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Steigende Frachtrisiken durch Corona

Der Industrieversicherer der Allianz warnt in einem aktuellen Bericht vor steigenden Risiken für Transportunternehmen. „Die Corona-Pandemie beeinträchtigt die globalen Lieferketten in noch nie dagewesener Weise“, sagt Volker Dierks, der bei Allianz Global Corporate & Specialty in Zentral- und Osteuropa für die Schiffs- und Transportversicherung zuständig ist. Risiken bei der Lagerung und dem Transport hätten erheblich zugenommen – insbesondere für hochwertige, verderbliche und temperaturempfindliche Güter.

Corona-Roundup: Aon, Großbritannien, Eiopa

Pandemie-Risiken überfordern einzelne Versicherer, es muss einen Risikopool vergleichbar mit dem Terrorversicherer Extremus geben, fordert der Makler Aon. Außerdem: In Großbritannien und der Schweiz gibt es Bestrebungen, über Kreditversicherer einen Schutzschirm ähnlich der Lösung in Deutschland zu spannen. Hochrangige Vertreter der britischen Versicherer wollen in einer Arbeitsgruppe Strategien für den Umgang mit Pandemien beraten. Die Eiopa nimmt die betriebliche Altersversorgung in den Blick. Und der Katastrophenbonds der Weltbank für Pandemien kommt endlich zur Auszahlung.

Regierung will Privatpatienten besserstellen

Privat Krankenversicherte, die wegen der Corona-Krise hilfebedürftig werden und in den abgespeckten Basistarif wechseln, sollen ein Rückkehrrecht in den Normaltarif erhalten. Das plant die Regierungskoalition im Rahmen eines neuen Corona-Maßnahmenpakets. Ein Risikozuschlag soll nicht fällig werden. Der PKV-Verband sieht das Vorhaben kritisch.

Die Zukunft liegt in offenen Plattformen

 The Long View – Der Hintergrund  Die Zukunft der Versicherer liegt in Plattformen und nicht in abgeschlossenen IT-Systemen, wie sie vielerorts noch vorherrschen. Newcomer wie Finleap und Wefox haben bereits Lösungen entwickelt, die in Richtung offene Plattform gehen, aber auch traditionelle Versicherer sind mit SDA und FRIDA mit von der Partie. Wer sich am Ende durchsetzen wird, ist noch ungewiss. Klar ist aber: Der Weg zum Ziel ist noch weit.

Studie: Versicherer unterschätzen Risiken

Die Versicherungsbranche wird in den nächsten zehn Jahren drastische Veränderungen erleben, die Rahmenbedingungen wandeln sich grundlegend, zeigt die Studie „Versicherungen 2030“ von Oliver Wyman. Manche Risiken werden jedoch von fast allen großen deutschen Versicherern komplett unterschätzt, warnt Dietmar Kottmann, Partner bei der Strategieberatung und Co‐Autor der Studie. Die demografische Welle werde die Branche mit Wucht treffen. Die Unternehmen sollten sich außerdem dringend mit Plattform-Ökonomie auseinandersetzen und Veränderungen im Vorsorgesystem im Blick behalten, rät er.

Unsichere Aussichten für M&A-Policen

Der Markt für Policen, mit denen Unternehmen finanzielle Risiken aus Fusionen und Übernahmen (M&A) absichern können, hat im vergangenen Jahr erneut stark zugelegt. Das geht aus einem Bericht des Maklers Marsh hervor. Auch in Europa erfreuen sich die Policen zunehmender Beliebtheit. Durch die Corona-Krise ist die weitere Entwicklung allerdings mit Unsicherheiten behaftet. Die Pandemie könnte die bisherige Wachstumskurve unterbrechen, fürchtet Marsh.

Pensionskassen zwischen PSV und Protektor

Der geplante Insolvenzschutz für regulierte Pensionskassen im Pensionssicherungsverein stößt bei Fachleuten auf unterschiedliche Resonanz. Das zeigen Stellungnahmen von Sachverständigen und ihre Antworten auf Fragen von Bundestagsabgeordneten. Die übliche öffentliche Befragung der Experten durch Fachpolitiker des Ausschusses für Arbeit und Soziales entfällt angesichts der derzeitigen Krisensituation. Die Hamburger Pensionskasse befürchtet Nachteile durch die Regelung, auch der Fachverband Aba erwartet einen Attraktivitätsverlust.

Allianz Leben steigert Marktanteil

Die Allianz Lebensversicherung hat 2019 einen Marktanteil von 46 Prozent am Neugeschäft des gesamten deutschen Lebensversicherungsmarktes erreicht, eine deutliche Steigerung gegenüber den 42 Prozent des Vorjahres. Das geht aus dem gerade veröffentlichten Geschäftsbericht der Allianz Lebensversicherung hervor. Nur bezogen auf die Einmalbeiträge betrug der Anteil sogar über 50 Prozent. Auch die Allianz Versicherung ist zufrieden mit dem Neugeschäft vor allem in der Kfz-Versicherung, wo sie 221.000 zusätzliche Fahrzeuge gewann, neben dem Erwerb der ADAC-Autoversicherung mit 600.000 Fahrzeugen.

Nachhaltigkeit: Aktuare fordern bessere Datenbasis

Die Bundesregierung will die deutsche Finanzwirtschaft zum weltweiten Vorreiter beim Thema Nachhaltigkeit ausbauen. Dafür sind aber deutlich umfangreichere Daten nötig, fordert die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV). Die Versicherungsmathematiker verlangen vor allem bessere Informationen darüber, welche Folgen der Klimawandel auf die Realwirtschaft und damit auf die Kapitalanlagen der Versicherer hat. Das sei Voraussetzung, um die Risikomodelle der Versicherer zu optimieren. Bei den sogenannten grünen Investments sorgt sich DAV-Chef Guido Bader um eine Blasenbildung.

Covid-19 – 30 Mrd. Euro zur Rettung der Lieferkette

  Legal Eye – Die Rechtskolumne  Nachdem die Europäische Kommission ihre Zustimmung erteilt hat, ist der Weg frei für den angekündigten Schutzschirm für Kreditversicherer. Im derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld spricht vieles dafür, dass Kreditversicherungen systemrelevant sind. Die Kommission hat bereits im März anerkannt, dass die private Versicherungskapazität für Exportkredite knapp wird. Deshalb darf die Allianz-Tochter Euler Hermes im staatlichen Auftrag jetzt auch Exportkreditrisken für EU- und OECD-Länder anbieten.

Kfz-Versicherer halten sich bedeckt

 Exklusiv  Weil in der Corona-Krise viele Autos nicht bewegt werden, gibt es weniger Unfälle und somit auch weniger Schäden für die Kfz-Versicherer. Der Ankündigung des Marktführers HUK-Coburg, Kunden an diesen Einsparungen in Form von Beitragsrückzahlungen zu beteiligen, will trotzdem kaum ein großer Anbieter nacheifern. Eine Ausnahme bildet die DEVK, die Kunden bei günstiger Schadenentwicklung schon seit Jahren Rabatte auf die Prämie gibt. Für das Kfz-Start-up Friday, das eine kilometergenaue Abrechnung anbietet, ist die Diskussion eine Steilvorlage. Nachtrag 19. April: Die Allianz betont, dass Kunden, die weniger fahren, Geld zurück bekommen sollen. Von einer Beteiligung der Versicherten am geringeren Schadenaufkommen […]

Vorstand Völker verlässt Barmenia

 Leute – Aktuelle Personalien  Kai Völker, IT-Vorstand der Barmenia, hat den Konzern überraschend und sehr leise Ende März verlassen. Entsprechende Informationen des Versicherungsmonitors bestätigte das Unternehmen. Außerdem: Die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa hat zwei neue Mitglieder im Management Board.

Herbert Fromme

Das große Rad der HUK-Coburg

 Herbert Frommes Kolumne  Mit dieser Ankündigung hat der größte deutsche Autoversicherer am Donnerstag den gesamten Markt aufgeschreckt: Die HUK-Coburg will nach Ablauf des Jahres ihre Kunden finanziell daran beteiligen, dass der Schadenaufwand Corona-bedingt zurückgeht. Das Vorgehen der Coburger zeigt: Die Krise verschärft die Konkurrenz deutlich, von einheitlichem Auftreten der Branche keine Spur. Das war auch beim Streit um die Betriebsschließungspolicen so. Möglicherweise feiert auch der gute alte Rechtsformwettbewerb zwischen Vereinen und Aktiengesellschaften Wiederauferstehung.

Rückversicherer unter Zugzwang

 Versicherungsmonitor-Analyse  Nach einer langen Zeit des Preisverfalls ist das Prämienniveau in der Rückversicherung zuletzt wieder angezogen. Doch wie wird sich die Corona-Krise auf die neu gefundene Preisdisziplin auswirken? Es gibt Argumente für weiter steigende wie auch fallende Preise. Viel hängt davon ab, wie sich die Investoren im Markt für Versicherungsverbriefungen verhalten werden. In der Streitfrage um Leistungen aus Betriebsschließungspolicen erwarten Experten, dass sich die Rückversicherer dem von zahlreichen Erstversicherern unterstützten Kompromiss in Bayern anschließen werden.

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