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Erklärvideos für mehr Produktverständnis

 Digitale Trends 2022  Ein Schadenfall ist frustrierend, noch viel frustrierender ist es aber, wenn der Versicherer aufgrund von Ausschlüssen oder anderen Gründen nicht zahlt. Um ein böses Erwachen im Schadenfall zu verhindern, hat die Allianz Versicherung personalisierte Erklärfilme produziert. Sie veranschaulichen auf unterhaltsame Weise den Umfang der abgeschlossenen Deckung. Die Münchener erhoffen sich durch die Videos ein besseres Produktverständnis beim Kunden.

Allianz führt Bilanzrating an

Der Lebensversicherer der Allianz hat im aktuellen Bilanzrating des Branchendienstes Map-Report für das Jahr 2020 erneut das beste Ergebnis erzielt. Während der Branchenprimus bei den Bilanzkennzahlen glänzte, musste er bei den Bruttobeiträgen allerdings herbe Verluste verbuchen. Insgesamt gelang es den Lebensversicherern, die Prämieneinnahmen im vergangenen Jahr trotz heftigen Gegenwinds stabil zu halten. Dazu trug vor allem das Einmalbeitragsgeschäft bei. In den Neugeschäftszahlen machte sich die Corona-Krise aber dann doch bemerkbar.

MLP stellt Führung von Konzerntochter neu auf

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Finanzvertrieb MLP baut sein Management um: Der langjährige Chef Uwe Schroeder-Wildberg verlässt das Führungsgremium der MLP Finanzberatung SE und wechselt in den Aufsichtsrat der Gesellschaft. Die Führung der MLP-Finanzberatungstochter übernimmt Jan Berg (Bild), er wird allerdings nicht Vorstandschef. Außerdem: Der kalifornische Technologieanbieter Corelogic holt sich personelle Verstärkung für seine deutsche Niederlassung, und der Verband Pensions Europe hat einen neuen stellvertretenden Vorsitzenden ernannt.

Wochenspot: Ende der Übernahmewelle und Getsafe

 Wochenspot – der Podcast  Einmal in der Woche gibt es den Versicherungsmonitor auch zum Hören. In dieser Ausgabe diskutieren Redakteurin Kaja Adchayan und Herausgeber Herbert Fromme über ein mögliches Ende der Konsolidierungswelle in der Maklerbranche und über die Chancen von Getsafe, einen Versicherungsbestand zu übernehmen.

Ergo nimmt neuen Anlauf bei Bancassurance

Im Bereich Bancassurance gibt es neue Partner: Ergo und die Santander Consumer Bank haben eine Zusammenarbeit vereinbart. Für den Düsseldorfer Versicherer ist das der Wiedereinstieg in den Markt, aus dem er sich 2017 zurückgezogen hatte. Ab 2022 erhalten die Bankkunden Angebote vor allem zu Altersvorsorgeprodukten und Sterbegeldpolicen der Ergo. Diese bietet ihren Kunden dafür Kreditkarte und Kredite der Bank an.

Ecclesia kauft Makler API

Der Detmolder Makler Ecclesia hat das Maklerhaus API Assekuranz in Beckum gekauft. An dem mit API verbundenen Schadenspezialisten Peritos übernimmt Ecclesia einen Minderheitsanteil. API-Chef Harald Vollgraf bleibt als Berater. Die API wird auf Ecclesia-Unternehmen verschmolzen. Peritos soll die Ecclesia-Kompetenz in der Schadenbearbeitung und -begleitung deutlich erhöhen.

Swiss Re enttäuscht über COP26-Beschlüsse

Die Beschlüsse der diesjährigen Weltklimakonferenz COP26 gehen vielen nicht weit genug. Auch der Rückversicherer Swiss Re äußert Zweifel an der Wirksamkeit der Entscheidungen. „Wir sehen zwar ein positives Momentum, aber es reicht noch nicht aus, um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen“, sagte Chefvolkswirt Jérôme Haegeli bei einer digitalen Veranstaltung des Konzerns. Er sprach sich für mehr Transparenz und eine zügige Energiewende aus. Für die Versicherer sei nun ein guter Zeitpunkt, um zu zeigen, warum sie gebraucht werden.

Maklerkonsolidierung vor dem Höhepunkt

Momentan wird mit Spannung verfolgt, welcher Makler als nächstes eine Übernahme ankündigt und welches Haus den größten Coup landen kann. Doch der Markt könnte sich schon bald beruhigen, zumindest im Segment der Firmenkundenmakler. Das sagte Marco Gerhardt vom Makler MRH Trowe beim Insurance Summit des Handelsblatts. Mittlerweile habe in diesem Segment bereits jeder mit jedem gesprochen. Jochen Körner von Ecclesia sieht vor allem die Bewertung der börsennotierten Makler als Treiber für weitere Konsolidierungen.

Steuerzuschüsse: Ein schleichendes Gift

 Meinung am Mittwoch  Das Defizit der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird 2022 eine neue Rekordhöhe erreichen: 28,5 Mrd. Euro aus dem Bundeshaushalt sind erforderlich, um es auszugleichen. Zur Begründung der enormen Finanzlücke wird oft auf die Zusatzkosten der Corona-Krise verwiesen – doch nach Angaben der GKV selbst haben die Defizite nur zu kleinen Teilen mit der Pandemie zu tun. Viel gravierender sind strukturelle Probleme der Kassen, für die es dringend besserer Lösungen bedarf.

Reichelt: Cyber sollte mehr Aufmerksamkeit erhalten

 Exklusiv  Die Cyberversicherung gilt vielen Versicherern und Rückversicherern als wichtiger Wachstumsbereich. Doch Hackerangriffe bringen auch ein hohes Schadenpotenzial mit sich. Versteckten Cyberrisiken und dem Kumulpotenzial der Sparte sollten die Anbieter noch viel mehr Aufmerksamkeit schenken als bisher, fordert Frank Reichelt, Chef für Nord-, Zentral- und Osteuropa bei dem Rückversicherer Swiss Re, im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Auch bei der Absicherung künftiger Pandemien ist vieles noch ungeklärt.

Assekurata: Run-off bewährt sich, außer für Kunden

Der deutsche Run-off-Markt ist mittlerweile ein paar Jahre alt. Deshalb zeichnet sich langsam ab, wie sich die Abwickler auf längere Sicht schlagen. Laut einer aktuellen Studie der Ratingagentur Assekurata halten Viridium, Athora und Co., was sie versprechen. Der Ertrag, den sie mit den Lebensversicherungsbeständen erzielen, ist sehr hoch. Jedoch zeigt sich auch, dass die Kritik von Verbraucherschützern am Run-off berechtigt ist.

Bewersdorf: „Wir haben die Entwicklung in der Hand“

Der Fahrdienst Uber hat das profitable Geschäft der amerikanischen Taxifahrer in kurzer Zeit auf den Kopf gestellt. Ähnliches droht den Versicherern, schließlich handelt es sich um eine Branche, in der trotz bisweilen schlechter Kundenerfahrungen immer noch kräftig verdient wird. Nach Ansicht von Carlo Bewersdorf, Chef der Swiss Re-Digitaltochter Iptiq, hat die Assekuranz den Vorteil, dass eine Disruption wie in der US-Taxibranche bisher ausgeblieben ist. „Wir haben die Entwicklung noch in der Hand“, sagte er beim Insurance Summit des Handelsblatts. Großes Potenzial sieht er für Plattform-Modelle und Embedded Insurance.

Getsafe: Börsengang nicht vor 2023

Das Insurtech Getsafe kokettiert zwar mit einem Börsengang, betrachtet ihn aber nicht als ultimatives Ziel. Wenn es zu einem Gang aufs Parkett komme, dann erst in einigen Jahren, betonte Chef Christian Wiens beim Insurance Summit des Handelsblatts. Er hält auch die Übernahme durch einen großen Versicherer für eine mögliche Option. Wahrscheinlicher sei es aber, dass Insurtechs mithilfe weiterer Kapitalspritzen von Investoren irgendwann über genug Kapital verfügen, um selbst Bestände großer Versicherer zu kaufen, glaubt er.

Neue Führungskräfte bei AGCS

 Leute – Aktuelle Personalien  Der Allianz-Industrieversicherer AGCS gibt personelle Umstrukturierungen auf Führungsebene bekannt und befördert Alfredo Alonso (Bild) neben seiner aktuellen Führungsrolle zum Global Head of Liability. Außerdem: Swiss Re-Chef Christian Mumenthaler wird der neue Präsident des Verbands Geneva Association, und Aviva-CEO Amanda Blanc wird neues Vorstandsmitglied. Der Industrieversicherer HDI Global bekommt mit Michelle Boyd eine neue Senior Underwriter. Auch beim amerikanischen Rückversicherer RGA, beim Makler und Berater Willis Towers Watson sowie der Investmentgesellschaft Scor Investment Partners SE gibt es personelle Veränderungen.

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