio. Euro im Vorjahr auf 4 Mio. Euro. Scor-Chef Thierry Léger zeigte sich dennoch zuversichtlich. „Wir haben die negativen Auswirkungen der Nachreservierungen in dem Segment Leben und Kranken verkraftet“, sagte er bei der Präsentation der Quartalszahlen.

„Alfred“ bedroht die australische Ostküste

Australien bereitet sich auf Tropensturm „Alfred“ vor, der sich derzeit über das Korallenmeer auf die Küste von Queensland und den Norden des Bundesstaates New South Wales zubewegt. Er könnte der erste Zyklon dieser Stärke seit Jahrzehnten sein, der in dem – nicht nur für australische Verhältnisse – sehr dicht besiedelten Gebiet rund um Brisbane und die beliebte Touristenregion Gold Coast auf Land trifft. Für die Versicherer könnte „Alfred“ ziemlich teuer werden.

QBE ernennt neuen Vertriebschef für Europa

 Leute – Aktuelle Personalien  QBE hat Maths Stanser (Bild) zum Vertriebschef für Europa ernannt. Er soll die Wachstumsambitionen des australischen Versicherers auf dem Kontinent unterstützen. Stanser, der zuvor für QBE Nordics tätig war, übernimmt die Aufgaben von Fabian Desch, der im vergangenen Jahr Deutschland-Chef geworden ist. Außerdem: Clark-Gründer Christopher Oster hat einen neuen Job, der US-Versicherer W. R. Berkley eine Chefin für seine neue Embedded Insurance-Einheit und Julie Gibbs eine neue Tätigkeit bei Allianz Commercial in Nordamerika.

Adipositas-Therapien senken Sterblichkeit

Lebensversicherer sollten die rasanten Entwicklungen bei neuen Therapien gegen Adipositas genau beobachten, empfiehlt die Munich Re anlässlich des Welt-Adipositas-Tags am 4. März. Dafür sollten die Unternehmen gut ausgebildete medizinische Teams beschäftigen. Die Munich Re sieht in den modernen Medikamenten gegen die Erkrankung ein großes Potenzial zur Senkung der Sterblichkeit und zur Verbesserung von Begleiterkrankungen. Das werde Auswirkungen auf die Lebensversicherer haben, insbesondere bei der Risikoprüfung und der Preisgestaltung.

Lebenserwartung: Trendwende beschäftigt Versicherer

Über Jahrzehnte ist die Lebenserwartung immer weiter gestiegen, doch dieser Trend hat Anfang des vergangenen Jahrzehnts und damit noch vor der Pandemie gestoppt. In vielen westlichen Industrienationen steigt die Lebenserwartung deutlich langsamer, verbessert sich fast gar nicht mehr oder sinkt in unteren Einkommensgruppen sogar. Einige Experten machen dafür staatliche Sparmaßnahmen nach der Finanzkrise, aber auch mangelnde Prävention verantwortlich.

Jens Husung wechselt von SHB zu WGV

 Leute – Aktuelle Personalien  Jens Husung, bis vor Kurzem zuständig für Business Development beim angeschlagenen Bäckerei-Versicherer SHB, wechselt zur Württembergischen Gemeinde-Versicherung (WGV) nach Stuttgart. Dort wird er Geschäftsführer der WGV Rechtsschutz-Schadenservice GmbH. Die SHB muss unterdessen weitere Abgänge verkraften. Außerdem: Der Assistance-Dienstleister Europ Assistance bekommt einen neuen Deutschlandchef. Personelle Neuigkeiten gibt es auch beim Unternehmensberater Simon Kucher, beim Technologieanbieter Flexperto, dem US-Versicherer Chubb sowie beim Rechtsschutzversicherer Arag.

Viridium-Bieter bringen sich in Stellung

Der Eigentümerwechsel beim Run-off-Spezialisten Viridium geht in die entscheidende Phase. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge bereiten eine Reihe von Interessenten endgültige Angebote für das Unternehmen vor. Darunter sind auch große europäische Versicherungskonzerne. Viridium gehört aktuell mehrheitlich dem britischen Investor Cinven und braucht aufgrund dessen unrühmlicher Rolle beim Eurovita-Debakel in Italien einen neuen Mehrheitseigener für weitere Bestandsübernahmen.

Hiscox steigert Vorsteuergewinn um 9,5 Prozent

Der Spezialversicherer Hiscox zieht eine positive Bilanz für das Geschäft im vergangenen Jahr. Die Beitragseinnahmen stiegen um 3,7 Prozent, der Vorsteuergewinn legte um 9,5 Prozent zu. Besonders gut lief es im Retail-Geschäft. Auch der Gewinnbeitrag der Rückversicherung stieg. Im Londoner Markt gingen Beitragseinnahmen und Gewinn dagegen zurück. Die Brände in Los Angeles treffen Hiscox vor allem in der Rückversicherung.

Swiss Re strukturiert Industrieversicherung um

Der Rückversicherer Swiss Re will sein globales Industrieversicherungsgeschäft in Ländereinheiten aufteilen. Demnach werden am 1. Juni 2025 insgesamt neun Market Units ihren Betrieb aufnehmen. Außerdem hat das Unternehmen Katie McGrath zur Underwriting-Chefin (CUO) der Industrietochter und Kera McDonald zur Group-CUO befördert. Die Gesellschaft konnte ihren Gewinn gegenüber dem Vorjahr steigern, hat die die Ziele im Segment Schaden und Unfall jedoch verfehlt.

Axa steigert Gewinn und plant weiteren Aktienrückkauf

Die Axa hat das vergangene Geschäftsjahr mit einer deutlichen Umsatz- und Gewinnsteigerung abgeschlossen. Dabei spielten Preiserhöhungen und höhere Geschäftsvolumina eine wesentliche Rolle. Bei dem geplanten 1,2 Mrd. Euro schweren Aktienrückkauf soll es nicht bleiben: Nach dem Verkauf des Asset Managers an die Bank BNP Paribas im Sommer soll ein weiteres Programm über 3,8 Mrd. Euro folgen. Die Belastungen durch die US-Brände Anfang dieses Jahres fallen bei dem französischen Konzern überschaubar aus.

Gemischte Reaktionen auf Omnibus-Paket          

Der GDV begrüßt mit Blick auf kleine und mittlere Versicherer die Erleichterungen bei den Berichtspflichten, die die EU mit einem sogenannten Omnibus-Gesetzgebungspaket auf den Weg gebracht hat. Analyst Carsten Zielke sieht dagegen einen deutlichen Rückschritt. Von den Erleichterungen profitieren etliche Anbieter – wohl aber nicht Stuttgarter und SDK, die durch ihre Fusion über die kritische Grenze von 1.000 Mitarbeitern kommen werden. Die jüngsten abfälligen Bemerkungen zum Thema Nachhaltigkeitsberichterstattung von Stuttgarter-Chef Guido Bader kritisiert Zielke scharf.

Bessere Underwriting-Daten aus der Smartwatch

Der Rückversicherer Munich Re sieht für das Underwriting in der Lebensversicherung großes Potenzial in der Einbeziehung von Gesundheitsdaten, die über Smartwatches kommen. Laut einer Studie der Munich Re Life in den USA und des britischen Datenanalyseunternehmens Klarity hilft die Nutzung solcher Daten, das individuelle Risiko besser einzuschätzen als traditionelle Messgrößen. Das gilt etwa für Daten zur körperlichen Aktivität wie die Erfassung der täglichen Schrittzahl.

Waldbrände kosten Munich Re 1,2 Mrd. Euro

Die schweren Brände in Los Angeles im Januar 2025 werden den Rückversicherer Munich Re voraussichtlich mit 1,2 Mrd. Euro belasten. Munich Re-Chef Joachim Wenning sprach vom teuersten Waldbrandschaden in der Geschichte der Munich Re und des Versicherungsmarktes insgesamt. Dennoch will der Rückversicherer nicht von seinem Ziel abrücken, in diesem Jahr einen Gewinn nach Steuern von 6 Mrd. Euro zu erwirtschaften. Schon im vergangenen Jahr hat die Munich Re 5,7 Mrd. Euro verdient, rund 700 Mio. Euro mehr als ursprünglich geplant.

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