Mit der Übernahme des britischen Spezialversicherers Beazley verbindet Zurich-Chef Mario Greco große Erwartungen. Er sieht vor allem in der Spezialversicherung Potenzial, wie er auf einer Veranstaltung für Investoren und Analysten sagte. Greco ist überzeugt, dass sein Unternehmen alle Ziele für die Jahre 2026 und 2027 übertreffen wird. Trotz der allgemeinen Zufriedenheit zeichnen sich auch Herausforderungen für die beiden Unternehmen ab.
Archiv ‘Aktien’
KI-Sorgen lassen Versichereraktien einbrechen
Nachdem die US-Vergleichsplattform Insurify angekündigt hatte, mithilfe von künstlicher Intelligenz und ChatGPT Versicherungsabschlüsse möglich zu machen, sind die Aktien großer Versicherer am Dienstag stark gefallen. Betroffen waren alle großen europäischen Gesellschaften. Investoren sorgen sich, dass KI die Geschäftsmodelle der Marktteilnehmer stark verändert und Versicherer unter Druck setzt. Auch Versicherungsmakler müssen damit rechnen, durch KI-Agenten überflüssig zu werden, so die Befürchtung.
Internationale Impulse für den deutschen Lebensversicherungsmarkt
Lebensversicherungen mit kapitalmarktorientierter Ausrichtung haben großes Potenzial – das zeigen Frankreich und Italien. Deutschland hinkt hier trotz vergleichbarer Bedürfnisse nach Renditeorientierung bei niedrigen Zinsen hinterher. Dabei könnte eine Kombination aus moderater Garantie, flexibler Fondskomponente, moderner Beratung, regulatorischer Transparenz und steuerlicher Gestaltung eine neue Generation lebensversicherungsbasierter Spar- und Anlageprodukte etablieren, schreibt Christian Eck von BNP Paribas.
Nürnberger: Aktionäre sollten zuschlagen
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Nürnberger empfehlen ihren Aktionären, das von der Vienna Insurance Group unterbreitete Erwerbsangebot in Höhe von 120 Euro pro Aktie anzunehmen, wie aus einer Stellungnahme der Nürnberger hervorgeht. Der Preis sei „hochattraktiv“ und die Mitglieder des Vorstands der Nürnberger hätten selbst entweder bereits Aktien im Rahmen des Angebots angedient oder würden dies bald tun.
Rekordwachstum beim Privatvermögen
Das Geldvermögen der privaten Haushalte ist im vergangenen Jahr weltweit um 8,7 Prozent gewachsen. Das zeigt der aktuelle „Global Wealth Report“ der Allianz. Damit lag das Wachstum über dem Rekordwert von 8 Prozent aus dem Vorjahr. Auch in Deutschland nahm das Vermögen zu. Besonders erfreulich für die Assekuranz: Versicherungen und Renten legten als Sparanlage deutlich zu. Grundsätzlich lasse sich eine Normalisierung des Sparverhaltens erkennen.
Warum junge Menschen auf die bAV setzen
Junge Menschen sorgen sich um ihre Rente und handeln – trotz hoher Unsicherheit beim Finanzwissen. Das zeigt die neue Jugendstudie „Jugend, Vorsorge, Finanzen“ von Metallrente. Die betriebliche Altersversorgung (bAV) bleibt dabei eine der vertrauenswürdigsten und meistgenutzten Vorsorgeformen bei der jungen Generation. Doch Unwissen, emotionale Überforderung und unübersichtliche Angebote erschweren die Finanzplanung. Laut den Experten sind Aufklärung, Vertrauen und gezielte Reformen nötig.
Trump-Krise: Ansteckungsherd Anleihen
Herbert Frommes Kolumne „Stupidly dangerous“, dumm und gefährlich, so nennt das britische Wirtschaftsmagazin „The Economist“ die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump. Tatsächlich fährt Trump das Weltfinanzsystem gerade an den Abgrund. Die Krise ist noch lange nicht ausgestanden. Die Versicherer können sich ihr nicht entziehen, auch wenn die meisten einen vergleichsweise geringen Aktienanteil an ihren Kapitalanlagen haben. Der Ansteckungsherd sind Anleihen, vor allem Unternehmensanleihen.
Wochenspot: Was Aktienrückkäufe erzählen
Wochenspot – der Podcast Regelmäßig gibt es den Versicherungsmonitor auch zum Hören. In dieser Ausgabe sprechen Redakteurin Katrin Berkenkopf und Herausgeber Herbert Fromme über Aktienrückkäufe, die von Analysten mittlerweile erwartet werden. Doch am Ende sind sie auch Zeichen dafür, dass den Unternehmen Ideen fehlen, was sie sonst mit dem Geld tun können.
Scor wirft Covéa raus
Scor hat eine Option für den Kauf von eigenen Aktien gezogen, die dem Versicherer Covéa gehören. Künftig hält Covéa nur noch 3,8 Prozent und nicht wie bisher 8,8 Prozent. Zwischen dem Pariser Rückversicherer und seinem bisher größten Aktionär knirscht es gewaltig. Bei beiden Unternehmen gibt es personelle Änderungen im Top-Management.
Lebensversicherer: Politik behindert uns
Mit deutlicher Kritik an den politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen starteten die Versicherer in das Strategiemeeting Lebensversicherung des Handelsblatts. Statt des stets angekündigten Bürokratieabbaus gebe es immer neue Anforderungen im Bereich der Informationspflichten. Bei der Diskussion um Provisionen waren sich die Branchenvertreter ebenfalls einig. „Ein Provisionsverbot würde die Altersvorsorge zum Erliegen bringen“, sagte Guido Bader, Chef der Stuttgarter Lebensversicherung und Vorstandsmitglied der Deutschen Aktuarvereinigung.
Die PKV sollte mehr in Aktien investieren
Die privaten Krankenversicherer (PKV) müssen sich über ihre Solvenzsituation keine Sorgen machen, könnten aber bei der Kapitalanlage mehr ins Risiko gehen, findet der Analyst Carsten Zielke. Die in der Politik diskutierte Anhebung der Versicherungspflichtgrenze hält er für den falschen Weg, im Gegenteil sollten mehr Menschen die Chance bekommen, sich privat zu versichern. Und die PKV müsse endlich Präventionsmaßnahmen finanzieren dürfen.












