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Axa verkauft Asset Manager

Paukenschlag in Paris: Der Versicherer Axa verkauft 100 Prozent seines Vermögensverwalters Axa Investment Managers an die Bank BNP Paribas. Damit entsteht ein europäischer Marktriese, der 1,5 Billionen Euro verwaltet. Der Versicherer und die Bank schließen gleichzeitig ein langfristiges Kooperationsabkommen. Axa-Chef Thomas Buberl zieht sich damit aus einem bisher als Kerngeschäft angesehenen Bereich zurück. Gleichzeitig meldet Axa eine Übernahme in Italien und ordentliche Halbjahreszahlen.

Eiopa: Marktrisiken bleiben größte Gefahr

Europäische Versicherer müssen sich derzeit vor allem mit hohen Marktrisiken auseinandersetzen, was an der Volatilität der Finanzmärkte und am Verfall der Immobilienpreise liegt. Das geht aus einem aktuellen Bericht der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa hervor. Für die nächsten zwölf Monate erwartet Eiopa außerdem, dass ESG-bezogene Risiken sowie Digitalisierungs- und Cyberrisiken zunehmen werden.

R+V zeigt sich vorsichtig optimistisch

Der Wiesbadener Versicherer R+V atmet auf: Im ersten Halbjahr 2024 erreichte die Gesellschaft ein leichtes Beitragswachstum von 0,9 Prozent, das sich vor allem aus besseren Zahlen in der Lebens- und Pensionsversicherung speist. In den ersten sechs Monaten des Vorjahres hatte die Gruppe einen Rückgang erlebt. In Leben ist das Beitragsvolumen insgesamt weniger stark gesunken. Die Nachfrage nach fondsgebundenen Produkten ist deutlich gestiegen.

Generali holt Arne Benzin und Michael Reinelt an Bord

 Exklusiv  Die deutsche Tochter des italienischen Generali-Konzerns baut ihre Führungsspitze aus. Arne Benzin (Bild) wechselt von der Allianz, Michael Reinelt von der Alten Leipziger zur Generali Deutschland. Erst am Montag war bekannt geworden, dass Frank Grund, bis 2023 Chef der Versicherungsaufsicht bei der BaFin, in den Aufsichtsrat des Versicherers geht.

Mehr Aufklärung bei Nachhaltigkeit und ESG nötig

Die deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher positionieren sich zum Thema Nachhaltigkeit etwas positiver als im Vorjahr. Der zuletzt registrierte Trend zur „Nachhaltigkeitsmüdigkeit“ der Bevölkerung sei gestoppt, schreibt das Beratungsunternehmen Bearing Point in einer aktuellen Studie. Doch mit den Begriffen „Nachhaltigkeit“ und „ESG“ (Environment, Social, Governance) tun sich die Verbraucher weiter schwer. Zudem erkennen viele keine Verbindung zu Versicherern. Mehr Aufklärungsarbeit ist gefordert.

Funded Re: S&P begrüßt strengere Kontrollen

Viele britische Lebensversicherer lagern die von Unternehmen übernommenen Pensionsverpflichtungen an Offshore-Rückversicherer mit Sitz in Bermuda oder den Cayman Islands aus. Die britische Finanzaufsicht PRA befürchtet hohe Risiken durch diese sogenannten Funded Re-Transaktionen und droht mit regulatorischen Maßnahmen. Die Ratingagentur S&P begrüßt ein Mehr an Kontrolle und glaubt nicht, dass es dem boomenden Geschäft mit Pensionsverpflichtungen einen Abbruch tun wird.

Chubb: Leander Metzger wird neuer Deutschlandchef

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Industrieversicherer Chubb hat einen Nachfolger für den im April verstorbenen Deutschlandchef Andreas Wania gefunden: Leander Metzger wird zum 1. Januar 2025 neuer Regional Executive für die Eastern Region sowie Country President und Hauptbevollmächtigter für Chubb in Deutschland. Er kommt vom Konkurrenten Berkshire Hathaway Specialty Insurance. Außerdem stellt der Versicherer Universa die Weichen für einen Generationenwechsel im Vorstand.

Kein Corona-Einbruch in Arztpraxen

 Exklusiv  Trotz der Corona-Pandemie hat es keinen gravierenden Einbruch bei der Inanspruchnahme ambulanter ärztlicher Leistungen durch Privatversicherte gegeben. Das zeigt eine Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der privaten Krankenversicherung. Zwar hat sich die Zahl der abgerechneten Leistungen im Jahr 2020 reduziert, das wurde aber schon im Jahr darauf größtenteils wieder wettgemacht. Der insgesamt moderate Rückgang ist ausschließlich auf Kinder und Jugendliche zurückzuführen. Große Unterschiede gab es in den einzelnen Bereichen.

Ecclesia kauft Assona von Wefox

 Exklusiv  Der Detmolder Makler Ecclesia hat nach Informationen des Versicherungsmonitors den Assekuradeur Assona von der angeschlagenen Wefox-Gruppe gekauft. Wefox, seit Frühjahr unter Leitung von Mark Hartigan, hatte das Unternehmen erst 2021 erworben und hat es jetzt wohl mit Verlust verkauft. Für Ecclesia ist das Geschäftsfeld Neuland: Assona verkauft vor allem Fahrrad- und E-Bike-Versicherungen sowie Abdeckungen für elektronische Geräte.

NAG stellt Forderungen an Gothaer und Barmenia

Die Neue Assekuranz Gewerkschaft (NAG) warnt davor, dass die im Rahmen der Fusion von Gothaer und Barmenia den Belegschaften zugesicherten Kündigungsschutzangebote nicht ausreichen könnten. Die NAG-Vorsitzende Gaby Mücke stellt dabei eine Reihe von Forderungen. Kurios: Die NAG selbst nennt sich Spezialgewerkschaft, ist aber offiziell keine. Das hatten Gerichte in der Vergangenheit bereits entschieden.

Versicherer wollen mit Preiserhöhungen wachsen

 Exklusiv  Während der Versichererverband GDV kürzlich seine Wachstumserwartungen für die deutschen Versicherer in diesem Jahr heruntergeschraubt hatte, geben sich Führungskräfte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in einer Befragung des Beraters Horváth überraschend optimistisch. Sie rechnen 2024 mit einem Prämienwachstum von 4,5 Prozent. Erzielen wollen sie das vor allem über Preiserhöhungen. Eine Besinnung auf das Kerngeschäft soll helfen, die Profitabilität zu wahren.

EuGH weitet Insolvenzschutz bei Pauschalreisen aus

Die Corona-Pandemie zieht immer noch weite Kreise in der Versicherungsbranche. In einer aktuellen Entscheidung hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) nun festgelegt, dass auch Ansprüche von Reisenden unter eine Insolvenzpolice fallen, die ihren Urlaub bereits vor der Pleite des Reiseveranstalters aufgrund von Corona abgesagt hatten. Das Urteil bezieht sich auf zwei Fälle, einen aus Belgien und einen aus Österreich, ist allerdings auch für alle anderen nationalen Gerichte in der EU bindend.

Deutsche Schadenversicherer stehen besser da

Deutsche Schadenversicherer stehen im europäischen Vergleich besser da als zunächst gedacht. So haben die deutschen Gesellschaften inzwischen zur Spitzengruppe um Großbritannien und Italien aufgeschlossen. Den beiden Märkten hatte die US-Ratingagentur Fitch bereits zu Jahresbeginn die stärksten Preiserhöhungen zugetraut. Versicherer in anderen Teilen Europas zeigen sich dagegen weniger dynamisch.

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