Vor 20 Jahren Im Januar 2005 prüfen die Versicherer die Ergebnisse des Lebens-Schlussverkaufs im Jahr 2004, sie sind erfreulich. In der Rückversicherung deutet sich ein weicherer Markt an, die Swiss Re will mit neuen Meldepflichten für Pharmafirmen gegenhalten, stößt aber auf Widerstand. Die Allianz versucht, ihre Vertreter zum Verkauf von Bankkonten und Kreditkarten zu animieren, der Erfolg bleibt sehr überschaubar.
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Karuth-Zelle: KI muss nachvollziehbar sein
Ob im Kundenservice, in der Produktentwicklung oder in der Betrugsbekämpfung – die Einsatzmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz (KI) bei Versicherern sind vielfältig. Um die Chancen nutzen zu können, müssen die Unternehmen aber nachvollziehen können, wie die Technik zu ihren Ergebnissen kommt und diese stets kritisch hinterfragen, sagte Barbara Karuth-Zelle, Chief Operating Officer bei der Allianz SE, im Vorfeld des SZ-Versicherungstages auf Schloss Bensberg. Sie begrüßt den neuen EU AI Act, der erstmals klare Regeln für den KI-Einsatz bei Unternehmen definiert.
Wochenspot: Von Trump hat die Branche lange etwas
Wochenspot – der Podcast Regelmäßig gibt es den Versicherungsmonitor auch zum Hören. In dieser Ausgabe des Wochenspots sprechen Redakteurin Katrin Berkenkopf und Herausgeber Herbert Fromme über die Auswirkungen der erneuten US-Präsidentschaft von Donald Trump auf die Versicherer, die Finanzmärkte und die Konkurrenzsituation.
Wie KI die Versicherungslücke schließen kann
The Long View – Der Hintergrund Künstliche Intelligenz (KI) kann individuelle Absicherung für alle ermöglichen und damit helfen, die Versicherungslücke zu schließen, die sich in Bereichen wie Rente, Cyber, Gesundheit und Naturkatastrophen auftut. Dafür braucht es aber Vertrauen in die KI. Das lässt sich nur durch einen klaren Governance-Rahmen, hohe Standards in der Daten- und KI-Ethik und transparente Kommunikation erreichen.
Bäte erwartet unter Trump „weniger Erpressung“
Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos zeigte sich Allianz-Chef Oliver Bäte entspannt, was die kommende Amtszeit des US-Präsidenten Donald Trump für seine Branche bedeutet. Er erwarte weniger „Erpressung“ von Finanzdienstleistern als sie unter Trump-Vorgänger Joe Biden passiert sei, sagte er während einer Diskussionsrunde. Offenbar meinte er den für die Allianz teuren Structured-Alpha-Skandal. Für Europa bedeuteten die aktuellen nationalistischen Tendenzen in der Weltwirtschaft, wieder mehr selbst zu machen und sich nicht auf andere zu verlassen.
Blick auf die Weltwirtschaft
Was die Woche bringt An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: der Weltwirtschaftsgipfel in Davos, der Cyber Insurance Talk des Instituts für Versicherungswesen und die Jahresvorschau des IT-Dienstleisters Earnix
Generali übernimmt Asset Manager MGG
Generali Investments, der Vermögensverwalter der Generali, erwirbt eine Mehrheitsbeteiligung an der MGG Investment Group. Der Kaufpreis für 77 Prozent der Anteile an dem US-Asset-Manager liegt bei mindestens 320 Mio. Dollar (311 Mio. Euro). Werden bestimmte operative Ziele erreicht, könnte noch mehr Geld fließen. Der Deal steht im Einklang mit der Strategie von Generali, das Asset Management auszubauen. Wettbewerber sind dagegen auf dem Rückzug.
Steigende Kfz-Beiträge beflügeln Anbieterwechsel
Viele Kfz-Versicherer haben im Jahresendgeschäft 2024 die Preise kräftig erhöht. Das hat die Kunden vermehrt dazu bewegt, ihren Anbieter zu wechseln, wie eine Marktuntersuchung der Unternehmensberatung Sirius Campus zeigt. Demnach haben 2,9 Millionen Kfz-Versicherungsnehmer zum Jahresende 2024 ihre Verträge gekündigt, nach 2,1 Millionen im Vorjahr. Von der Wechselfreude profitierten vor allem die beiden Konkurrenten HUK-Coburg und Allianz, aber auch die Direktversicherer konnten ordentlich Neugeschäft absahnen.
Allianz-Investmentmanager bildet neues Führungsduo
Leute – Aktuelle Personalien Die Allianz Investment Management SE hat mit Mario Skoric einen neuen Chief Executive Officer. Er bildet seit Jahresbeginn gemeinsam mit Ludovic Subran ein Führungsduo. Ihre Vorgänger Claus Stickler und Carsten Quitter gehen im Lauf des Jahres in den Ruhestand. Außerdem: Die HUK hat mit Thomas Körzdörfer zum 1. Februar 2025 einen neuen Generalbevollmächtigten ernannt. Personelle Neuigkeiten gibt es auch bei dem Spezialmakler Finlex, der BBG Betriebsberatung und der Bayerischen.
Braun wird Ergo Vorsorge Leben-Vorstand
Leute – Aktuelle Personalien Marc Braun (Bild) übernimmt im Vorstand der Ergo Vorsorge Leben ab April 2025 die Verantwortung für die betriebliche Altersversorgung, erfuhr der Versicherungsmonitor aus Branchenkreisen. Braun kommt vom Branchenprimus Allianz. Bereits am 1. Januar 2025 ist zudem André Weilert als Head of Global P&C bei der Ergo gestartet. Außerdem: Der Versicherungsmakler BüchnerBarella reagiert auf den Weggang seines langjährigen Geschäftsführers Joachim Lenoir mit der Erweiterung seines Management-Boards, und AIG ernennt Christopher Flatt zum Chief Underwriting Officer.
Howden holt Richard Bader von Ergo
Leute – Aktuelle Personalien Der britische Makler Howden untermalt seine Expansionsabsichten und holt den Chief Executive Officer der Ergo-Reiseversicherung Richard Bader (Bild) zu Howden Deutschland. Außerdem: Der Chefvolkswirt der Allianz, Ludovic Subran, hat zum Jahreswechsel die Position des Group Chief Investment Officers und Managing Partners bei Allianz Investment Management übernommen. Personelle Neuigkeiten gibt es auch beim Kölner Versicherer DEVK, beim Rückversicherer Munich Re sowie bei der VIG Re.
Bätes Karenztag provoziert heftige Reaktionen
Exklusiv Allianz-Chef Oliver Bäte hatte im Interview mit dem Handelsblatt den hohen Krankenstand in Deutschland kritisiert und vorgeschlagen, die Lohnfortzahlung am ersten Krankheitstag zu streichen. Damit erntet er Applaus beim Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland und scharfe Kritik der Gewerkschaften Verdi und NAG. Auch der Vermittlerverband BVK mag sich mit dem sogenannten Karenztag nicht anfreunden.











