Der Online-Broker Trade Republic setzt im Kundenservice jetzt auf echte Menschen statt auf Chatbots. Versicherer können davon lernen, sagte GDV-Präsident Norbert Rollinger auf einer Veranstaltung. Die Neobanken taugen aber nicht als Vorbild, meint Redakteurin Anja Hall.
BaFin zu IT-Risiken: „Die Aufmerksamkeit bleibt hoch“
Die IT-Mängel bei Versicherern sind noch nicht vollends abgestellt. „Es gibt nach wie vor Versicherer mit Eigenkapitalzuschlägen“, sagt Versicherungsaufseherin Julia Wiens. Durch neue KI-Modelle gewinnt das Thema Cybersicherheit an Bedeutung. Die BaFin hat ein neues Referat für IT-Blitzprüfungen eingerichtet.
BaFin blickt auf die geopolitische Lage
An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Jahrespressekonferenzen der BaFin und der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung sowie Quartalszahlen von Hannover Rück, Munich Re, Talanx, Allianz, Zurich, W&W und MLP.
BaFin fragt: Wie riskant investieren die Versicherer?
Der Markt für Private Credit – Kredite von Nichtbanken wie Versicherern und Pensionskassen an Unternehmen – wächst weltweit stark. Die BaFin beobachtet das genau, denn Schieflagen könnten eine neue Finanzkrise auslösen. Mit einer Umfrage, die in wenigen Wochen startet, will sie herausfinden, welche Risiken die Versicherer mit ihren Kapitalanlagen eingehen.
BaFin nimmt Kreditrisiken der Versicherer in den Blick
Die Finanzaufsicht BaFin will die Kreditrisiken der Versicherer intensiv überwachen. Die Unternehmen hätten bei Kapitalanlagen in alternative Anlageklassen viele Freiheiten, sagte Behördenchef Mark Branson bei der Vorstellung des Berichts „Risiken im Fokus“. „Wir müssen wissen, wie die Versicherer diese Freiheit nutzen.“ Erstmals analysiert die BaFin auch drei Risiken, die Verbraucher betreffen, darunter die Kosten von kapitalbildenden Lebensversicherungen. Auch hohe Provisionen sieht sie kritisch.
BaFin stellt Versicherer und Banken vor ein Dilemma
Einerseits will die Finanzaufsicht BaFin, dass Finanzunternehmen Klimarisiken genauer in den Blick nehmen. Andererseits warnt sie davor, die Kunden mit Datenabfragen übermäßig zu belasten. Das ist ein Widerspruch, denn der Branche fehlen vor allem Daten, um Risiken wie Überschwemmungen oder Hitzewellen besser bewerten zu können. Das zeigte eine Diskussionsrunde auf der BaFin-Tagung Sustainable Finance. Dort regte sich auch leise Kritik an der Aufsicht.
Mark Branson: „Wir machen uns wirklich Sorgen“
Die Finanzaufsicht BaFin will sich stärker um physische Klimarisiken kümmern. Das kündigte Mark Branson, der Chef der Behörde, auf einer Tagung zur Transition der Finanzindustrie an. Die Aufsicht hat Versicherer und Banken befragt, wie sie mit Klimarisiken umgehen. Ein Fazit: Es besteht noch viel Luft nach oben. Zugleich sprach sich Branson dafür aus, die Nachhaltigkeitsregulierung zu entschlacken.
BaFin: Schlechte Führung ist an Schieflagen Schuld
Die Finanzaufsicht BaFin will die Führungskräfte von Unternehmen stärker in den Blick nehmen. In letzter Zeit seien einige kleine Banken, Versicherer und Fondsgesellschaften vor allem deshalb in die Schieflage geraten, weil sie Geschäfte gemacht haben, deren Risiken sie nicht verstanden hätten, sagte Behörden-Chef Mark Branson in Frankfurt. Sie hätten sich verzettelt oder zu weit weg von ihrem Kerngeschäft bewegt. Das sei möglich gewesen, weil Führung und Aufsichtsorgane ihren Anforderungen nicht gewachsen waren. Der Faktor Mensch müsse in den Fokus rücken.
GDV: Versicherer fordern Bürokratieabbau
Der Gesamtverband der Versicherer (GDV) begrüßt den Wettbewerbskompass der Europäischen Kommission zum Bürokratieabbau. Mit dem Plan will sie die schwächelnde EU-Wirtschaft in den kommenden fünf Jahren ankurbeln. Er ist ein wichtiges Arbeitsprogramm zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit, glaubt der GDV. Der Verband fordert konkrete Maßnahmen, um attraktivere Investitionsbedingungen zu schaffen und Berichtspflichten zu reduzieren.
Element, Haftpflicht und große Umbrüche
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Pressekonferenz der BaFin, die jährliche Euroforum-Haftpflichtkonferenz und der Versicherungstag der Süddeutschen Zeitung in Bergisch-Gladbach
Makler Funk erweitert die Geschäftsführung
Leute – Aktuelle Personalien Die Maklergesellschaft Funk beruft mit Steffen Abel (Bild links) und Dario Koch zwei neue Geschäftsführer und erweitert auch die Geschäftsleitung um drei Personen. HDI Global hat einen neuen Leiter der Marine-Sparte. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei der BaFin, im Lebensversicherungsgeschäft der Zurich und bei Axa.
Lohrmanns Verunsicherung: Baustelle Überregulierung
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: BaFin-Chef Bransons Kampf gegen Überregulierung
Regulierung: BaFin fordert weniger Komplexität
Normalerweise sind es die regulierten Unternehmen, die weniger Regeln fordern. Jetzt springt ihnen die Finanzaufsicht BaFin bei. Behördenchef Mark Branson plädierte bei der Jahrespressekonferenz für eine weniger komplexe Regulierung – ohne allerdings Abstriche bei den Solvenzanforderungen zu machen. Mehr Einfachheit wünschen er und Versicherungsaufseherin Julia Wiens sich etwa bei den Regeln zur Nachhaltigkeit sowie zur Proportionalität. Den Wunsch europäischer Aufsichtsbehörden wie Eiopa nach mehr Kompetenzen unterstützt Branson.
Fusionen und andere Verflechtungen
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Bilanzpressekonferenz der Gothaer, Pressegespräch der Union Krankenversicherung und der Insurance Day der Anwaltskanzlei Taylor Wessing
Lohrmanns Verunsicherung: In der Generali-Bar
An dieser Stelle nimmt sich unser Zeichner Konrad Lohrmann jeden Freitag ein Thema aus der Branche vor. Heute: BaFin zu Generali: Geld zurück an die Kunden!













