Oppositionspolitiker warnen vor einer Verzögerung der nachhaltigen Transformation der deutschen Wirtschaft unter anderem wegen der geplanten Abschwächung von Nachhaltigkeitsberichtspflichten. Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen fragen die Bundesregierung in einer Anfrage, wie sich das Omnibus-Paket auf die Datenverfügbarkeit zur Messung solcher Risiken für Finanzunternehmen auswirkt. Der Vermittlerverband AfW hat unterdessen einen Aufruf unterzeichnet, der vor einem Substanzverlust bei der Nachhaltigkeitsrichtlinie CSRD warnt.
Versicherer
Aus FWU Austria wird Austrion Life
Die FWU Life Austria, eine Tochter der insolventen FWU-Gruppe aus München, hat einen oder mehrere Käufer gefunden. Allerdings weigert sich der Insolvenzverwalter, Namen zu veröffentlichen, bevor alle Formalitäten erledigt sind. Das Unternehmen soll künftig unter dem Namen Austrion Life firmieren. Auch die Unternehmensstruktur soll sich ändern. Über dem Versicherer wird eine Investmentgesellschaft unter Beteiligung der neuen Eigner stehen.
Axa fördert digitale Angebote für Frauengesundheit
Vielen Menschen ist der sogenannte „Gender Health Gap“ – also eine Lücke zwischen Männern und Frauen in der Medizin – kaum bekannt. Axa möchte das ändern und unterstützt weibliche Versicherte mit einem umfassenden digitalen Gesundheitsangebot. In Kooperation mit dem Startup Femna bietet Axa Informationen zu frauenspezifischen Krankheitsbildern sowie persönliche Beratung für eine gerechtere und geschlechtersensible Gesundheitsversorgung.
Viele Mitarbeiterinnen, aber nur wenige Chefinnen
Exklusiv Frauen sind in der Versicherungsbranche zahlreich vertreten, bei vielen großen Unternehmen stellen sie mehr als die Hälfte der Belegschaft. Doch in den Führungsetagen schrumpft ihr Anteil drastisch. Auch die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen sind teils enorm. Welche Versicherer schneiden gut ab? Wer hat Nachholbedarf? Der Versicherungsmonitor hat die Beschäftigtendaten großer Gesellschaften analysiert.
Aon weist auf steigende Risiken in Nahost hin
Die Lage in Nahost verschärft sich zunehmend. Unternehmen müssen ihre Risiken deswegen neu und intensiver bewerten und sich um zielgenauen Versicherungsschutz bemühen, schreibt der Großmakler Aon in einem aktuellen Bericht. Demnach sollte vor allem auf den Transportwegen ein größeres Augenmerk liegen, um die Policen gegebenenfalls hinsichtlich veränderter Umstände zu justieren.
GDV will besseren Überblick bei Klimaanpassung
Der Gesamtverband der Versicherer (GDV) fordert einen besseren Überblick darüber, wie und wo in Deutschland Hochwasserschutzmaßnahmen und andere Projekte der Klimaanpassung vorangetrieben werden. Derzeit gebe es viele einzelne Präventionsmaßnahmen wie Rückhaltebecken in Flussnähe. Um diese auch in die Risikomodelle der Versicherer einfließen lassen zu können, brauche es jedoch eine übergreifende Plattform, die bereits realisierte Projekte gleichermaßen wie bauliche Planungen erfasst, forderte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.
GDV fordert schnellere Vereinfachung von CSRD
Der Versichererverband GDV ist froh, dass die Bundesregierung jetzt einen Referentenentwurf zur nationalen Nachhaltigkeitsberichterstattungs-Richtlinie (CSRD) vorgelegt hat, bemängelt aber nach wie vor einzelne Aspekte. Handlungsbedarf sehen die Versicherer auf europäischer Ebene. Hier müssten die geplanten Erleichterungen schneller kommen, fordern sie. Ziel sollte nach Meinung des GDV die Entlastung der Unternehmen bei den mit der Umsetzung verbundenen Kosten sein.
Eiopa stellt Solvency II-Änderungen vor
Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa stellt Änderungen am Regelwerk Solvency II zur Konsultation. Geplant sind unter anderem geringere Berichtspflichten im Einklang mit entsprechenden Zielen der Europäischen Kommission. Für langfristige Investitionen in Infrastruktur und grüne Projekte kann sich Eiopa-Chefin Petra Hielkema nur eine leichte Senkung der Kapitalanforderungen vorstellen. Eine stärkere Lockerung könnte die Widerstandsfähigkeit schwächen – außerdem sei nicht ausgeschlossen, dass die Versicherer freiwerdendes Kapital nutzen, um ihre Aktionäre zu bauchpinseln.
Wie ist das mit dieser Frühstart-Rente?
Die von der Regierung angekündigte staatlich geförderte Frühstart-Rente für Kinder wirft bei Bündnis 90/Die Grünen viele Fragen auf. Der Bundestagsabgeordnete Stefan Schmidt erkundigt sich in einer Kleinen Anfrage danach, warum zu den Voraussetzungen der Besuch einer Bildungseinrichtung zählt und weshalb die Förderung nicht bereits mit der Geburt einsetzen soll. Auch die „vergessene“ Riester-Reform spielt in der Anfrage eine Rolle.
Generali führt digitale Therapie ein
Die Generali hat über ihre Tochter für betriebliche Gesundheitsprogramme, Generali Health Solutions, eine Kooperation mit dem Start-up Hello Better gestartet. Sie wollen den Versicherten gemeinsam Online-Therapien für Depressionen und Angststörungen anbieten. Außerdem ist ein Netzwerk von Psychotherapeutinnen und Ärztinnen Teil der Zusammenarbeit. Das neue Programm der Generali heißt „Mein Mental Health Coach“.
Schäden in Texas kosten bis zu 22 Mrd. Dollar
Der US-Wetterdienst Accuweather schätzt die wirtschaftlichen Schäden infolge der schweren Sturzflut in Texas auf bis zu 22 Mrd. Dollar (19 Mrd. Euro). In der vergangenen Woche war so viel Regen in dem Bundesstaat gefallen, dass der Pegel des Guadalupe River am 4. Juli, dem Nationalfeiertag der USA, in weniger als einer Stunde um fast acht Meter gestiegen ist. Mittlerweile sind mehr als 100 Todesopfer zu beklagen.
GDV hebt Beitragsprognose für 2025 an
Die Geschäfte der deutschen Versicherer laufen in diesem Jahr besser als zunächst erwartet. Der Versichererverband GDV rechnet spartenübergreifend mit einem Wachstum der Bruttobeitragseinnahmen von 7,3 Prozent, nachdem er Mitte Februar noch von einem Plus von 5 Prozent ausgegangen war. Das liegt insbesondere an der deutlich nach oben korrigierten Prognose für das Einmalbeitragsgeschäft in der Lebensversicherung. Auch für die Schaden- und Unfallversicherer erwartet der Verband ein stärkeres Beitragsplus.











