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Mehmet E. Göker – der entzauberte Verkäufer

Mehmet E. Göker faszinierte Versicherer, Vertriebler und Kunden gleichermaßen. Nach der Insolvenz seiner Firma MEG hat er sich in die Türkei abgesetzt. Von dort versucht er noch einmal, mit privaten Krankenversicherungen das große Geld zu verdienen. Der Journalist Klaus Stern hat Göker zwei Jahre begleitet und den Dokumentarfilm „Versicherungsvertreter II – Mehmet Göker macht weiter“ herausgebracht. Dem Zuschauer wird rasch klar: Die große Zeit des Skandalvertreters ist lange vorbei.

OECD warnt Versicherer vor Risiko-Anlagen

Nach dem Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank hat jetzt auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vor den Risiken des Niedrigzinsumfelds für Versicherer und Pensionsfonds gewarnt. Die Unternehmen sollten sich auf der Jagd nach höheren Renditen nicht zu riskanten Anlagestrategien verleiten lassen, rät die Organisation. Das bringe Gefahren mit sich, bis hin zur Insolvenz einzelner Gesellschaften. Aufseher und die Politik sollten daher ein genaues Auge auf die Anlagestrategien der Unternehmen haben.

Keine Lösegelder für Terroristen

Die britische Regierung hat Versicherern verboten, Lösegeld zu erstatten, wenn Terroristen im Spiel sind. Das könnte ein Wettbewerbsnachteil für den Londoner Markt werden, der das Geschäft mit Entführungspolicen dominiert. Die britischen Versicherer sind bemüht, die Auswirkungen der Gesetzesänderung herunterzuspielen.

Alte Oldenburger mit neuem Chef

 Leute – Aktuelle Personalien  Die Alte Oldenburger Krankenversicherung hat mit Manfred Schnieders einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Antonio Niemer löst Dieter Gräter im Vorstand der Waldenburger Versicherung ab. Außerdem: Urs Berger wird als Präsident des Schweizerischen Versicherungsverbands wiedergewählt, und der ehemalige MLP-Vorstand Muhyddin Suleiman steigt in den Vorstand der IMC Vermögensverwaltung ein.

Wirtschaftsfaktor Wetter

 Meinung am Mittwoch  Zu viel Niederschlag, zu wenig Sonne, ein besonders strenger oder ein sehr milder Winter – die Unwägbarkeiten des Wetters können den Bilanzen von Unternehmen stark zusetzen. Immer mehr Unternehmen versuchen die Wetterrisiken aktiv zu begrenzen – und fragen verstärkt Wetterversicherungen nach. Das hat auch Einfluss auf das Angebot: Die Policen werden innovativer und individueller. Das Nischenprodukt setzt zum Sprung in die Breite an.

MyLife will Lebens-Bestände kaufen

Nach der Heidelberger Leben will jetzt auch der kleine Göttinger Lebensversicherer MyLife in das Geschäft mit der Abwicklung von Lebensversicherungsbeständen einstiegen – allerdings in kleinerem Rahmen. Vorbild ist der Run-off-Spezialist Darag. Einen ersten Bestand an Riester- und Fondsverträgen hat die zum Private Equity-Unternehmen Augur gehörende MyLife schon übernommen. Diesen Kunden will Chef Michael Dreibrodt dieselbe Überschussbeteiligung gutschreiben wie eigenen Versicherten.

Map-Report: Rente schlägt Leben-Police – aber nicht immer

Der Map-Report hat aufgeschobene Rentenversicherungen darauf untersucht, was ein Kunde bei heutigem Ende der Laufzeit erhalten würde. Die Unterschiede bei den 31 teilnehmenden Gesellschaften fallen deutlich aus. Debeka, Cosmos Leben und Neue Leben führen die Ranglisten bei Verträgen mit zwölf, 20 und 30 Jahren Laufzeit an. Der Map-Report bietet auch einen Vergleich mit den Leistungen von Kapitallebensversicherungen, die nicht immer schlechter abschneiden.

R+V: Das Schicksal hängt an den Genobanken

 Der Health Check  Lange galt die Wiesbadener R+V als Musterschüler der Assekuranz. Jahr für Jahr wuchs der Versicherer, der zur genossenschaftlichen Finanzgruppe gehört, stärker als die Konkurrenz. Das Erfolgsrezept: der Verkauf über die Bankschalter der zur Gruppe gehörenden Genossenschaftsbanken. Die Institute sind die wichtigsten Vertriebspartner der R+V. Allerdings macht sich so mancher jetzt Gedanken über die vergleichsweise hohen Kosten des Unternehmens in manchen Sparten – und über die Frage, wie es mit der anstehenden Digitalisierung umgeht. Nachtrag vom 22. Juni 2015, 15.15: Durch ein Versehen wurde zunächst eine vorläufige Fassung des Textes veröffentlicht. Hier die Endfassung, die in wichtigen […]

Wie Schreckgespenst Google die Assekuranz aufmischt

 Nachschlag – Der aktuelle Kommentar  Aktuell kursiert eine Nachricht durch die Fachmagazine der Versicherungswirtschaft. Angeblich will Google noch in diesem Jahr in Deutschland ins Versicherungsgeschäft einsteigen. Wem die Geschichte bekannt vorkommt, der hat nicht ganz Unrecht. Allerdings hat das Gerücht einen anderen Ursprung als erwartet.

Vorsicht bei Ausschreibungen

 Legal Eye – Die Rechtskolumne  Unternehmen sollten bei der Ausschreibung von Versicherungsverträgen Vorsicht walten lassen. Weil sie dabei die Versicherungsbedingungen vorgeben, drohen sie, als Verwender dieser Bedingungen zu gelten. Zweifel bei der Auslegung der Klauseln gehen dann zu ihren Lasten. Um dieses Risiko zu vermeiden, sollten sie im sogenannten Verhandlungsverfahren ausschreiben – und im Nachgang dann auch tatsächlich noch die eine oder andere Klausel mit dem Versicherer diskutieren.

Politische Risiken: Marsh rät zum Policenkauf

Viele Versicherer erhöhen auf der Suche nach neuen Einnahmequellen ihr Engagement im Markt für Deckungen gegen politische Risiken. Die Policen sind derzeit so günstig wie nie. Unternehmen, die in politisch instabilen Ländern Geschäfte machen, sollten das nutzen und sich jetzt mit Verträgen eindecken, rät der Makler Marsh. Den Trend, politische Risiken bei firmeneigenen Gesellschaften zu versichern, sieht Marsh kritisch.

Ulrich Eberhardt geht zu Roland Rechtsschutz

 Leute – Aktuelle Personalien  Stühlerücken bei der Roland Rechtsschutz: Mit Ulrich Eberhardt kommt ein Mann von der HUK-Coburg in den Vorstand des Rechtsschutzversicherers. Er folgt Andreas Fleischer nach, der in den Ruhestand geht. Die International Credit & Surety Association bestätigt Andreas Tesch von Atradius als Präsident für die Amtsperiode 2015/2016.

Herbert Fromme

BaFin, bitte endlich handeln!

 Herbert Frommes Kolumne  Die schwierige Lage der Lebensversicherer spitzt sich zu. Daran ändert der jüngste kleine Zinsaufschwung überhaupt nichts, eher im Gegenteil. Viele Versicherer ziehen die Konsequenzen aus den Rahmenbedingungen, einige wenige machen so weiter wie bisher. Da ist es besonders ärgerlich, wenn die Finanzaufsicht BaFin – jedenfalls nach außen – so tut, als ob sie das nichts anginge. Das schwächt die Versicherer, die ihr Geschäftsmodell umstellen, und die Kräfte in anderen Häusern, die darauf drängen. Auch der GDV spielt eine unrühmliche Rolle mit seiner unsäglichen Verteidigung der klassischen Lebensversicherung als angeblich wichtigstem Instrument der Altersvorsorge.

GDV: Politik schadet Altersvorsorge der Frauen

Weil Frauen häufiger geringfügig beschäftigt sind und im Vergleich zu Männern oft weniger Geld für dieselbe Arbeit bekommen, haben sie geringere Ansprüche auf gesetzliche Rente. Die Lücke soll nach Vorstellung des GDV die betriebliche Altersversorgung und die Riester-Rente schließen. Der Verband sprach sich in Berlin für Änderungen an beiden Vorsorgeformen aus. Eine Verdi-Vertreterin kritisierte die sogenannte Nahles-Rente als Geschenk für die Arbeitgeber ohne Nutzen für die Beschäftigten.

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