Archiv ‘Ausblick’

AM Best: Zeit der Haftpflicht-Nachreservierungen ist noch nicht vorbei

Angesichts des Trends zu immer höheren Schadenersatzurteilen vor US-Gerichten haben viele Rückversicherer ihre Reserven in den vergangenen Jahren erhöht. Damit ist das Thema allerdings nicht ausgestanden, glaubt die Ratingagentur AM Best. Analystin Mathilde Jakobsen rechnet damit, dass weitere Reservestärkungen nötig werden könnten. Dafür haben die Rückversicherer momentan aber auch das nötige Kleingeld.

AM Best hebt Ausblick für deutsche Lebensversicherer

Die Ratingagentur AM Best schätzt die Lage der deutschen Lebensversicherer positiver ein und hat ihren Ausblick auf die Branche von „negativ“ auf „stabil“ gesetzt. Als einen Grund sehen die Experten die Stabilisierung des Zinsumfelds und der Prämieneinnahmen – trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten hierzulande. Auch die Regulatorik und loyale Kunden spielen eine Rolle dabei, dass AM Best die Aussichten besser einschätzt.

Auch Howden sieht Erstversicherer am Drücker

Alle Jahre wieder geben die großen Rückversicherungsmakler ihre Prognosen zu den Erneuerungsrunden im Januar ab. Nach Guy Carpenter und Aon haben nun auch die Expertinnen und Experten des Maklers und Beraters Howden ihre Einschätzung abgegeben. Sie gehen davon aus, dass der Markt weicher wird und sich in Richtung Erstversicherer dreht. Das Preisniveau soll sich auf den Stand vor rund vier Jahren gesenkt haben, so Howden.

Fitch erwartet mehr Run-off-Deals in Deutschland

Die Ratingagentur Fitch sagt für 2026 mehr Übernahmen von geschlossenen Beständen auf dem deutschen Markt voraus. Deals in Höhe von insgesamt 25 Mrd. Euro seien möglich. Die aktuell starke Kapitalposition werden die deutschen Lebensversicherer, inklusive der Konsolidierer, beibehalten. Fitch bewertet den Ausblick für den Sektor mit „neutral“.

S&P: Optimistischer Ausblick für Versicherer

Die Ratingagentur S&P erwartet, dass die europäischen Versicherer im kommenden Jahr eine solide operative Performance zeigen werden. Trotz sich verschärfender Risiken, beispielsweise infolge der problematischen Handelsbeziehungen zwischen Europa und den USA und des zunehmenden Populismus, bleiben die Analysten bei ihrem positiven Sektorausblick.

Stimmung der Versicherer hellt sich auf

Versicherer in Deutschland waren im zweiten Quartal des Jahres positiver gestimmt als zuvor. Das zeigt der Ifo-Konjunkturtest im Auftrag des Versichererverbandes GDV. Besonders die Schaden- und Unfallsparte habe zu diesem Bild beigetragen, erklärte Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Die Stimmung der Lebensversicherer dagegen ist leicht rückläufig, blieb in der Bewertung jedoch oberhalb des langjährigen Durchschnitts.

Horváth: Versicherer treten bei KI auf der Stelle

 Exklusiv  Künstliche Intelligenz (KI) könnte die Versicherer dabei unterstützen, ihr Geschäftsmodell fit für die Zukunft zu machen, glauben die Berater von Horváth. Eine aktuelle Studie des Unternehmens zeigt allerdings, dass die Anbieter in dem Bereich offenbar nicht wirklich vorankommen, obwohl die Digitalisierung das wichtigste strategische Thema bleibt. Die Kostenoptimierung gewinnt für die Versicherer an Bedeutung, während sie Nachhaltigkeit und Cybersicherheit für weniger relevant halten.

Schwieriges Jahr 2025: Rückversicherer gut vorbereitet

Die Ratingagentur Fitch bescheinigt den vier größten europäischen Rückversicherern Munich Re, Swiss Re, Hannover Rück und Scor eine gute Ausgangsposition für 2025. Die Gesellschaften werden ihre ambitionierten Ziele für 2025 erreichen können, obwohl  geopolitische und makroökonomische Unsicherheiten den Markt unter Druck setzen. Alle vier Gesellschaften konnten für 2024 starke Ergebnisse präsentieren, im Leben- und Krankenversicherungsbereich gab es erhebliche Unterschiede.

Blick zurück und nach vorne

 Was die Woche bringt  An dieser Stelle nehmen wir die Themen der kommenden Woche in den Blick und stellen wichtige Branchentermine vor. Dieses Mal: Neujahrsempfang des VGA-Verbands der Assekuranzführungskräfte, Ausblick der Ratingagentur Fitch, Bilanz zur Vertragserneuerung der Hannover Rück und Geschäftszahlen der Talanx

Ausblick 2025: Wo sich die Versicherer weiterentwickeln müssen

 The Long View – Der Hintergrund  Eine sich stark verändernde geopolitische Situation wird auch 2025 konkrete Auswirkungen auf die Versicherungsbranche haben. Die Europäische Union braucht starke Versicherer, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Jedoch müssen sie sich der Wichtigkeit ihrer Rolle wieder bewusst werden und sich aktiv an der Weiterentwicklung der europäischen Wirtschaftszone beteiligen. Auch die Aufsichtsbehörden müssen hier mitziehen.

Weiter neutraler Ausblick für europäische Versicherer

Der Ausblick der Ratingagentur Fitch für die europäischen Versicherer bleibt auch 2025 bei „neutral“. Gleiches gilt für die einzelnen Versicherungssektoren in den jeweiligen Ländern – allerdings mit zwei Ausnahmen: Den Ausblick für die italienischen Lebensversicherer und die deutschen Schaden- und Unfallversicherer haben die Analysten auf „improving“ gesetzt.

Fitch senkt Ausblick für Rückversicherer

Die Ratingagentur Fitch hat den Ausblick für den globalen Rückversicherungsmarkt auf neutral herabgesetzt. Diese Einschätzung kommt kurz nachdem Konkurrent Moody’s den Sektor hochgestuft hatte und S&P seine Einschätzung stabil belassen hatte. Fitch erklärt die Entscheidung vor allem mit den wieder leicht sinkenden Preisen, betrachtet den Rückversicherungsmarkt aber immer noch als attraktiv.

A.M. Best glaubt an Rückversicherer

Die Rückversicherer haben sich in den vergangenen Jahren neu aufgestellt und sind deshalb jetzt viel widerstandsfähiger als in früheren Marktzyklen, schreibt die Ratingagentur A.M. Best in einem Bericht über das Segment. Die Marktbedingungen seien gut und würden es auch noch einige Jahre bleiben. Allerdings müssen die Rückversicherer ihre Zeichnungsdisziplin beibehalten.

A.M. Best sieht Rückversicherer positiv

A.M. Best sieht gute Marktbedingungen für Rückversicherer. Die Ratingagentur hat ihren Branchenausblick daher von stabil auf positiv angehoben. Hohe Prämien, angepasste Versicherungsbedingungen und das Vermeiden von Frequenzschäden haben die Schaden- und Kostenquote unter 90 Prozent fallen lassen. Gleichzeitig bleiben die Rückversicherer diszipliniert, und Konkurrenz durch neue Marktteilnehmer bleibt aus.

WordPress Cookie-Hinweis von Real Cookie Banner