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„Idalia“ wird doch nicht so teuer

Am Mittwoch traf der Hurrikan „Idalia“ im US-Bundesstaat Florida auf Land. Wetterexperten hatten befürchtet, dass der Sturm vor allem Städte treffen würde, wo die Versicherungsdichte hoch ist. Das hat sich nicht bewahrheitet, vor allem die ländliche Region des Big Bend südöstlich von Tallahassee ist vom Sturm betroffen. Hier leben weniger Menschen. Risikoanalysten erwarten versicherte Schäden zwischen 3 Mrd. Dollar und 9 Mrd. Dollar.

Zeitreise: Hitzewelle, frisches Geld für Munich Re

 Vor 20 Jahren   Die Hitzewelle ging weiter, das Kartellamt weitete seine Ermittlungen gegen Industrieversicherer aus, die Mannheimer musste die Scherben der Beinahe-Pleite ihres Lebensversicherers zusammenkehren, und die Munich Re brauchte frisches Geld von Anlegern. Das waren die Hauptthemen im August 2003.

Digitalmakler +Simple kauft GMBC in Hamburg

Das französische Insurtech +Simple, ausgesprochen „Plussimple“, hat den digitalen Hamburger Plattformbetreiber GMBC übernommen. Die GMBC-Gründer Martin Brumberg und Sergey Grazhdankin bleiben an Bord. GMBC agiert als digitaler Assekuradeur oder Managing General Agent für Versicherer und Rückversicherer und hält als „Master-MGA“ die Verbindung zwischen anderen Assekuradeuren und den Risikoträgern. +Simple wird vom Investor KKR unterstützt und hat inzwischen 150 Mitarbeiter.

Schnelle Umsetzung der Fokusgruppen-Vorschläge

Florian Toncar, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, will bei der Reform der privaten Altersvorsorge Tempo machen. Aktuell läuft die Prüfung des Berichts, den die von ihm geleitete Fokusgruppe im Juli vorgelegt hat, schon im Herbst sollen die Arbeiten an einem entsprechenden Gesetzentwurf beginnen, kündigte er bei einer Handelsblatt-Konferenz an. Die Umsetzung soll sich eng an den Empfehlungen der Fokusgruppe orientieren – mit denen die Versicherer allerdings nur teilweise zufrieden sind.

Corona, der Innovationstreiber

Die Corona-Pandemie hat Versicherern und Rückversicherern deutlich vor Augen geführt, wie wichtig die Digitalisierung ihres Geschäftsmodells ist. Die Gesellschaften haben in dieser Zeit immense Veränderungen durchlaufen und viele Innovationen eingeführt. Diese Entwicklung ist mit dem Ende der Pandemie nicht vorbei, schreibt die Ratingagentur A.M. Best in einer aktuellen Untersuchung. Die Anbieter sind nach wie vor dabei, Innovationen voranzutreiben und die Möglichkeiten auszunutzen, die die Digitalisierung bietet.

Wie Amazon Versicherungen verkauft

Der Online-Versender Amazon bietet über seinen Amazon Home Insurance Store in Großbritannien Wohngebäude- und Hausratpolicen an. In einem neuen Werbespot mit Märchenmotiven lautet das Versprechen: Versicherungen kauft man so einfach wie alles andere bei Amazon. Das Unternehmen agiert als Vermittler, unter anderem für die Allianz-Tochter LV=. Amazon nimmt starken Einfluss auf die Policen.

Lebensversicherer müssen sich schnell umstellen

Die meisten Führungskräfte in der Lebensversicherung kennen vor allem die Niedrigzinsphase und die dort angesagten Produkte. Die lange herbeigesehnte Zinswende führt jetzt zu großen Herausforderungen. Das Einmalbeitragsgeschäft läuft nicht mehr gut, ein Zurück zur Klassik mit Garantien ist aber auch nicht in Sicht. Die Lebensversicherer müssen sich jetzt schnell umstellen, ihre Stärken deutlicher herausstellen und mit Produkten punkten, die ein weiteres Abschmelzen der Deckungsstöcke verhindern, forderte Heiko Faust von der Beratungsgesellschaft Oliver Wyman auf einer Handelsblatt-Konferenz.

Athora holt Querner und Pfaller

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Run-off-Spezialist Athora Deutschland baut seine Führung radikal um. Neuer Chef wird Immo Querner, lange Jahre Finanzchef bei Gerling und bis 2020 bei Talanx. Finanzchefin wird Isabella Pfaller, bis 2022 Vorstand der Versicherungskammer Bayern und davor viele Jahre bei der Munich Re. Damit versucht Athora, die Spitze mit erfahrenen und bei der Finanzaufsicht BaFin bekannten Persönlichkeiten zu stärken. Athora will aktuell einen Bestand von der Axa übernehmen. Die Aufsichtsbehörden in Europa sind nervös wegen der Schieflage der italienischen Run-off-Gruppe Eurovita.