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Zufriedene Axa setzt sich neue Ziele

Die französische Axa hat ihren Gewinn im vergangenen Jahr auf 7,2 Mrd. Euro gesteigert und will ihre Anteilseigner mit einer um 16 Prozent höheren Dividende belohnen. Vorstandschef Thomas Buberl gab bei der Vorstellung der Zahlen die Ziele für die neue Strategie bis 2026 aus. Axa sei bestens aufgestellt, um in eine Phase des beschleunigten Wachstums einzutreten.

Cyber – eine Wundertüte

 The Long View – Der Hintergrund  Bei Cyberangriffen verlangen die Kriminellen meist Lösegeld für das „Auftauen“ schockgefrorener Systeme. Es gibt eine intensive Diskussion darüber, ob überhaupt Lösegeld gezahlt werden darf und wenn ja, an wen. Hier stehen vor allem das Strafrecht und Probleme mit EU-Sanktionen im Fokus. Dabei sollte sich der Diskurs auch um die Frage drehen, wer die Beweislast trägt. Denn darauf kommt es am Ende an.

Run-off ist nicht tot

Die Entscheidung der BaFin, vor dem Hintergrund des Debakels um die Cinven-Tochter Eurovita die Übertragung von 720.000 Verträgen der Zurich Deutschland an Viridium nicht zu erlauben, hat dem Run-off-Markt einen Schlag versetzt. Dennoch wird es in den kommenden Monaten weitere Deals geben, betonten Experten bei der Run-off-Konferenz der SZ. Verbraucherschützer sehen die Abwickler und auch die Aufsicht in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass sich Probleme, etwa ausbleibende Zahlungen bei Kunden der früheren Generali Leben, dabei nicht wiederholen.

Kontroverse Stimmen zur EU-Kleinanlegerstrategie

Befürworter und Kritiker der EU-Kleinanlegerstrategie haben sich am Mittwoch vor dem Finanzausschuss des Bundestags einen Schlagabtausch geliefert. Im Zentrum standen Pläne für ein Teil-Provisionsverbot und das Konzept des Value for Money. Eine Vertreterin der EU-Kommission verteidigte beides in der Anhörung. Anlass war ein Antrag der Unionsfraktion. Sie fürchtet, dass die Strategie dem Ziel zuwiderläuft, eine höhere Beteiligung von Sparern am Kapitalmarkt zu erreichen.

Versicherer sollten mehr über ihre Leistung sprechen

 Exklusiv  In der Versicherungsbranche lag der Fokus zuletzt vor allem auf den Preisen von Policen, befeuert durch Inflation und gestiegene Zinsen. Der Preis sollte nach Meinung von Experten des Beratungsunternehmens Simon Kucher aber wieder in den Hintergrund rücken, wenn es darum geht, eine nachhaltige Kundenbeziehung und einen stabilen Bestand aufzubauen. Dazu nennen die Frankfurter im Gespräch mit dem Versicherungsmonitor verschiedene Lösungsansätze.

Schrader steigt bei Lloyd’s auf

 Leute – Aktuelle Personalien  Claire Schrader ist neue General Counsel bei Lloyd’s und kümmert sich künftig um die rechtlichen Belange des Versicherungsmarktes. Die Rechtsanwältin ist seit 24 Jahren im Lloyd’s-Markt tätig. Außerdem: Die Hamburger Technologieberatung Ikor stellt sich im Bereich Versicherungen neu auf, und der Internetgigant Google Cloud bekommt einen neuen Head of Global Insurance.

Kfz-Assekuradeur nutzt Emil-Kernsystem

 Exklusiv  Das Berliner Insurtech Emil gewinnt ein weiteres Unternehmen für sein cloudbasiertes Versicherungskernsystem. Ab sofort gehört auch der Kfz-Assekuradeur Herzenssache zum Kundenstamm des Softwareentwicklers. Herzenssache hat sich auf die Absicherung von Oldtimern und anderen Liebhaberfahrzeugen spezialisiert und deckt auch Risiken wie das Fahren auf Rennstrecken ab. Mit der Emil-Software kann Herzenssache seinen Vertragsbestand in die Cloud verlagern.

Versicherer mit weniger Rückdeckung

Die anhaltende Inflation, zunehmende Extremwetterschäden und stärkere Regulierung sind für europäische Versicherer die größten Herausforderungen in diesem Jahr. Zwar ist die allgemeine Teuerung zurückgegangen, dafür steigen die Löhne deutlich und treiben die Aufwendungen für die Schadenregulierung weiter in die Höhe, schreiben die Analysten der Ratingagentur Moody’s in einem aktuellen Report. Außerdem können sich die Erstversicherer immer weniger gegen klimabedingte Extremwetterereignisse rückversichern. Immerhin hält Moody‘s das Stornorisiko für Anbieter von Lebensversicherungen weiter für beherrschbar.

PKV gegen neues Verfahren bei Medikamentenpreisen

Die im Entwurf für ein Medizinforschungsgesetz vorgesehene Einführung von vertraulichen Erstattungsbeträgen für patentgeschützte Arzneimittel schmeckt den privaten Krankenversicherern (PKV) nicht. Sie warnen vor einer Benachteiligung von Privatversicherten, die ihre Medikamente aus tariflichen Gründen selbst zahlen. Sie müssten sich in einem aufwendigen Verfahren die Differenz zwischen dem Abgabepreis und dem tatsächlich zwischen Herstellern und gesetzlichen Krankenkassen ausgehandelten Preis zurückholen.

Versicherer verlieren Kundenbindung

Versicherer tun zu wenig, um ihren Kunden ein positives Erlebnis zu bieten. Die Folge: Immer mehr Versicherte kündigen ihre Verträge. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Managementberatung Horvath. Vor allem bei der Schadenregulierung sind viele Versicherer noch zu langsam. Zudem legen immer mehr Kunden bei ihren Policen Wert auf ESG-Aspekte. Für Unternehmen gibt es also noch viel zu tun.

Element: Finanzierungsrunde in trockenen Tüchern?

 Exklusiv  Obwohl Element nach eigenen Angaben eine neue Finanzierungsrunde so gut wie abgeschlossen hat, hält sich das Insurtech bei Details bedeckt. Allerdings muss sich das Berliner Unternehmen beeilen, die endgültige Summe zu veröffentlichen, denn die Finanzaufsicht BaFin macht Druck. Ohne frisches Geld steht Elements Überleben als Versicherer auf der Kippe.

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