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Analysten erwarten Rekordgewinne bei Allianz

Die Analysten der Berenberg Bank rechnen damit, dass die Allianz im Jahr 2027 einen operativen Gewinn von mindestens 18,1 Mrd. Euro anpeilt und 19,5 Mrd. Euro erreichen wird. 2023 erzielte sie 14,7 Mrd. Euro. Haupttreiber des deutlichen Anstiegs sei das Schaden- und Unfallgeschäft, für das der Konzern ein Wachstum von 7 Prozent pro Jahr erwarte, so die Analysten. 

Verantwortlicher für Allianz-Skandal umgeht Gefängnis

Gregoire Tournant, der Hauptangeklagte im US-Skandal um das Allianz-Anlageprodukt Structured Alpha, muss nicht ins Gefängnis. Das Urteil des Gerichts aus Manhattan sieht Hausarrest und eine Bewährungsstrafe vor. Die Klägerseite hatte rund sieben Jahre Haft gefordert. Dass das Urteil verhältnismäßig mild ausfällt, könnte an Tournants Gesundheit und seinem Verhalten während des Prozesses liegen.

Ergo: Migration dauert noch ein paar Jahre

Anders als die Generali hat sich die Ergo entschlossen, ihre für das Neugeschäft geschlossenen Bestände im eigenen Haus abzuwickeln. Ganz so schnell wie ursprünglich kommuniziert geht das Projekt aber nicht voran. Dennoch sieht Martin Brown, Finanzchef der Ergo Leben, die Gesellschaft im Zeitplan. Andere Versicherer mit ähnlichen Beständen hätten zehn bis zwölf Jahre für die Migration gebraucht, sagte er bei einer Veranstaltung an der Technischen Hochschule Köln. Dennoch werden wohl auch bei der Ergo noch ein paar Jahre ins Land gehen, bis das Projekt gestemmt ist.

Kommt Zeit, kommt Wachstum

Die deutschen Versicherer schätzen die aktuelle Geschäftslage spartenübergreifend schlechter ein als im Vorquartal, lediglich in der Schaden- und Unfallversicherung fällt die Beurteilung besser aus. Das zeigt der der aktuelle ifo-Konjunkturtest im Auftrag des Gesamtverbands der Versicherer. Die Branche setzt ihre Hoffnung weiter auf eine Erholung in der Zukunft.

Ein Jahr Deutschland: Stoïk sieht sich auf Kurs

 Exklusiv  Der französische Cyberassekuradeur Stoïk meldet ein Jahr nach der Gründung seiner deutschen Niederlassung hierzulande ein Prämienvolumen von 5 Mio. Euro, erwirtschaftet mit gut 1.000 Unternehmenskunden. Im kommenden Jahr will Stoïk den Umsatz verdoppeln. Dabei sieht sich der Assekuradeur, auch im Vergleich zum insolventen Konkurrenten Cogitanda, stabil aufgestellt – weil er viel in Prävention steckt und sich mit seinen Investoren gut stellt.

Hat die Klassik wieder eine Zukunft?

Die höheren Zinsen, die den ersten Anstieg des Höchstrechnungszinses seit rund 30 Jahren ermöglichen, lassen die Frage aufkommen, ob klassische Lebensversicherungen eine Renaissance erleben könnten. Schließlich waren diese Produkte während vieler Jahrzehnte ein Hauptstandbein der Branche. Die Einschätzungen darüber gingen auch beim Zukunftskongress Altersvorsorge des Versicherungsmonitors weit auseinander.

Debeka verliert Rechtsstreit um Stornoabzug

Die Debeka hat einen Prozess um Stornokosten bei Lebens- und Rentenversicherungen verloren. Der Versicherer räumt sich in Verträgen die Möglichkeit ein, bei vorzeitiger Vertragskündigung eine zusätzliche Stornogebühr zu erheben, deren Höhe von der Entwicklung am Kapitalmarkt abhängt. Die Verbraucherzentrale Hamburg hatte dagegen geklagt und vor Gericht Recht bekommen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die Debeka wird wohl vor den Bundesgerichtshof ziehen.

Britischer Autoversicherer Direct Line geht an Aviva

Der britische Versicherungsmarkt steht vor einer Großübernahme. Der Direktversicherer Direct Line will ein nachgebessertes Angebot des britischen Versicherungskonzerns Aviva annehmen. Aviva will umgerechnet rund 4,3 Mrd. Euro für den kleineren Konkurrenten zahlen. Mit dem Deal wird der britische Markt für Sachversicherungen neu geordnet, und es entsteht ein neuer Marktführer in der Kfz-Versicherung.

Barmenia Gothaer zieht erstmals Bilanz

Im ersten Pressegespräch nach erfolgter Fusion ziehen die Co-Chefs der Barmenia Gothaer Andreas Eurich (Bild links) und Oliver Schoeller nicht ganz ohne Stolz Bilanz. Sie betonen mehrfach, dass die Fusion in gerade einmal elf Monaten zwischen öffentlicher Bekanntgabe und Zustimmung der BaFin vollzogen wurde. Die Zahlen scheinen ihnen ihre Entscheidung zu bestätigen: Die neue Gruppe wächst deutlich und rangiert nach Bruttobeitragseinnahmen auf Platz zehn unter den größten Versicherern in Deutschland.

Motivsuche beim Mord an Versicherungschef

Die Ermordung von Brian Thompson, CEO des US-Krankenversicherers United Healthcare (UHC), könnte mit dem Geschäftsgebaren des Versicherers zusammenhängen, vermuten die Behörden. UHC wird massiv dafür kritisiert, Patienten überdurchschnittlich oft wichtige Leistungen zu verweigern. Doch ausgerechnet Thompson soll sich für eine Veränderung der Unternehmenskultur eingesetzt haben.

Swisscom: Schneller Erfolg mit Emil

 Digitale Trends 2025  Wie es aussehen kann, wenn branchenfremde Akteure im großen Stil Versicherungsgeschäft betreiben, zeigt der Schweizer Telekommunikationsgigant Swisscom. Der Konzern baut die Versicherung zu einem weiteren Kerngeschäftsfeld neben Mobilfunk, Internet und TV aus und hat unter dem Namen Swisscom Sure in kurzer Zeit ein breites Versicherungsangebot für seine mehr als sechs Millionen Kunden aufgebaut. Das cloudbasierte Kernversicherungssystem, das dies in weniger als sechs Monaten ermöglicht hat, stammt vom Berliner Technologieunternehmen Emil.

IT-Systeme wie das Schloss Neuschwanstein

Wenn Nadine Schmitz über die IT-Systeme der deutschen Lebensversicherer spricht, bemüht sie das Bild des Schlosses Neuschwanstein. „Es gibt ganz viele Türmchen, und keiner weiß genau, wie viele es sind und was drin ist“, sagt die IT-Expertin und Partnerin beim Wirtschaftsprüfer und Berater KPMG beim Zukunftskongress Altersvorsorge des Versicherungsmonitors. Diese Intransparenz birgt große Risiken für die Versicherer. Doch der Umstieg auf ein neues System fällt vielen schwer.

Talanx emittiert erste Katastrophenanleihe

Chile ist als Erdbebenland bekannt. Der Industrieversicherer Talanx ist dort sehr aktiv und hat sich deshalb zusätzlichen Rückversicherungsschutz eingekauft. Die Hannoveraner haben ihre erste Katastrophenanleihe emittiert. Dafür wurde die Zweckgesellschaft Maschpark Re auf Bermuda gegründet. Sie hat zusammen mit der Talanx-Tochter Hannover Rück die Anleihe begeben.

Bildergalerie: Zukunftskongress Altersvorsorge

Am Dienstag und Mittwoch hat der Versicherungsmonitor seine erste große Konferenz veranstaltet. Beim „Zukunftskongress Altersvorsorge“ im Kölner Marriott-Hotel diskutierten namhafte Expertinnen und Experten über die Chancen und Herausforderungen für die Lebensversicherung. Impressionen der Veranstaltung zeigt Ihnen unsere Bildergalerie.

Noch eine Chance für Riester

Dass mit dem Aus der Ampel-Koalition die langersehnte Reform der privaten Altersvorsorge auf Eis liegt, hat zu großer Ernüchterung geführt. Matthias Wolf, Professor an der TH Köln, kann dem allerdings etwas Positives abgewinnen: Die Politik bekommt dadurch eine weitere Chance für die Überarbeitung der Riester-Rente, ohne die Fehler zu wiederholen, die seiner Meinung nach auch noch in der Reform der Ampel-Koalition enthalten waren. Wolf plädiert dafür, dass die Förderung künftig ausschließlich über Zulagen erfolgt.

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