Versicherer rss

Arag führt neue Rückwärtsdeckung ein

Die Düsseldorfer Arag führt einen Mietrechtsschutz ein, den Kunden nach dem Schadenereignis abschließen können. Die Police kostet deutlich mehr als der normale Mietrechtsschutz und muss für drei Jahre gekauft werden. Der Versicherer hat gute Erfahrungen mit einem Rückwärtsangebot beim Verkehrsrechtsschutz gemacht. Arag-Chef Paul-Otto Faßbender berichtete beim Pressegespräch auch über die Erfahrungen mit dem digitalen Rechtsdienstleister Justix. Mit dem Ergebnis des Jahres 2017, dem ersten Geschäftsjahr nach dem Verkauf des Lebensversicherers, ist der Konzern zufrieden.

Aon-Deutschlandchef zum EMEA-Chef befördert

 Leute – Aktuelle Personalien  Onno Janssen (Bild rechts) wird neuer Chef von Aon Global Risk Consulting und Aon Cyber Solutions/Stroz Friedberg für die Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA). Der 48-Jährige ist bisher Deutschlandchef bei Aon Risk Solutions. Sein Nachfolger wird Chief Commercial Officer Kai Büchter (Bild links). Außerdem: Die Unternehmensberatung Simon, Kucher & Partner macht Frank Gehrig zum Partner im Bereich Versicherungen. Generali hat Jaime Anchustegui Melgarejo zum Gruppenleiter Betrieb und Versicherung ernannt und mit Cillin O’Flynn einen neuen Leiter Generali Hongkong.

PKV setzt auf Kooperationen und Digitalisierung

Die privaten Krankenversicherer (PKV) müssen schneller und digitaler werden, um mit den veränderten Kundenbedürfnissen Schritt zu halten, findet der Vorstandsvorsitzende der Signal Iduna Ulrich Leitermann (Bild). Zudem sei es notwendig, dass die Versicherer die Entwicklung der Leistungsausgaben in den Griff bekommen, damit die Beiträge möglichst stabil bleiben. Allein werden die einzelnen Unternehmen diese Herausforderungen kaum meistern, deshalb braucht die Branche Kooperationen, sagte Leitermann auf einer Fachtagung in Dortmund. Vehement kritisierten er und der Direktor des PKV-Verbands Volker Leienbach die Forderungen nach einer Bürgerversicherung: Eine Einheitsversicherung würde die Gesundheitsversorgung verschlechtern.

Zurich wird selektiver in der Industrieversicherung

Die Zurich Deutschland wird vorsichtiger bei der Übernahme von Industrierisiken. Der Versicherer hat unter anderem das Flottengeschäft aufgegeben und sich von einigen großen Industrierisiken getrennt, berichtete Deutschlandchef Marcus Nagel beim diesjährigen Kamingespräch in Köln. Er erwartet, dass der Versicherer in diesem Jahr eine Schaden- und Kosten-Quote unter 100 Prozent in den Industriesparten erreichen wird. Zudem hat Zurich eine Reihe von Digitalisierungsprojekten gestartet, die vor allem junge Leute ansprechen sollen. Im kommenden Jahr konzentriert sich der Versicherer auf Wachstum. Die Lebensversicherung soll dazu einen entscheidenden Beitrag leisten.

S&P: 2018 bleibt herausfordernd

Auch das kommende Jahr wird für die Versicherer in Europa, dem Nahen Osten und Afrika nicht leicht werden: Top-Risiko bleibt das Niedrigzinsumfeld, schreibt die Ratingagentur S&P in einem aktuellen Bericht. Lebensversicherer müssen sich nach Kräften um das Management ihrer Altbestände und die Änderung des Produktmixes bemühen müssen, Schaden- und Unfallversicherer müssen die Zeichnungsdisziplin in einem umkämpften Markt hochhalten. Dazu kommen neue Risiken wie die Digitalisierung, Cybergefahren und der Klimawandel.

Scor befördert Caren Büning

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Rückversicherer Scor leitet den Wechsel an der Spitze des deutschen Unternehmensteils ein. Caren Büning wird ab 1. Januar 2018 die deutsche Schaden- und Unfall-Rückversicherung verantworten. Helmut Söhler bleibt Hauptbevollmächtigter. Außerdem: Ralf Becker und Bernhard Schwanke erweitern die Geschäftsführung des Versicherungsmaklers Funk, und der Hamburger Volkswirtschaftsprofessor Hans-Jörg Schmidt-Trenz soll den Verwaltungsrat der Schweizer Baloise Holding verstärken.

Gothaer greift Aktiengesellschaften an

Die Gothaer unter ihrem Chef Karsten Eichmann will künftig mit ihrer Rechtsform als Versicherungsverein und mit Fortschritten bei der Digitalisierung punkten. Das Unternehmen startet 2018 eine Kampagne, in der es die Vorteile seiner Rechtsform als  Versicherungsverein gegenüber Aktiengesellschaften und öffentlichen Versicherern darstellt. Außerdem setzt der mittelgroße Versicherer auf den Ausbau der digitalen Angebote vor allem in der Schadenversicherung sowie in der privaten Krankenversicherung. In der Erneuerung der IT will er mit anderen Vereinen zusammenarbeiten.

Zurich kauft australische Lebensbestände

Der größte Schweizer Versicherer Zurich will in Australien weiter wachsen und kauft dazu das Lebensversicherungsgeschäft der Melbourner ANZ-Bank für knapp zwei Mrd. Euro. Mit der Übernahme wird Zurich mit einem Marktanteil von rund 19 Prozent der führende Lebensversicherer für Privatkunden in Australien. Das ist nicht die erste Übernahme der Schweizer in Down Under: Bereits 2016 kaufte Zurich das Leben-Geschäft vom Finanzkonzern Macquarie sowie den Reiseversicherer Cover-More.

Munich Re kauft Global Aerospace

Der Rückversicherer Munich Re übernimmt die Mehrheit an dem Londoner Assekuradeur Global Aerospace, einem der wichtigsten Anbieter von Luftfahrtversicherungen. Zurzeit halten die Münchener nur 40 Prozent, Partner Berkshire Hathaway 60 Prozent. Künftig lautet die Verteilung 51 Prozent für Munich Re und 49 Prozent für Berkshire. Offenbar will Berkshire diese internationalen Risiken nicht mehr so exponiert begleiten. An dem Versicherungspool, den Global Aerospace managt, ändert sich nichts. An ihm sind auch andere Versicherer beteiligt.

WordPress Cookie-Hinweis von Real Cookie Banner