Ransom-Attacken und kompromittierte Geschäfts-E-Mails machen dem Cyberdienstleister Perseus derzeit am meisten zu schaffen. Wenn IT-Systeme gekapert werden, kann dass schnell zur Existenzbedrohung werden, sagt Sören Brokamp, Geschäftsführer des Cyberdienstleisters Perseus. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor erläutert er, was er mit Perseus vorhat, wie die Zusammenarbeit mit den Gesellschaftern aussieht und was bei vielen Firmen im Umgang mit Cybergefahren das größte Problem ist.
ADAC zur IT-Transformation: „Ich hatte schlaflose Nächte“
Ihre IT treibt vielen deutschen Versicherern Schweißperlen auf die Stirn. Die Systeme sind oft veraltet. Eine Erneuerung ist sehr kosten- und zeitintensiv. Das weiß auch Sascha Herwig, Vorstand der ADAC Versicherung AG. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor berichtet er von den Herausforderungen dieses langwierigen Prozesses.
Unterlegener Makler hofft jetzt auf „jemandem mit mehr Marktmacht“
Der Makler UFKB, der am Mittwoch vor dem Oberlandesgericht Köln im Streit um die Verwendung des Begriffes „unabhängig“ erneut dem Verbraucherzentrale Bundesverband unterlegen war, zeigt sich nach dem Urteil fassungslos. Der Bundesverband Deutscher Versicherungsmakler (BDVM) und der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) äußern sich ebenfalls kritisch.
KI-Start-up in Bayern sammelt 1,7 Mio. Euro ein
Das Technologie-Start-up Neuramancer AI Solutions aus München hat in einer Pre-Seed-Finanzierung insgesamt 1,7 Mio. Euro eingesammelt. Damit will das Unternehmen gegen Betrug in der Versicherungsbranche vorgehen, wie es mitteilte. Führender Investor ist der auf Deep-Tech und künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte Venture-Capital-Fonds Vanagon Ventures.
Gallagher und Nepomuk Loesti trennen sich
Nepomuk Loesti, seit zwei Jahren Chief Commercial Officer für Kontinentaleuropa beim US-Makler Gallagher, hat nach Informationen des Versicherungsmonitors das Unternehmen verlassen. Der Makler hat gerade erst mit dem Bremer Spezialmakler Krose einen im Markt vielbeachteten Zukauf gestemmt.
D&O: „Der weiche Markt geht langsam zu Ende“
Ein Ende der Preissenkungen in der D&O-Versicherung ist näher als viele Marktvertreter glauben, erwartet Christian Bonn, Underwriting Manager für Financial Lines in Deutschland beim Industrieversicherer Axa XL. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor erklärt er, warum Großschäden allein den Markt nicht drehen, was zunehmende Regulierung für die Sparte bedeutet und welche Folgen das jüngste Urteil zum Anfechtungsverzicht für die D&O-Versicherung hat.
Private Altersvorsorge: Banken schlagen Versicherer
Banken und Sparkassen bauen ihre Dominanz in der privaten Altersvorsorge aus – und lassen Versicherer deutlich hinter sich. Zu dem Ergebnis kommt das Beratungsunternehmen Valytics in einer aktuellen Studie. Verbraucher suchen Sicherheit und akzeptieren Beratung zunehmend auch digital. Banken sichern sich die meisten Abschlüsse. Für Lebensversicherer wächst der Wettbewerbsdruck spürbar, in einem sich wandelnden Markt drohen sie weiter an Bedeutung zu verlieren.
Feuerball über Deutschland: Meteoritenschaden wirft Versicherungsfragen auf
Ein Feuerball hat am Sonntagabend den Himmel über Teilen Westdeutschlands erleuchtet und sogar Schäden verursacht. Im Koblenzer Stadtteil Güls durchschlug ein Meteoritenteil das Dach eines Wohnhauses und landete in einem Schlafzimmer. Verletzt wurde niemand. Das seltene Ereignis wirft auch versicherungstechnische Fragen auf: Wie werden Schäden durch Meteoriten reguliert, und wie häufig treten solche Fälle überhaupt auf? Der Versicherungsmonitor hat beim GDV und bei Versicherern nachgefragt.
BaFin fragt: Wie riskant investieren die Versicherer?
Der Markt für Private Credit – Kredite von Nichtbanken wie Versicherern und Pensionskassen an Unternehmen – wächst weltweit stark. Die BaFin beobachtet das genau, denn Schieflagen könnten eine neue Finanzkrise auslösen. Mit einer Umfrage, die in wenigen Wochen startet, will sie herausfinden, welche Risiken die Versicherer mit ihren Kapitalanlagen eingehen.
Iran-Krieg: Versicherer werden vorsichtiger bei Political-Risk-Deckungen
Der Angriff der USA und Israels auf den Iran und die damit einhergehende Instabilität der Region hat auch Auswirkungen auf die sogenannten SRCC-Deckungen, die Schäden durch Streiks, Aufstände und zivile Unruhen abdecken (Strikes, Riots, Civil Commotion). Makler berichten von ersten Kündigungen der Verträge durch die Versicherer und zunehmender Vorsicht bei Neuabschlüssen. Die Versicherer selbst zeigen sich eher zugeknöpft.
KI in der Assekuranz: Der fehlende strategische Hebel
Bei der Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) macht die Versicherungsbranche Fortschritte. Ein echter strategischer Hebel sei jedoch noch nicht zu erkennen, sagt Josef Adersberger, Gründer und Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Qaware, im Gespräch mit dem Versicherungsmonitor. In vielen Bereichen, zum Beispiel beim Einsatz von KI im Input-Management, sieht Adersberger noch Potenzial.
Versicherer nehmen Klima-Risiken ernster
Versicherer weltweit machen sich zunehmend Sorgen über physische Risiken wie Naturgefahren. Um den Herausforderungen durch steigende Klimaschäden zu begegnen, reicht es nicht mehr aus, sich auf bewährte Risikomodelle zu verlassen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des MSCI Institute. Angesichts dieser Entwicklung beziehen Versicherer bereits mehr Datenquellen in ihre Risikoprüfung ein und passen ihre Zeichnungskriterien sowie Deckungsbedingungen an.
Allianz Commercial: „Iran-Krieg könnte ein Black-Swan-Szenario auslösen“
Der Angriff der USA und Israels auf den Iran könnte weitreichende Folgen für die Weltwirtschaft haben und sich zu einem sogenannten Black-Swan-Szenario ausweiten, also einem seltenen und überraschenden Ereignis mit extremen Folgen, sagte Michael Bruch, Global Head of Risk Consulting Advisory Services beim Industrieversicherer Allianz Commercial, im Gespräch mit dem Versicherungsmonitor. Dafür müsste etwa die Straße von Hormus für einen längeren Zeitraum geschlossen bleiben, was einen globalen Energiepreisschock auslösen könnte.
IRRD: „Das ist ein großer Aufwand“
Die EU will mit der Insurance Recovery and Resolution Directive (IRRD) einen einheitlichen Rahmen für die Sanierung und Abwicklung von Versicherern schaffen. Auf die betroffenen Gesellschaften kommt ein großer Aufwand zu, auch kleinere Spezialversicherer könnten betroffen sein, warnen Frank Püttgen und Gunars Urdze von KPMG Law im Interview mit dem Versicherungsmonitor. Neuigkeiten gibt es zu dem Sicherungsfonds für Schaden- und Unfallversicherer, den die BaFin ins Gespräch gebracht hatte.
Willis-Chefin Lucy Clarke: „Etwas tun und nicht nur darüber reden“
Der Makler Willis hat in Deutschland in den vergangenen Jahren spürbar Markanteile verloren. Die 2021 gescheiterte Fusion mit dem Rivalen Aon brachte Unruhe und hohe Fluktuation für den gesamten Konzern Willis Towers Watson, zu dem der Makler gehört. Mitte 2024 holte die Gruppe die erfahrene Managerin Lucy Clarke von Marsh, um die Wende einzuleiten. Im Interview mit dem Versicherungsmonitor erklärt sie, wie Willis bei Kunden punkten will und warum sie an eine Fusionswelle unter den Versicherern glaubt.














