Obwohl die HUK-Coburg einige Monate später als die Allianz mit ihrem Telematik-Tarif gestartet ist, kann sie inzwischen genauso viele Verträge vorweisen: Vorstand Jörg Rheinländer (Bild) sprach beim Breakfast Briefing des Versicherungsmonitors von 40.000 Abschlüssen. Dieselbe Zahl hatte die Allianz bei ihrem Autotag am 19. September genannt. Angebote wie die Telematik-Tarife, die einen Zusatznutzen für die Kunden stiften, sind äußerst wichtig für Versicherer, betonte Swiss Re-Deutschlandchef Frank Reichelt. Astrid Koida, die das Vitality-Programm der Generali verantwortet, sieht das Solidaritätsprinzip durch die individuelle Tarifierung nicht in Gefahr.
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Allianz: Probleme bei der Provisionsabrechnung
Die Allianz Versicherung hat offenbar jahrelang mit Fehlern in Bestandssystemen gearbeitet, die zu falschen Provisionsberechnungen geführt haben. Jetzt fordert die Gesellschaft Geld zurück oder zahlt nach. Mehr als 5.000 Vertreter sind betroffen, es handelt sich im Schnitt um 240 Euro. Trotz der geringen Summen ist der Vorgang bemerkenswert, weil er IT-Probleme des Marktführers zeigt. Unabhängig von diesem Vorfall hat Lebens-Chef Markus Faulhaber am Mittwoch alle Agenturen angeschrieben, um möglicher Verunsicherung nach Berichten über Verkaufspläne von Lebensbeständen bei Rivalen zu begegnen: „Für die Allianz ist das kein Thema.“
Allianz ist größter europäischer Schadenversicherer
Die Allianz bleibt der größte europäische Schadenversicherer im aktuellen Ranking der Ratingagentur A.M. Best. Dahinter folgen die Axa und der Lloyd’s-Markt. Den stärksten Sprung nach oben in der Rangliste machte die R+V – sie liegt jetzt auf Rang 14. Insgesamt sind fünf deutsche Anbieter unter den 30 größten Unternehmen. Plätze verloren haben vor allem britische Versicherer. Das liegt unter anderem an der Abwertung des britischen Pfunds.
Ergo: „Digitales Lametta ist nicht die Antwort“
Innerhalb von vier Tagen hat die Gothaer den Prototyp einer digitalen Verkaufshilfe für Vermittler entwickelt, nach 100 Tagen lief die Anwendung auf dem Smartphone. Versicherer wie Allianz, Ergo und Axa wollen bei der Digitalisierung vorne mit dabei sein – und das müssen sie auch. Vorstände der Versicherer zeigen sich zuversichtlich. Doch die Sorge, ob die Digitalisierung gelingt, schwingt mit. Es hapert es bei den digitalen Prozessen. Spezialisten für IT und Digitalisierung sind heiß begehrt – und entsprechend schwer zu finden.
Allianz mit neuem Schadenvorstand
Leute – Aktuelle Personalien Bei der Allianz dreht sich das Personalkarussel weiter: Jochen Haug (Bild) wird neuer Schadenvorstand des Versicherers. Er kommt für Mathias Scheuber, der in den Ruhestand geht. In den vergangenen Wochen gab es mehrere Vorstandsänderungen bei dem Versicherer. Unter anderem hat Deutschlandchef Manfred Knof angekündigt, das Unternehmen spätestens Ende des Jahres zu verlassen. Außerdem: Hiscox UK hat einen ehemaligen Spion als Berater für Cybersicherheit eingestellt. Der Maklerpool BCA hat seinen Vorstand umgebaut.
Große Unsicherheit bei Elektro-Fahrzeugen
Die Entwicklung von Autos mit Elektroantrieb nimmt Fahrt auf. Versicherer beobachten genau die Fortschritte der strombetriebenen Wagen, die nahezu geräuschlos über die Straßen surren. Die Wagen sind versicherbar, das Typklassensystem der Kfz-Versicherung lässt sich laut Allianz auf die neue Fahrzeuggeneration übertragen. Sorgen bereiten dem Versicherer die hohen Reparaturkosten. Der Versicherer fordert von den Herstellern Zugang zu Informationen über den Zustand der Fahrzeugbatterie, dem teuren Herzstück der Wagen.
Giacomo Campora wird neuer Chef der Allianz Italia
Leute – Aktuelle Personalien Die Allianz hat den Weggang von Deutschlandchef Manfred Knof und die Bestellung von Klaus-Peter Röhler als Nachfolger bestätigt. Röhler ist bislang Chef der Allianz Italia. Sein Nachfolger wird Giacomo Campora (Bild), der zurzeit bei der Allianz Italia als Generaldirektor für Markt und Vertrieb verantwortlich ist und zudem CEO der Allianz Bank Financial Advisors ist. Außerdem: Frank Wittholt wird Vorstand bei der Ergo Leben, der Ergo Pensionskasse und der Victoria Leben. Die Vereinigte Hagel hat mit Thomas Gehrke ein weiteres Vorstandsmitglied ernannt.
Kfz-Versicherung: Allianz bläst zum Angriff
Die Allianz will in der Autoversicherung wieder Marktführer werden. Dafür hat der Versicherer seine Policen komplett überarbeitet. Das neue Angebot startet im Oktober – pünktlich zur alljährlichen Abwerberunde der Kfz-Versicherer. Die Allianz ist aktuell gemessen an der Stückzahl versicherter Fahrzeuge die Nummer zwei in der deutschen Kfz-Versicherung, die HUK-Coburg hat sie überholt. Mit einer einfacheren Antragsstrecke, neuen Mobilitätsgarantien und Leistungskomponenten wollen die Münchener das Ruder herumreißen. Bald will die Allianz Fahrzeuge auch tageweise versichern.
Die Allianz will angreifen
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Neue Kfz-Police der Allianz, Workshop von Guy Carpenter zur Rück- und Lebensversicherung und Podiumsdiskussion zur Digitalisierung von Sollers Consulting
Allianz gewinnt wieder Marktanteile
Der Allianz-Konzern hat seine Wachstumsdelle aus dem Jahr 2015 überwunden und konnte 2016 wieder zulegen. Die Gruppe kommt auf 16,97 Prozent Marktanteil in Deutschland, nach 16,12 Prozent im Vorjahr. Die öffentlichen stagnieren auf Rang zwei, die Generali verliert heftig, behält aber den dritten Platz. Das geht aus der jüngsten Marktanteilsstatistik des Kölner Kivi-Instituts hervor. Die Reihenfolge der Top Ten bleibt unverändert: Allianz, Öffentliche, Generali, Ergo, R+V, Axa, Debeka, Talanx, HUK-Coburg und Zurich. In der zweiten Tabellenhälfte der größten 20 Gesellschaften hat die Alte Leipziger die W&W überholt und rangiert jetzt auf Platz 13. Auch VHV und Barmenia rückten auf.
Generali findet Käufer in den Niederlanden
Der italienische Generali-Konzern hat seine niederländischen Töchter an den Rivalen ASR Nederland verkauft. Der Verkauf bedeutet einen Verlust von 270 Mio. Euro nach Steuern für den Verkäufer. Der Versicherer trennt sich gerade von einer Reihe von Töchtern in Europa und Lateinamerika. Die Generali Lebensversicherung in München ist ebenfalls auf dem Markt, hat bislang aber keinen Käufer gefunden. Das kann mit dem vergleichsweise hohen Preis zusammenhängen, den die Italiener verlangen.










