23 Jahre lang war Kim-André Vives für den Freiburger Versicherungsmakler Südvers tätig. Jetzt verlässt er das Unternehmen auf eigenen Wunsch, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu widmen. Einen Nachfolger in der Geschäftsführung für seine Position soll es nicht geben. Personelle Neuigkeiten gibt es auch beim Berliner Insurtech Friendsurance, der Deutschen Kautionskasse und der Hypoport-Tochter Dr. Klein Wowi Finanz-AG.
Versicherer
KI-Versicherungen: Munich Re kooperiert mit Mosaic
Die Munich Re arbeitet künftig mit dem auf den Bermuda Inseln ansässigen Versicherer Mosaic bei Policen zur künstlichen Intelligenz (KI) zusammen. Die Münchener bringen ihr Produkt „AIsure“ in die Partnerschaft ein. Mit diesem können sich Unternehmen gegen Fehler versichern, die durch KI entstehen. Auch Mosaic hat ein solches Angebot, das nun um das der Munich Re ergänzt wird.
Dresig: Lebensversicherer sollten Rückstellungen für IT-Modernisierung bilden
Die deutschen Lebensversicherer sollten Rückstellungen für die IT-Modernisierung bilden, die insbesondere kleinere Anbieter vor riesige finanzielle Herausforderungen stellt, forderte Tilo Dresig, Chef des Abwicklers Viridium, bei der Run-off-Konferenz der SZ. Das Verwaltungskosten-Problem in der von schrumpfenden Beständen geprägten Sparte verschärft sich zunehmend. An einer Ablösung alter Systeme führt aufgrund der hohen Betriebskosten kein Weg vorbei, betonte Provinzial-Vorstand Rainer Sommer.
Warum die BaFin so stark auf die Wohlverhaltensaufsicht setzt
Die BaFin wird auch künftig einen großen Teil ihrer Aufsichtspraxis der sogenannten Wohlverhaltensaufsicht widmen. „Sie steht für uns gleichberechtigt neben der prudenziellen Aufsicht“, sagte Julia Wiens, die oberste Versicherungsaufseherin der Behörde, bei einem Vortrag in Köln. Die BaFin will weiterhin nicht nur prüfen, wie solide die Versicherer finanziell aufgestellt sind, sondern auch, wie fair sie ihre Kunden behandeln. Wiens nahm unter anderem Versicherungsvereine aufs Korn, für die strengere Regeln gelten.
Axa macht mehr Gewinn und lässt die Finger von Run-off
Die Axa hat im Geschäftsjahr 2025 sowohl ihre Beitragseinnahmen als auch den Gewinn gesteigert. Bereinigt um Sondereffekte kletterte das Ergebnis um 6 Prozent auf 8,4 Mrd. Euro. Damit sieht sich der Konzern auf einem gutem Weg, die selbstgesetzten Ziele zu erreichen. Am wiederbelebten Run-off-Markt will sich Konzernchef Thomas Buberl vorerst nicht beteiligen.
Zwischen Riester-Falle und Win-Win-Win-Situation
Gelungene Reform oder Rohrkrepierer? Der Bundestag hat sich am Donnerstag in erster Lesung mit den Plänen der Bundesregierung für die staatlich geförderte private Altersvorsorge beschäftigt. Mit ihnen soll ein Neustart nach der als gescheitert geltenden Riester-Rente gelingen. Doch Vertreter der Opposition hatten wenig gute Worte für die Maßnahmen.
Will: Lebensversicherer versagen bei der Kerndisziplin lebenslange Rente
Die deutschen Lebensversicherer versagen beim Thema lebenslange Leibrente – und damit ausgerechnet bei dem Alleinstellungsmerkmal, das die Branche auch in der politischen Diskussion um die private Altersvorsorge stets anführt. Das moniert Reiner Will, Chef der Ratingagentur Assekurata. Schon jetzt würden Auszahlungen kaum für die Verrentung verwendet – auch weil die Unternehmen es versäumen, ihren Kunden entsprechende Folgeangebote zu machen. Mit Blick auf die trüben Wachstumsaussichten der Sparte sei das fatal.
Allianz will nicht mehr Erster bei Kfz sein
Lange Zeit kämpften Allianz und HUK-Coburg um die Marktführerschaft in der Kfz-Versicherung. Nachdem die Coburger die Münchener vor einigen Jahren überholt hatten, war der Kampf um die Position des Branchenprimus entbrannt. Das ist laut Allianz-Chef Oliver Bäte kein Thema mehr. Anlässlich der Präsentation der Jahreszahlen sagte er, der Versicherer wolle wachsen, aber nicht mehr unbedingt die Marktführerschaft zurückholen. 2025 fuhr der Versicherer wieder Rekordgewinne ein und konnte das Geschäft in der Schaden- und Unfallversicherung deutlich verbessern.
KI-Regulierung: Warum die BaFin keine Kaffeemaschinen überprüft
Die Versicherungsunternehmen sind in Sachen künstlicher Intelligenz noch nicht so weit, wie sie es gerne wären. Liegt es an zu viel Regulierung? Bei einer Fachveranstaltung haben sich Experten zu dieser Frage ausgetauscht. Die einen sehen die zögerlichen Unternehmen selbst in der Verantwortung, die anderen den Gesetzgeber – der mit der Umsetzung des AI Act in nationales Recht einmal mehr im Fokus steht.
AM Best hebt Ausblick für deutsche Lebensversicherer
Die Ratingagentur AM Best schätzt die Lage der deutschen Lebensversicherer positiver ein und hat ihren Ausblick auf die Branche von „negativ“ auf „stabil“ gesetzt. Als einen Grund sehen die Experten die Stabilisierung des Zinsumfelds und der Prämieneinnahmen – trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten hierzulande. Auch die Regulatorik und loyale Kunden spielen eine Rolle dabei, dass AM Best die Aussichten besser einschätzt.
R+V wächst deutlich und baut Einmalbeitragsgeschäft kräftig aus
Die R+V ist 2025 bei den Beiträgen um 8,6 Prozent auf rund 23 Mrd. Euro gewachsen, in der deutschen Erstversicherung um 9,3 Prozent auf 17,5 Mrd. Euro. In der Lebensversicherung basiert das Wachstum vor allem auf dem deutlich ausgebauten Einmalbeitragsgeschäft. Im Schaden- und Unfallbereich konnte die Gruppe die Schaden- und Kostenquote wieder in den profitablen Bereich bringen. Erneut betont Vorstandschef Norbert Rollinger, das Potenzial im genossenschaftlichen Lager stärker ausschöpfen zu wollen.
Grüne: Start-up-Finanzierung per Altersvorsorge
Die Schaffung eines öffentlich verwalteten Fonds für die zusätzliche Altersvorsorge wäre aus Sicht von Bündnis 90/Die Grünen ein guter Ansatz, um die Finanzierungssituation für aufstrebende Start-ups zu verbessern und so ihre Abwanderung zu verhindern. Die Bundestagsfraktion hat einen entsprechenden Antrag vorgelegt. Am Donnerstag beschäftigt sich das Parlament mit dem Gesetzentwurf der Bundesregierung für eine Reform der privaten Altersvorsorge.















