Die Versicherungs- und Rückversicherungsaktivitäten haben in den ersten drei Monaten des Jahres den Gewinn von Berkshire Hathaway eher belastet als befördert. Warren Buffett hält sie trotzdem für einen wichtigen Aktivposten. Eine Herausforderung bildet die Kapitalanlage.
Versicherer
EU produziert Mehraufwand für Altersversorgung
Die geplante EU-Richtlinie für die betriebliche Altersversorgung sorgt für Unruhe. Die Deutsche Aktuarvereinigung verlangte bei ihrer Mitgliederversammlung Korrekturen. Auch zur Beteiligung der Kunden an den Bewertungsreserven äußerten sich die Aktuare, hatten allerdings nichts Neues zu berichten. Am Rande der Tagung war zu hören, dass sie sich ernsthafte Sorgen um die Gesundheit einzelner Gesellschaften machen.
Direktversicherer legen zu
Die Ratingagentur Fitch geht davon aus, dass der Direktvertrieb von Policen in den kommenden Jahren in Deutschland zunehmen wird. Wachstumstreiber ist das Sachgeschäft, aber auch im Lebensversicherungsbereich traut Fitch diesem Vertriebsweg viel zu.
Altersvorsorge: Aktuare wollen mitreden
Die deutschen Aktuare wollen sich wieder mehr in die Diskussion um die Altersversorgung einmischen. Den Auftakt dazu sollte eine öffentliche Podiumsdiskussion im Rahmen der Mitgliederversammlung der Deutschen Aktuarvereinigung in Bonn am Dienstag bilden. Allerdings brachte sie nur wenig neue Einsichten. Einig waren sich die Diskutanten im Kernpunkt: Die Gesellschaft brauche beides, Umlage und Kapitaldeckung.
Die DKV hat zu viel versprochen
Die DKV musste im vergangenen Jahr einen weiteren Rückgang im Kerngeschäftsfeld Vollversicherung hinnehmen. 2014 haben sich nach Einschätzung von Vorstandschef Clemens Muth die Rahmenbedingungen für die private Krankenversicherung verbessert. Wenig Freude machen ihm die Folgen einer Beitragsgarantie für einen Tarif mit einem Kalkulationsfehler.
Problemfall BU-Absicherung
Viele Menschen schätzen die Gefahr, berufsunfähig zu werden als gering ein – deshalb kaufen nur wenige Policen, so eine Studie der Gothaer. Während der Versicherer beim Thema Pflegeabsicherung Fortschritte sieht, liegt bei den Berufsunfähigkeitspolicen noch ein langer Weg vor der Assekuranz.
Axa forciert Digitalisierung
Der französische Versicherer Axa treibt die Digitalisierung seines Geschäfts voran. Die Gesellschaft hat den Telekommunikationsspezialisten Yves Caseau zur Weiterentwicklung ihrer digitalen Produkte und Services an Bord geholt und eine strategische Kooperation mit Facebook geschlossen.
Niederländische Allianz-Töchter herabgestuft
Die Rating-Agentur Standard & Poor’s hat die niederländischen Töchter der Allianz auf ‚A+‘ von ‚AA-‘ herabgestuft. Vor allem den Lebensversicherer Allianz Nederland Levensverzekering sehen die Analysten der Rating-Agentur kritisch. Seine Zukunft in der Allianz-Gruppe sei nicht klar.
Ablaufleistung von Lebensversicherungen unter Druck
Die Ablaufleistungen in der Lebensversicherung sind wie erwartet gesunken. Das zeigen die neuen Zahlen des Map-Reports. Acht Lebensversicherer bieten bei jetzt ablaufenden, lange bestehenden Verträgen aber noch immer eine Gesamtverzinsung von mehr als fünf Prozent.
HUK-Coburg zieht die Reißleine bei Transparo
Nachdem bekannt wurde, dass HUK-Coburg die Anteile an Transparo ganz übernimmt, ging es schnell. Jetzt teilte das Vergleichsportal mit, dass es ab Ende Juni seine Tätigkeit einstellt. Eine Fortsetzung sei wirtschaftlich nicht vertretbar.
Die sieben größten Cyber-Risiken
In einer Untersuchung benennt Zurich die größten Cyber-Risiken. Die Gefahren sind beträchtlich, so die Studie. Viele Risiken sind eng miteinander verbunden, sodass sich Probleme bei einem Unternehmen zu einer globalen Krise ausweiten könnten.
HUK-Coburg kauft alle Anteile an Transparo
Der Versicherungskonzern HUK-Coburg übernimmt alle Anteile am Vergleichsportal Transparo, die Minderheitseigner Talanx und Württembergische Gemeindeversicherung scheiden aus. Transparo macht Verluste. Möglicherweise wird die HUK-Coburg das Vergleichsportal mit einer anderen Tochtergesellschaft verschmelzen und kann so die Verluste zumindest steuerlich geltend machen. Eine Schließung des Portals wird in Coburg ebenfalls erwogen, heißt es in der Branche.
Kfz-Sparte unter Innovationsdruck – Teil II
Neben Telematik-Tarifen (siehe Teil I) versprechen auch moderne Assistenzsysteme eine Verringerung der Schadenzahlen in der Kfz-Versicherung. Die Versicherer werden die Kostengewinne aber nicht behalten können, sondern in Form niedrigerer Prämien an die Kundschaft weitergeben müssen. Langfristig bedrohen außerdem selbstfahrende Autos das Geschäftsmodell Kfz-Haftpflichtversicherung.
Gesunkene Fähre mit über 140 Mio. Euro versichert
Die vor Südkorea gesunkene Fähre „Sewol“ ist nach Angaben der dortigen Finanzaufsicht mit fast 8 Mio. Euro kaskoversichert, die Haftpflichtdeckungen für die Passagiere liegen bei rund 138 Mio. Euro. Ob deutsche Erst- oder Rückversicherer involviert sind, ist noch unklar.
Kfz-Sparte unter Innovationsdruck – Teil I
Die Kfz-Versicherer konnten zur Wechselsaison 2013 noch einmal höhere Preise durchsetzen und haben so etwas Luft gewonnen. Die Branche ist deshalb aber nicht aus dem Schneider. Der Autoversicherungsmarkt befindet sich im Umbruch, die Gesellschaften müssen frische Rezepte gegen neue Wettbewerber und langfristig rückläufige Umsätze finden.














