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Zurich: Chefwechsel in der Schaden- und Unfallsparte

 Leute – Aktuelle Personalien  Mike Kerner, Chef der Schaden- und Unfallversicherung beim Schweizer Versicherer Zurich, verlässt das Unternehmen überraschend. Sein Nachfolger wird der bisherige Lebensversicherungschef Kristof Terryn. Außerdem: Die italienische Generali bekommt einen neuen IT-Chef und die Dialog Lebensversicherung gibt den Nachfolger für den scheidenden Vorstandsvorsitzenden Oliver Brüß bekannt.

Standard & Poor’s warnt Rückversicherer

Die Rückversicherer leiden unter niedrigen Preisen und einem Kapitalüberschuss im Markt. Darauf reagiert die Branche unterschiedlich, heißt es in einem aktuellen Report der Ratingagentur Standard & Poor’s. Während die meisten Unternehmen bei Katastrophenrisiken zurückhaltender geworden sind, übernehmen einige mehr Risiken in diesem Bereich. Das betrachtet die Ratingagentur mit Sorge. Vor allem, wenn es sich um wenig diversifizierte Anbieter handelt.

GDV: Keine Zinswende in Sicht

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft erwartet keine Zinswende in Europa, auch wenn die US-Notenbank die Zinsen erhöhen sollte. Das sagte GDV-Präsident Alexander Erdland am Dienstagabend vor Journalisten in Berlin. Erdland mahnte eine baldige Änderung der Mechanik für die Zinszusatzreserve an, hat aber wenig Hoffnung, dass in dieser Legislaturperiode noch etwas geschieht. 2015 werden die Prämieneinnahmen in der Lebensversicherung wohl zurückgehen, in der Schadenversicherung steigen.

GDV keilt mit Unfallmelder gegen E-Call

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft startet 2016 die Vermarktung des Unfallmeldedienstes, eines Auto-Notrufsystems für Neu- und Gebrauchtwagen. Damit kommen die Versicherer den Autoherstellern zuvor, die ab 2018 die Notruffunktion E-Call in Neuwagen einbauen. Den Versicherern bleiben zwei Jahre, um möglichst viele Kfz-Versicherte für ihr System zu gewinnen und damit auch den Druck auf die Autohersteller zu erhöhen. Sie befürchten, dass die Autohersteller über den E-Call erster Ansprechpartner bei Unfällen oder Pannen sein könnten. Das wäre ein herber Rückschlag für das Schadenmanagement der Kfz-Versicherer.

Aktiencrash schmerzt Versicherer

Die Aktienquote der deutschen Lebensversicherer liegt bei 4,4 Prozent, bei den Schaden- und Unfallversicherern sind es 6,6 Prozent, alle Erstversicherer zusammen kommen auf 4,5 Prozent. Es handelt sich um vergleichsweise kleine Anteile an den gesamten Kapitalanlagen. Dennoch kann die Branche den Crash an den Aktienbörsen nicht gelassen betrachten. Erstens sind trotz kleiner Prozentzahlen hohe Summen im Spiel. Dazu kommt, dass die höhere Volatilität der Märkte den Versicherern enorm schadet. Außerdem sind die großen Anbieter von fallenden Kursen ihrer eigenen Aktien betroffen.

PKV meistert bislang schwieriges Umfeld

Bislang haben die privaten Krankenversicherer die Herausforderungen durch das Niedrigzinsumfeld und das schwache Wachstum im Wesentlichen gut bewältigt. Zu diesem Ergebnis kommt das Analysehaus Morgen & Morgen in seinem PKV-Rating für das Jahr 2014. Bei den Sicherheitsmitteln und der Eigenkapitalquote sieht das Unternehmen einen positiven Trend. Im Vergleich zum Vorjahr konnten sechs Versicherer ihre Bewertung verbessern, wohingegen fünf sich verschlechtert haben.

Heidelberger Leben macht Gewinn

Die Heidelberger Leben-Gruppe ist im vergangenen Jahr als erste Run-off-Plattform für Lebensversicherungen in Deutschland angetreten. Jetzt veröffentlichte sie ihren ersten Geschäftsbericht: Im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen 32,7 Mio. Euro verdienen. Außerdem gab die Gruppe bekannt, dass sie den Bestand der Skandia Österreich wieder verkauft.

Generali kehrt zur Industrieversicherung zurück

Der italienische Versicherer Generali wird nach Informationen des Versicherungsmonitors in der zweiten Jahreshälfte 2016 das Industriegeschäft in Deutschland wieder aufnehmen. Entsprechende Spezialisten bis hin zu ganzen Teams will das Unternehmen in den kommenden Monaten anheuern. Gesteuert wird die Versicherung der großen Konzerne aus Mailand. Die Generali hat große Pläne in der Industrieversicherung. Im April 2015 hatte die Gruppe das Industriegeschäft in den USA aufgenommen.

Allianz investiert in Londoner Abwasser

Der Versicherungskonzern Allianz meldet Vollzug: Das im Juli angekündigte Engagement beim neuen Londoner Abwassersystem Thames Tideway Tunnel ist unter Dach und Fach. Damit investiert der Versicherer mehr als eine halbe Milliarde in ein prestigeträchtiges Infrastrukturprojekt, für das Vorbereitungsarbeiten in der Themse bereits stattfinden. Allerdings sind Infrastrukturanlagen auch nicht ohne Risiken – wie die Allianz gerade in Norwegen erlebt, wo sie gegen die Regierung klagt.

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