Rechtsschutzversicherer dürfen die Anwaltswahl ihrer Kunden über finanzielle Anreize steuern. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Damit gab er der HUK-Coburg Recht, die von der Rechtsanwaltskammer München verklagt worden war.
Versicherer
Dokumentiert: Provinzial-Brief gegen Privatisierungsdiskussion
In einer Stellungnahme an alle Mitarbeiter distanziert sich der Vorstand der Provinzial Nordwest von der Debatte über die Rechtmäßigkeit der Privatisierung der Gesellschaft, die der Personalrat mit angestoßen hat. Wegen der Bedeutung des Vorfalls dokumentieren wir das Schreiben hier.
Axa plant neue Lebenspolice
Die Axa Deutschland setzt in der Lebensversicherung auf Biometrie-Produkte und Fondspolicen. Helfen soll auch ein neues Leben-Produkt, dass die Axa im Januar 2014 auf den Markt bringt. Das Unternehmen rechnet damit, den Betriebsgewinn im laufenden Jahr deutlich zu steigern.
Landtagsanhörung: „Provinzial-Privatisierung 2001 ungültig“
Die Privatisierung des Versicherers Westfälische Provinzial beschäftigt den nordrhein-westfälischen Landtag. In einer Anhörung des Haushalts- und Finanzausschusses erklärte der Mainzer EU-Rechtsexperte und Jura-Professor Meinrad Dreher am Dienstag, die Umwandlung des öffentlich-rechtlichen Versicherers in eine Aktiengesellschaft habe gegen EU-Beihilferecht verstoßen. Daher sei sie nichtig.
Allianz kooperiert mit Ford
Allianz und Ford haben eine neue, europaweite strategische Partnerschaft besiegelt. Ziel sind unter anderem auch maßgeschneiderte Versicherungsangebote. Die Zusammenarbeit mit der Nürnberger in Deutschland will Ford dennoch aufrechterhalten.
Großrazzia bei Commerzbank – Generali im Verdacht
Die Generali steht im Zentrum von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Sie soll Kunden mit Scheinlebensversicherungen geholfen haben, Steuern zu hinterziehen. Das Geschäft mit Lebensversicherungsmänteln gerät nicht zum ersten Mal in den Blick der Behörden.
Tippgeber bleiben in einer Grauzone
Wer Versicherungen vertreibt, muss sich in der Regel als Vermittler registrieren. Oft versuchen gerade branchenfremde Unternehmen das zu umgehen, und verstecken sich hinter dem rechtlich nicht geregelten Begriff des Tippgebers. Die Aufsichtsbehörden agieren dann meist zu zurückhaltend, kritisiert der Fachanwalt für Versicherungsrecht Norman Wirth.
Die Grafikkünstler der R+V
Am Montag gab die Versicherungsgruppe R+V bekannt, dass sie die Überschussbeteiligung für ihre Kunden um 0,2 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent absenkt. Zur Erläuterung verschickte sie eine Grafik, die grob irreführend ist.
Fitch hält deutsches Sachgeschäft für stabil
Die Ratingagentur Fitch sieht den deutschen Schaden- und Unfallmarkt weiterhin im Status „stabil“. Starkes Wachstum und eine mittelfristig verbesserte Schaden- und Kostenquote wirken sich positiv aus, hohe Katastrophenschäden und sinkende Kapitalanlageerträge negativ. Fitch schätzt, dass Flut und Hagel die Erstversicherer netto 1,5 Mrd. Euro außerhalb des normalen Katastrophenbudgets gekostet haben.
Riester-Turbo im Koalitionsvertrag
Im Koalitionsvertrag führen Union und SPD die Lebensleistungsrente ein – die aber nur gewährt wird, wenn die Betroffenen auch privat vorgesorgt haben. Das kann sich für die Anbieter von Riester-Renten und der betrieblichen Altersvorsorge positiv auswirken. Verbraucherschützer sprechen von Riester-Zwangssparen.
Stachon: „Es wird deutlich weniger gerechnet“
David Stachon ist Vorstandsvorsitzender der Direct Line Versicherung. Im Gespräch mit dem Versicherungsmonitor berichtet er über eine bisher sehr schwache Wechselsaison in der Kfz-Versicherung. Die Anfragen bei Vergleichsrechnern liegen 20 bis 30 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das hat mehrere Ursachen.
Versicherungsschutz für Online-Händler
Die deutsche Niederlassung des Versicherers Markel International ist mit einer speziell auf Online-Shops zugeschnittenen Vermögensschadenhaftpflichtversicherung nach eigenen Angaben auf große Nachfrage gestoßen. Im Fokus stehen Verstöße gegen gewerbliche Rechtsansprüche. Teil des Grundschutzes ist eine Cyberdeckung.
Beteiligung an Bewertungsreserven geht an die Substanz
Die Ratingagentur Standard & Poor’s sieht Lebens- und Krankenversicherer erhöhten Branchenrisiken ausgesetzt. Den Lebensversicherern könnte insbesondere die Beteiligung der Kunden an den Bewertungsreserven langfristig zum Verhängnis werden.
Botermann: Es gibt nichts zu verteilen
Nach Ansicht von Walter Botermann, Chef des Alte Leipziger-Hallesche-Konzerns, müssen die Lebensversicherer aus der Defensive kommen. Sie sollten dem Gesetzgeber für Änderungen bei der Mitgabe von Bewertungsreserven keine Konzessionen machen und mit dem Thema Provisionen offensiver und selbstbewusster umgehen, sagte er auf dem Finanztreffen der Assekuranz der Süddeutschen Zeitung in Köln.
Haas: Assekuranz ist renovierungsbedürftig
Ein gesättigter Heimatmarkt und gestiegene Kosten sind nur zwei von vielen Herausforderungen für die deutschen Versicherer, sagte Talanx-Chef Herbert Haas auf dem Finanztreffen der Assekuranz der Süddeutschen Zeitung. Die Branche müsse etwas gegen die Abnutzungs- und Verschleißerscheinungen an ihrem Geschäftsmodell unternehmen.














